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Das Jahr magischen Denkens
 
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Das Jahr magischen Denkens [Audiobook] [Audio CD]

Joan Didion , Marlen Diekhoff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Hörbuch Hamburg; Auflage: Ungekürzte Lesung. (8. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899034236
  • ISBN-13: 978-3899034233
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 432.487 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Joan Didion
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Joan Didion ist eine Intellektuelle. Nachdenken ist ihr Beruf. Ungeachtet ihrer Winzigkeit, ihrer Fragilität, ihrer zögernden leisen Sprache, ist Joan Didion seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen. Eine gefürchtete Kommentatorin politischer Prozesse, eine Porträtistin politischer Eitelkeiten, die sie in brillanten Essays ausbreitet... Wenn eine Didion über die Auflösung des Ich unter der Wucht des Schmerzes schreibt, konsultiert sie Experten, erforscht medizinische Einzelheiten, zitiert Freud und Melanie Klein, den Soziologen Philippe Aries, die Fachliteratur eines Jahrhunderts. Es ist eine ihrer typischen exzessiven Recherchen.« DIE ZEIT »Einfühlsam und unerschrocken setzt sich Joan Didion ... mit dem Tod auseinander - und greift ein Thema auf, das in den USA, dem Land des mitunter allzu oberflächlichen Lächelns, oft unter Verschluss gehalten wird. Nicht zuletzt wegen dieses nationalen Verdrängungsmechanismus hat Das Jahr des magischen Denkens einen nachhaltigen Aha-Effekt ausgelöst und ist zu einem der meistdiskutierten Bücher der Gegenwart geworden.« MYSELF »Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches, ja, intimes Buch geschrieben, niemals in ihrem umfangreichen essayistischen und erzählerischen Werk hat sie so viel von sich selbst und ihren beiden Lebensmenschen preisgegeben. Es ist ein Buch der Liebe, des Verlusts, der Trauer und der Erinnerung, ein autobiografischer Nachruf auf eine außergewöhnlich intensive Lebens- und Arbeitspartnerschaft - offen und genau in der Selbstbeobachtung, doch zugleich immer beherrscht, diskret und verschwiegen.« Sigrid Löffler / LITERATUREN »Jeder ihrer Sätze ist kostbar.« DIE WELT »Das Jahr des magischen Denkens ist ein fesselnder Bericht über Sinn und Wahnsinn der menschlichen Endlichkeit.« DIE WELTWOCHE »Die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion hat für den Schmerz, der die Hinterbliebenen in einen Abgrund aus Angst und Asche stürzt, in ihrem Buch ... eine bewegende Form gefunden; das Buch, eine Mischung aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit, ist der Selbstrettungsversuch einer Überlebenden in die Sprache.« NEUE ZÜRCHER ZEITUNG »... mit Brillanz und intellektueller Schärfe schreibt Joan Didion von unser aller Aufbegehren gegen den Tod und davon, was Trauer bedeutet. Bewegend und schmerzhaft.« BERLINER MORGENPOST »Der Name Didion steht für treffsichere Lakonik, und so geht auch ihr Trauerbuch frei von Larmoyanz oder Rührseligkeit direkt unter die Haut.« NZZ am Sonntag »Das Jahr des magischen Denkens ist das direkteste, das roheste ihrer Bücher, es ist das Buch, in dem sie am wenigsten verbirgt. Didions Romane dagegen leben davon, daß das Wichtigste ungesagt bleibt.« FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG »Gnadenlos sieht sie sich selbst von außen zu, wie bei ihr jede feste Vorstellung aufhört, die ich jemals von Tod hatte. Von Krankheit. Von dem, was wahrscheinlich ist und was Glück, (...) was Trauer bedeutet und wie Menschen sich mit der Tasache, dass das Leben irgendwann aufhört, auseinander setzen.« dpa »Didions bewegendes Buch ... analysiert scharfsinnig die ungeheure seelische Erschütterung, die der Autorin rückblickend wie eine spezielle Form von Wahnsinn vorkommt ... geht weit über Didions persönliche Erfahrung hinaus; es ist eine Reflexion über Liebe und Ehe, Schicksal und Sinn, Glück und Verlust - und die Frage, wie wir Menschen mit der Tatsache fertigwerden, dass das Leben irgendwann aufhört.« DER SPIEGEL »Sie hat oft erzählt, dass sie ihr Schreiben von Ernest Hemingway gelernt habe ... Er hat ihr beigebracht, wie Sätze funktionieren. Direkt, unverstellt, konzentriert, wie ruhige Flüsse oder klares Wasser über Granit, ohne Hohlräume oder Strudel. Es gibt nicht wenige, die behaupten würden, Didion könne es besser als Hemingway ...« WELT AM SONNTAG »Die brillante Schriftstellerin, deren Reportagen sich wie Romane lesen und deren Romane ... von Wirklichkeit durchsetzt sind ... sie hat ein Buch über das Jahr danach geschrieben, über die Trauer. Es ist alles da, was man seit dem Weißen Album so verehrt an dieser zarten, mädchenhaften Frau. Die Neugier. Die Akribie. Die Skepsis gegenüber dem, was die anderen sagen.« DER TAGESSPIEGEL »Die Gefühle, die Joan Didion so sorgsam vermeidet, schiebt sie uns zu, dem Leser, der mit stechender Genauigkeit sehen kann, was sie da tut: wie sie in ihrer direkten und in keinem ihrer anderen Bücher derart unmittelbaren Erzählung und in scharfen Beschreibungen der Wirklichkeit diese Wirklichkeit zu ignorieren sucht. Joan Didion trauert nicht. Noch nicht, nicht in diesem Buch. Damit beginnt sie, als das Buch geschrieben ist. Dann stirbt die Tochter. Das wissen wir aus der Zeitung, und es bricht uns das Herz.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG »Der Wert des Buchs besteht darin, dass es zugleich persönlich und allgemeingültig ist, mit anderen Worten: Es ist auch ein präzises Dokument über die heutige westlich-christliche Trauerkultur - allein, selbstbeobachtend, isoliert, krank.« FACTS (CH) »Joan Didion hat in der schmalen Bibliothek des Trauerns ein wichtiges Werk hinzugefügt.« Deutschlandfunk Büchermarkt »So radikal privat, offen und schonungslos bis an die Schmerzgrenze ist selten über den Tod eines nahe stehenden Menschen geschrieben worden.« RHEINISCHER MERKUR »So bietet dieses Buch im Nebenbei auch ein facettenreiches Dossier zum Thema Tod. Dass dies vor dem Hintergrund des anrührenden Porträts einer großen Liebe geschieht, macht Das Jahr magischen Denkens so großartig und beklemmend zugleich.« BADISCHE ZEITUNG »Ein unglaublich tiefsinniges und tröstliches Trauerbuch.« FREUNDIN -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Sigrid Löffler / LITERATUREN, 10/06

»Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches, ja, intimes Buch geschrieben, niemals in ihrem umfangreichen essayistischen und erzählerischen Werk hat sie so viel von sich selbst und ihren beiden Lebensmenschen preisgegeben. Es ist ein Buch der Liebe, des Verlusts, der Trauer und der Erinnerung, ein autobiografischer Nachruf auf eine außergewöhnlich intensive Lebens- und Arbeitspartnerschaft - offen und genau in der Selbstbeobachtung, doch zugleich immer beherrscht, diskret und verschwiegen.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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99 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein autobiographischer Erfahrungsbericht, 3. Dezember 2006
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Joan Didion ist noch nicht sehr vielen Lesern bekannt, doch da dieses Buch eine riesige Erfolgsgeschichte hinter sich hat, wird es für sie der Durchbruch im deutschsprachigen Raum sein. Die Autorin ist unter anderem Mitherausgeberin der Vogue und hat große Reportagen geschrieben. Dies Buch ist ein autobiographischer Erfahrungsbericht; er beschreibt ein Jahr, Das Jahr des magischen Denkens und das ist das Jahr, das mit dem Tod ihres Ehemannes John Dunne beginnt. Er stirbt am Abend des 30. Dezember 2003 ganz unvermittelt am Esstisch an einem Herzstillstand, in einer absolut prekären Situation, denn gleichzeitig kämpft ihre einzige Tochter Quintana auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses um ihr Leben. Das Ehepaar kommt eigentlich gerade aus dem Krankenhaus zurück, der Mann setzt sich hin und stirbt.

Und nun schreibt Joan Didion was das alles in ihr ausgelöst hat. Wir erleben nun, wie diese hoch intelligente, äußerst analytische Frau, eine amerikanische Intellektuelle reinsten Wassers, völlig die Kontrolle verloren hat, über das was ihr widerfahren ist. Sie steht unter Schock, versucht alles aufzuarbeiten, sieht die Krankenberichte durch, schreibt in welche Abgründe sie fällt, was das Verlassen in ihr alles auslöst. Und obwohl sie dabei eigentlich ständig über Gefühle, Empfindlichkeiten und Seelenregung redet, hat sie doch keine Stimme des Herzens. Sie versucht das alles in einer ganz analytischen Art und Weise zu tun, versucht die technokratisch optimale Lösung zu finden. Eine Steigerung erfährt das ganze dadurch, weil im Jahr des Magischen Denkens der Gesundheitszustand der Tochter immer schlechter wird, sie schließlich auch stirbt. Und man merkt die ganze Zeit aus welchem ungeheueren Leid sie so verfährt, wie intelligent und kühl dieses Buch doch letztlich ist, denn sie versucht auch im Scheitern noch die Kontrolle zu bewahren.

Was ist eigentlich das Geheimnis dieses Textes, der gleichzeitig verschiedenste Menschen, ohne jeglichen negativen Einwand so berührt hat? Es ist einerseits ein Trauerbuch, denn Joan Didion hat einen geliebten Menschen verloren. Das Geheimnis liegt darin, dass wir es hier zu tun haben mit einer Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit von Gefühlswallung und Reflexion, also von Empfindung und Analyse. Es ist diese Mischung die so fasziniert. Auf der einen Seite, versucht sie die Trauer zu rationalisieren, also auch einen gewissen Sinn darin zu finden und den Verstand zu bemühen, mit der Trauer umzugehen. Wir haben eine Analytikerin Joan Didion, die die trauernde Joan Didion analysiert. Sie ist beides, Betroffene und Expertin, und bleibt dabei, obwohl es wahnsinnig intim ist, immer auf Distanz.

Es ist aber nicht nur ein Buch über die Trauer, sondern es ist auch ein großes Buch über die Ehe und die Liebe. Sie waren das amerikanische Glamourpaar, das wirklich vierzig Jahre glücklich miteinander lebte. Beide haben geschrieben und jeder war der erste Leser des anderen. Sie haben alles gemeinsam miteinander gemacht, haben viel geredet. Einmal heißt es:  Das Haus war immer erfüllt vom Klang unserer Stimmen. Wenn sie ihre Ehe beschreibt, dann erfüllt das die wagemutigsten Vorstellungen einer symbiotischen Liebesbeziehung.

Und darüber hinaus hat das Buch vielleicht auch den Charakter eines kulturgeschichtlichen Dokuments, über die westliche Art der Trauer. Denn diese Frauenfigur trauert allein, zurückgezogen, isoliert, halb krank, oft depressiv, immer in der Nähe zum Pathologischen. Es ist ein versatzstückartiges Überleben. Man fragt sich, wie viel Kälte müssen wir haben, um überleben zu können? Da kommen dem Leser Gegenbilder von anderen Trauerkulturen ins Gedächtnis, nämlich Klageweiber, offene Särge, schreiende Menschen, also laute und öffentliche Trauer. An einer Stelle des Buches führt die Autorin Gedankengänge von Emily Post an. Diese Autorin hat noch in einer Zeit geschrieben, in der die Trauer nicht versteckt wurde. Joan Didion zeigt auf, wie wir den Tod tabuisiert haben, wie wir ihn aus unserer Gesellschaft herauskatapultiert haben, aus unseren Familien herausgenommen haben, es andern Institutionen überlassen haben. Das sie das aufzeigt und zurückholt, auch darin liegt der Erfolg dieses Buches.

Es ist eine brillant, bewegende Studie über die Trauer, absolut hinreißend geschrieben. Eines der besten Bücher seit langer Zeit, von solcher Sogkraft, dass man es, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen kann. Nach der Lektüre braucht man lange Zeit, um alles Gelesene zu verdauen. Was für ein Glück, dass dieses Buch geschrieben wurde.
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72 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Trauer um den verstorbenen Geliebten, 22. September 2006
Joan Didion Das Jahr Magischen Denkens Claassen Verlag

ISBN: 3546004051

In diesem so fein geschriebenen Buch verarbeitet Joan Didion den plötzlichen Tod ihres Mannes.

Joan war vierzig Jahre mit dem Schriftsteller John G. Dunne verheiratet, als er am 30. Dezember 2003 an einem akuten Herzinfarkt verstarb.

Die gemeinsame Tochter Quintana, erst 39 jährig, lag zum Todeszeitpunkt des Vaters nach einem septischen Schock infolge einer Lungenentzündung schon einige Wochen auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses und kämpfte um ihr Leben.

In einer scharfen und sezierenden Beobachtungsweise beschreibt Joan ihr Verhalten im ersten Jahr nach Johns Tod.

Dabei kommen ihr Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben, an Freunde, Reisen, ihre verschiedenen Domizile und Lebensgewohnheiten.

Joan hatte eine intensive und sehr innige Beziehung zu John, da sie beide als erfolgreiche Schriftsteller arbeiteten und zu ihren Lebzeiten fast nie längere Zeit getrennt waren. Sie haben jede Zeit und jede geschriebene Zeile mit einander geteilt.

Das Jahr magischen Denkens ist ein von ihr genau reflektiertes Verhalten über die Zeit nach und vor dem Tod.

Dass sie lange die Realität nicht wahrhaben wollte, auch glaubte, den Tod ungeschehen zu machen, wenn sie seine Hinterlassenschaften nicht berührte oder gar entfernte.

Sie mag nicht auf bekannten Strassen und Pfaden fahren oder gehen und sie vermeidet alles, was die Todesrealität manifest werden lassen kann.

Sie ist eine intelligente und wissende, aber auch zarte und empfindsame Frau. Umso erstaunter zeigt sie sich selbst über ihre magischen Denkweisen, mit denen sie den Tod verleugnen möchte.

Ungewöhnlich ist dieser sensible Erfahrungsbericht, der ohne je selbstmitleidig oder gar rührselig zu sein, die Empfindungen einer feinsinnigen Seele aufzeigt.

Sie hat mit diesem Buch sicher ihre Trauer zu verarbeiten versucht. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass der Verlust einer so sehr geliebten Person, mit der man in gemeinsamer langer Zeit durch Höhen und Tiefen gegangen ist, nie zu verwinden sein wird.

Sie beschreibt ihr Weiterleben auf einer neuen Ebene, in der die verstorbene Person für immer einen Platz haben wird.

Über das eigentlich Trauergeschehen hinaus vermittelt der Bericht Einblicke in eine amerikanische Schriftstellerehe und ihr Umfeld.

Es ist ein tief anrührendes, weises, kluges und ehrliches Buch.

Wem dieses Thema am Herzen liegt, dem wird Joan Didion viel zu sagen haben.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen traurig und weise - sehr empfehlenswert, 31. Dezember 2006
Die Geschichte über das Trauerjahr nach dem Tod des Ehemanns und die gleichzeitige schwere Krankheit der einzigen Tochter ist zwar erschütternd, aber trotzdem nicht deprimierend. Ein weises Buch, ehrlich, manchmal lustig, oft traurig. Die Übersetzung ins Deutsche ist gut gelungen, schöne Sprache. Ich habe das Buch kaum noch aus der Hand gelegt, weil es mich so gefesselt hat. Wer selbst schon einmal getrauert hat, wundert sich über die passende Beschreibung, wie es sich anfühlt, einen großen Verlust zu erleben.
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