Jahcoustix & die Outsideplayers. Hier liegt mir also das finale Resultat einiger Jamsessions während gemeinsamer Tourtermine der beteiligten Musiker vor. Und das will was heissen.
So ist in diversen Infos zu lesen, dass beim Einspielen des Albums bewusst versucht wurde, den Jam-Charakter der lockeren Sessions zu erhalten. Und hier trifft der Hammer den Nagel auf den Kopf. Das Ganze klingt tatsächlich so ungemein beschwingt, locker und versatile, dass so manch anderem Musiker, der krampfhaft nach Melodien, Arrangements, Texten und Harmonien sucht, ganz Angst und Bang wird. Und es tut sich die berechtigte Frage auf: wie klingen die wohl erst, wenn die Aufnahmen geplant und nicht gejammt werden?
Fazit: Ein umwerfendens, an Charme kaum zu überbietendes Album, irgendwo zwischen Bob Marley und Jack Johnson angesiedelt. Dennoch absolut eigenständig und viel zu gut um mit herkömmlichen Studioproduktionen in einen Topf geschmissen zu werden. Ein Live-Album, das eigentlich gar keines ist. Ein Studio-Album, das klingt wie Live. Bravo, Bravo, Bravissimo!