Viagata ohne Commissario Montalbano, aber immerhin mit 9 Toten.
Keiner in Viagata geht von Mord aus, vielmehr scheinen es Unglücksfälle zu sein. Die Dorfbewohner wissen von jedem alles, also gibt es genug andere Gründe, die die Todesfälle erklären.
Deftige Sprache, sizilianisches Temperament & feudale Strukturen
im Jahre 1880 bestimmen die Szene.
Camilleri erzählt auf leichte Weise und es ist bald klar, dass die Toten doch nicht nur Opfer von Unglücksfällen sind. Aber was
steckt da hinter ?
Der Täter ist für den Leser schnell identifiziert, aber warum er
zum Täter geworden ist, überrascht am Ende dann doch ein wenig.
Leicht und an einem Stück zu lesen, genau richtig, um den Liege-
stuhl für eine gewisse Zeit nicht zu verlassen, wenn man vorab
hinreichend mit kühlen Getränken versorgt ist.
Camilleri & sein Commissario Montalbano überzeugen allerdings mehr.