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Jagdhunde
 
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Jagdhunde

Constantin von Jascheroff , Josef Hader , Ann-Kristin Reyels    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Sven Lehmann
  • Regisseur(e): Ann-Kristin Reyels
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 24. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001BB1OTI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.018 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Lars lebt mit seinem Vater Henrik auf einem Bauernhof in der Uckermark. Als Neulinge in der Region werden sie ignoriert, ihre Idee, die Scheune in ein Hochzeitshotel umzubauen, belächelt. Und auch in ihrer Beziehung herrscht Sprachlosigkeit. Zu Weihnachten soll Lars zu seiner Mutter fahren. Doch am Bahnhof trifft er Marie und alles kommt anders. Sie nimmt ihn mit auf eine ausgelassene Weihnachtsfeier. Den letzten Zug nach Berlin verpasst er. In der Küche seines Vaters begrüßt ihn Tante Jana, das Verhältnis zwischen ihr und seinem Vater ist offensichtlich. Henrik reagiert aggressiv und Lars fühlt sich überflüssig. Er zieht sich an den Waldsee zurück und durchstreift mit Marie die vom Schnee verzauberte Landschaft.
Als an Heiligabend Lars Mutter mit ihrem Liebhaber auftaucht, ist das Familienchaos perfekt. Lars ist gefangen in einer Welt von Erwachsenen, die nicht aus alten Gewohnheiten ausbrechen können. Das Hochzeitshotel wird zum Schlachtfeld subtiler Wortgefechte. Da geht Lars den ersten Schritt, um das Eis zu schmelzen.

Produktbeschreibungen

Deutschland Edition, PAL/Region 0 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 2.0 ), Deutsch ( Dolby Surround ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Lars lebt mit seinem Vater Henrik auf einem Bauernhof in der Uckermark. Als Neulinge in der Region werden sie ignoriert, ihre Idee, die Scheune in ein Hochzeitshotel umzubauen, belächelt. Und auch in ihrer Beziehung herrscht Sprachlosigkeit. Zu Weihnachten soll Lars zu seiner Mutter fahren. Doch am Bahnhof trifft er Marie und alles kommt anders. Sie nimmt ihn mit auf eine ausgelassene Weihnachtsfeier. Den letzten Zug nach Berlin verpasst er. In der Küche seines Vaters begrüßt ihn Tante Jana, das Verhältnis zwischen ihr und seinem Vater ist offensichtlich. Henrik reagiert aggressiv und Lars fühlt sich überflüssig. Er zieht sich an den Waldsee zurück und durchstreift mit Marie die vom Schnee verzauberte Landschaft. Als an Heiligabend Lars Mutter mit ihrem Liebhaber auftaucht, ist das Familienchaos perfekt. Lars ist gefangen in einer Welt von Erwachsenen, die nicht aus alten Gewohnheiten ausbrechen können. Das Hochzeitshotel wird zum Schlachtfeld subtiler Wortgefechte. Da geht Lars den ersten Schritt, um das Eis zu schmelzen. SCREENING/VERGEBEN IN: Berlin Internationales Film-Festival, ...Hounds ( Jagdhunde )

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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Irgendwo in Brandenburg. Der melancholische Henrik (Josef Hader) bringt seinen Sohn Lars (Constantin von Jascheroff) zum Bahnhof, weil er keinen Wert darauf legt, seine seit zwei Monaten in Berlin lebende Noch-Ehefrau (Ulrike Krumbiegel) an Weihnachten zu sehen. Doch Lars lernt die taubstumme Marie (sehr bemerkenswert: Luise Berndt) kennen und stört Henriks neues Glück mit Lars' Tante Jana (Judith Engel). Nachdem Maries Vater (Sven Lehmann) Lars' Jagdhund erschießt, und plötzlich Lars' Mutter samt jugendlichem Liebhaber auftaucht, steht einem beklemmenden Weihnachtsfest nichts mehr im Wege.

Der Film entwickelt seine Stimmung über die Tristesse karger Landschaften und die Kraft der Sprachlosigkeit. Weihnachten kommt spät, ist aber nicht das Haupthema des Films. Es geht mehr um vier verlorene Menschen der mittleren Generation. Dafür gibt es eine handvoll anrührender, tragikomischer Szenen und einen kurzen Dialog am Weihnachts-Dinner-Tisch, der mit seinen wenigen knackigen Sätzen an Fiesheit kaum zu überbieten ist.

"Jagdhunde" ist eine nette, kleine Hommage an die Tristesse. Ein wenig, als hätte sich der finnische Regisseur Aki Kaurismäki zur Weihnachtszeit nach Brandenburg verirrt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gefangen im Schweigen 14. Januar 2011
Von C. Stegmaier TOP 1000 REZENSENT
JAGDHUNDE ist ein außergewöhnlicher, interessanter Film, der sowohl eine tragische Familien- als auch eine schöne Liebesgeschichte enthält.

Das Leben in Lars' (Constantin von Jascheroff) Familie ist von Sprachlosigkeit geprägt.
Genau dies finden wir in so manchen Familien, doch wird es nie wirklich angesprochen und so offen und deutlich gezeigt wie hier. Eigentlich traurig, wenn sich Schwestern gegenüber stehen und nicht wissen, was sie miteinander reden sollen. In dieser Familie haben sich die Menschen nichts mehr zu sagen. Dies führt zu Unzufriedenheit und Konflikten.
Gespräche scheinen eingefroren - dazu passend die Landschaft mit Schnee und Eis.

Unsicherheit und Unwohlsein herrscht hier unter den Menschen, in der stets ein bedrückendes Schweigen herrscht. Als eine Person beim Weihnachtsessen ein Lied anstimmt, ist ganz klar zu sehen, wie angespannt die Situation ist und dass sich alle Anwesenden unwohl fühlen und damit überfordert sind.

Die triste Grundstimmung zieht sich durch den ganzen Film, wird aber durch leichte Situationskomik und gefühlvolle Szenen aufgelockert und warm. Die Beziehung zwischen Lars und Marie ist rührend, schön anzusehen und zur Abwechslung wirklich mal etwas ganz Besonderes. Vor allem hält diese behutsame Annäherung und zarte Liebe ohne einen einzigen Kuss aus.

Lars lernt Marie kennen, die Taubstumm ist. Obwohl Marie nicht sprechen kann, "reden" die beiden miteinander. Diese Kommunikation zeigt, dass Liebe auch ohne Worte möglich ist, zeigt aber auch gleichzeitig die Bedeutung von Kommunikation. Die leise Liebe, die sich zwischen Marie und Lars entwickelt, wird in ganz zauberhaften Szenen, die sich allesamt draußen abspielen, dargestellt.
Dialoge zwischen den Personen sind karg und wenn dann oft bissig und scharfkantig.

Die Einstellungen und gezeigten Szenen sind ungewöhnlich und auch etwas gewöhnungsbedürftig. Ein Bild wird gezeigt. Zahlreiche Sekunden verstreichen, bis sich dann endlich etwas darin bewegt. Lange klingt dieses Bild nach. Es handelt sich hier um einen ruhigen Film ohne Hektik, der sich Zeit nimmt für Personen und Inhalt. Spannung kommt auch nicht wirklich auf, aber dennoch ist JAGDHUNDE ein faszinierender, gelungener Film. Ich würde sagen, dass er eine wirklich gute Abwechslung zu den allgegenwärtig aktionreichen Filmen bietet. Und der Zuschauer hat einmal Zeit, sich in Ruhe über den Inhalt und die Bedeutung des Films Gedanken zu machen.

Die Botschaft, die der Film vermitteln möchte, kommt nicht unbedingt so eindeutig hervor. Vor allem das Ende ist merkwürdig und hinterlässt bei dem ein oder anderen ein Fragezeichen im Gesicht. Ich finde, dass der Schluss sehr plötzlich und unverhofft kommt. Inhaltlich ist das Problem nicht gelöst, aber dennoch ist ein Ansatz zur Besserung erkennbar.
Dieses tote Tier, das Lars am Ende aus dem Eis schlägt, soll wohl eine Metapher sein. Die Mutter weint, als sie dieses Tier - noch halb gefangen im Eis - in der Küche sieht. Vielleicht ein Zeichen von Lars, dass er sich auch Gefangen fühlt - und zwar im Schweigen der Familie. Die anderen Familienmitglieder sind auch gefesselt in ihrer "Welt ohne Worte", doch keiner traut sich auszubrechen und weiß auch nicht so recht wie. Der Anfang zur Lösung der Situation ist vorhanden, jedoch ist das Ende recht offen, sodass der Zuschauer sich selbst ausmalen kann, wie es weiter geht: Sowohl mit Lars und Marie als auch mit der Familie.

Lars ist eine Figur, die aus der Sprachlosigkeit ausbrechen will, aber nicht so recht weiß, wie. Er kann seine Gefühle selbst in so recht in Worte fassen. Er ist gefangen im Schweigen. Constantin von Jascheroff trägt diese schwierige Rolle einfach perfekt, mit solcher Natürlichkeit, die einfach überzeugt. Für mich ist er die ideale Besetzung, ein Glücksgriff, wenn es um "besondere" und anspruchsvolle Rollen geht.

Man nehme sich einmal Zeit für diesen Film, sehe ihn sich in Ruhe an, betrachte genau was geschieht und mache sich eigene Gedanken dazu. Denn auch wenn JAGDHUNDE ein stiller Film ohne große Dialoge ist, ist er anspruchsvoll und keineswegs ein langweiliger Unterhaltungsfilm. Vielmehr möchte uns dieser Film etwas Wichtiges mitteilen. Wir müssen uns nur einmal wirklich auf so einen Film einlassen.
'Wir müssen miteinander sprechen!'
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4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tristesse pur 7. März 2010
Grande Katastrophe - der Hader wie gewohnt depressiv / aggressiv / gereizt und wortkarg. Überhaupt zu viel schöne Landschaftsaufnahmen / zu wenig bis kein Text. Passend dazu in der Nebenrolle ein taubstummes Mädchen. Ein verschlossener, wen wundert's, depressiver Sohnemann. Ein an Peinlichkeit nicht zu uebertreffendes Weihnachtsessen, was wohl der komische Teil der Tragigkomödie sein soll. Kurz - diesen Film kann man nur im Schnellstdurchlauf bis zum Ende durchstehen, und das ist noch zu viel vergeudete Liebesmüh. Wer nicht schon vorweg deprimert ist, ist es am Ende bestimmt. Vollkommen entbehrlich. Leider.
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