Ich sage es gleich und ohne Umschweife: Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor ein derart schlechtes Buch gelesen zu haben. Verstöße gegen die Grammatik ohne Ende, miserabler Ausdruck, katastrophaler Satzbau, verworrene Geschichte, Spannung gleich Null, Charaktere Fehlanzeige usw. usf. Eigentlich sollte man über solche Nicht-Literatur kein Wort verlieren. Sie ist unter jeder Kritik!
Dieser Sockenauszieher des Klappentextes aber ließ mich einigermaßen erbost zur Feder greifen! Was ist dem Schardt Verlag eingefallen, von diesem sprachlich stets daneben liegenden und hilflos und absolut uninspiriert nach Worten ringenden Möchtegernschriftsteller zu behaupten oder, von wem eigentlich? (ich mutmaße freilich von Herrn Tenner in aller Bescheidenheit höchstselbst), behaupten zu lassen, er habe sich mit diesem Produkt einer fehlgeleiteten Einbildungskraft 'in die erste Riege deutscher Krimi-Autoren katapultiert'!??? Es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre! Die unendliche Mühe jedenfalls, diese literarische Bankrotterklärung zu lektorieren, hat sich im Verlag offenbar niemand gemacht. Oder etwa doch?
Herr Tenner hält sich, so viel ist klar und darin liegt das ungewollt Komische dieser Erscheinung, selbst für einen großen Autor, der seine Vorbilder beim Namen nennt. Entweder sind, was ich nicht einschätzen kann, Johannes Tralow und Bruno Frei auch literarische Stümper, oder der Autor der Inselmörderjagd ist größenwahnsinnig und begeht Rufschädigung. Denn eines steht fest: Dieser gesinnungskonservative Aufschneider, der seine Hauptfigur beispielsweise Frauen 'nehmen' läßt, hält sich für eine rundherum ganz große Nummer, der sich mit seiner Vergangenheit als forscher DDR-Dissident in Szene setzt. Das hat wohl auch auf den Verlag Eindruck gemacht und die Hoffnung genährt, mit diesem sich zum politmoralischen Ausnahmemenschen stilisierenden Pseudoautor Geld machen zu können. Und die Rechnung scheint, schaut man ins Impressum, aufgegangen zu sein. Vier Auflagen innerhalb von drei Jahren. Womit man nicht alles Geld verdienen kann ... Kaum zu glauben, Tenner ist, siehe die Homepage des Verlages, das beste, da lukrativste Pferd im Stall. Ein Stern, weil null Sterne nicht im Angebot sind.