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Jagd auf Roter Oktober
Bevor Harrison Ford die Rolle des Helden Jack Ryan aus Tom Clancys Bestseller Die Stunde der Patrioten übernahm, versuchte sich Alec Baldwin in diesem Film von John McTiernan an dem Charakter und landete einen Volltreffer. Baldwin spielt Ryan in mancherlei Hinsicht interessanter und nuancierter, wenn er auch nicht auf Anhieb so sympathisch erscheint wie Ford. Es kann zu einer interessanten Diskussion nach dem Film führen, wenn man die schauspielerischen Leistungen der beiden Akteure miteinander vergleicht. Abgesehen davon stellt Jagd auf Roter Oktober ein einmalig spannendes Abenteuer mit einem fantastischen Co-Star dar: Sean Connery als Kapitän eines russischen Atom-U-Boots, der darin zu den Westmächten überzulaufen versucht. Während er sich den USA nähert, muss Ryan herausfinden, was seine wahren Motive dafür sind. McTiernan (Predator, Stirb Langsam) schuf einen tollen Film mit wirklich atemberaubenden Actionsequenzen. --Tom Keogh
Die Stunde der Patrioten
In drei Filmen verkörperte er Han Solo, in weiteren drei Indiana Jones. Warum sollte Harrison Ford also nicht die Rolle einer neuen Fortsetzungsfigur übernehmen -- und zwar die des CIA-Experten Jack Ryan aus Tom Clancys Romanen? In diesem Film, bei dem Phillip Noyce (The Saint -- Mann ohne Namen) Regie führte, übernahm Ford die Rolle, nachdem Alec Baldwin es vorzog, eine Broadwayrolle zu übernehmen. Diesmal befinden sich Ryan und seine Familie auf Urlaub in England, als Ryan einem Mitglied der königlichen Familie bei einem Anschlag irischer Terroristen das Leben rettet. Ehe er sich's versieht, ist der Ryan-Clan das Ziel derselben Terroristen geworden, die sein Haus in Maryland überfallen. Der Film kommt nicht umhin, Clancys schwerfälligen Stil zum Teil zu übernehmen, wie auch seine technisch unbedarfte Faszination für Spionagesatelliten und dergleichen. Aber keiner spielt den rechtschaffenen Helden besser als Ford -- und Sean Bean (James Bond 007 - Goldeneye) liefert einen angemessen hinterhältigen Bösewicht. --Marshall Fine
Das Kartell
Die dritte Kino-Auswertung eines Tom-Clancy-Romans über den CIA-Analytiker Jack Ryan (zum zweiten Mal dargestellt von Harrison Ford) ist um einiges komplexer als sein Vorgänger Die Stunde der Patrioten. Dieses Mal wird Jack Ryan ins Weiße Haus gebeten, wo er damit beauftragt wird, eine Operation zu leiten, mit der ein kolumbianisches Drogenkartell ausgeschaltet werden soll.
Das Drehbuch von Clancy und John Milius (Conan, der Barbar) entwickelt die an sich analytische Story zu einer echten Abenteuergeschichte, wenn Ryan selbst nach Kolumbien gehen muss, um seinen Auftrag vor Ort auszuführen. Der Film beinhaltet einige hervorragende Sets und Szenen. Hervorzuheben ist der Anschlag aus dem Hinterhalt auf eine amerikanische Wagenkolonne in den Straßen Bogotas, den nur Ryan überlebt.
Darüber hinaus sind die Rollen hervorragend besetzt. Neben Ford sind Willem Dafoe als Anführer einer Soldateneinheit, Henry Czerny als Ryans Feind in den Reihen des CIAs, Joaquim de Almeida als strategisch denkender Bösewicht und James Earl Jones als Ryans Mentor zu sehen. --Tom Keogh
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Die Ausgangssituation in „Jagd auf Roter Oktober“ wird glücklicherweise recht schnell geklärt: 1984. Das neueste Sowjetische Atom-U-Boot mit einer von den Geheimdiensten bisher nicht identifizierten technischen Neuerung nimmt Kurs auf die USA und die komplette Sowjetflotte sticht kurz darauf ebenfalls in See, um sie zu verfolgen. Die Amerikaner tappen derweil im Dunkeln: Ist der sowjetische U-Boot-Kapitän Ramius (Sean Connery) ein Überläufer, ein Psychopath oder ist das Ganze eine geplante militärische Aktion der Russen?
Die Außenaufnahmen vom U-Boot, die Kampfszenen, und die Spezialeffekte sind allesamt erste Klasse und wirken auch heute noch realistisch. Die Gesamtoptik macht einen frischen Eindruck. Dennoch liegt das Hauptaugenmerk nicht auf den Spezialeffekten, sondern vielmehr auf der Handlung, die durch immer neue Wendungen wie z.B. durch taktische Tricks des sowjetischen Kapitäns durchgehend spannend bleibt.
Die Besetzung ist mit Sean Connery, Alec Baldwin und Sam Neill mehr als nur geglückt, doch während Connery und Baldwin ihre Rollen perfekt ausfüllen, hat Sam Neill eigentlich nur eine Nebenrolle, was man nach den ersten Minuten so eigentlich nicht erwartet.
Jagd auf Roter Oktober ist ein Action-Thriller der Spitzenklasse, hat nichts von seinem Glanz eingebüßt und kann heute noch zu den besten Filmen aller Zeiten gehandelt werden.
5 Sterne
DVD: Es gibt außer dem Film noch den original Kinotrailer, das wars dann auch schon…
2 Sterne
Fazit: Super Film - DVD-Ausstattung mager: 4 Sterne
Der Film ist weitgehend gut: Spannung, viel Technik und etwas Säbelrasseln. Ein paar inhaltliche Schwächen trüben das Wasser, eine technische sogar das Bild: 1. Ein amerikanisches U-Boot ist mit dem richtigen Mann (am Sonar) zufällig am richtigen Ort, um "Roter Oktober" auf die Schliche zu kommen. Das wirkt mir etwas zu herbeigeholt. 2. Admiral Greer (James Earl Jones) ist zu überzeugt davon, dass Ryan mit seiner Vermutung richtig liegt. Das bringt ihm zwar Sympathiepunkte, wirkt aber auch irgendwie blauäugig. 3. Später rangeln sich drei U-Boote auf engstem Raum miteinander und dann passiert dem Verlierer das hollywoodmäßig zu Erwartende. Das ist zum Großteil zwar spektakulär in Szene gesetzt, aber leider etwas unglaubwürdig gedreht. Es überzeugt nicht wirklich. 4. Der andere Kritikpunkt: Die Bildqualität ist wirklich eher mäßig, jedoch für mich am PC-Monitor noch ausreichend gewesen (mehr kann ich nicht beurteilen).
Sehr zugute kommt dem Film die schöne Filmmusik von Basil Poledouris, besonders wegen der Männerchöre, die schon mal für eine Gänsehaut sorgen können.
Ich kenne nur die Widescreen-DVD. Die ist zwar mit vielen Sprachfassungen vollgestopft, ansonsten aber nur mit dem Kinotrailer. Einerseits bekommt man einen spannenden Film mit guten Darstellern und tollem Soundtrack, andererseits stören inhaltliche Details und eine technisch und bonusmäßig eher schwache DVD. Drei Sterne würden dem Film Unrecht tun, für fünf ist er nicht gut genug, - macht vier.
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