In diesem Buch geht es um einen nach außen normalen Ehemann und Vater. Anfangs wird der Leser in eine normale Familie versetzt, nach und nach werden jedoch die Probleme Gottliebs offensichtlich. Er fühlt sich hilflos, schwach und der Umweld ausgeliefert.
In seiner Familie bahnt sich ebenfalls Ärger an und die ältere Tochter läuft von zu Hause weg.
Er begibt sich auf die Suche nach ihr, lernt andere, ebenfalls innerlich "zerrüttelte" Menschen kennen, betrügt aufgrund des Chaos in seinem Inneren seine Frau und fühlt sich von ihr überwacht und ertappt.
Martin Walser schildert die Beklemmungen und das Chaos, das im Inneren diese Menschen wühtet sehr gut. Das Buch regt zum Nachdenken an und ist interessant zu lesen.
Der Stil des Autors ist außergewöhnlich: sehr kurze, häufig unvollständige Sätze und ,teilweise zusammenhangslose Bemerkungen.
Dieser Stil passt zu dem Inhalt und hilft dem Leser sich in die Gefühlswelt Gottliebs einzufinden.
Mir persöhnlich fehlt in dem Buch etwas mehr Spannung, da ich normalerweise Abenteuer- und Fantasyromane lese. Für ein Buch dieser Stilrichtung ist es aber durchaus spannungsvoll geschrieben.