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Die 15 Songs der CD überzeugen durch prächtige, sensible, so gut wie ausschließlich mit akustischen Instrumenten eingespielte Folk- , Country- und Alternative-Country-Klänge. Sie zeichnen das Bild eines sentimentalen, neurotisch melancholischen Menschen. Ein Mann, der ständig im Aufbruch, immer auf der Flucht ist vor der Liebe, vor dem Leben, vor sich selbst. Da ist es schon fast logisch, dass das Album mit einem Abschiedslied los geht: A Kiss Before I Go. Im zweiten Titel, ein mit allen Zutaten der traditionellen Bluegrass-Küche eingspieltes Rührstück, hat er schon alles hinter sich: The End. Und auch wenn er sich, wie beim dritten Track Hard Way To Fall, musikalisch eine fröhlichere Auszeit im Dur-Bereich erlaubt und an Neil Young oder The Band erinnert, bleibt er inhaltlich konsequent auf emotionaler Standspur.
Ein bedauernswerter Kerl? Wohl kaum. Ryan Adams scheint den Trübsinn genießerisch auszukosten wie Oliver Kahn einen gehaltenen Elfmeter. Überdies glaubt man zwischen den Notenzeilen immer wieder parodistische Züge ausmachen zu können. Womöglich bläst er nur zum Spaß Trübsal? Vielleicht weiß es Norah Jones, die ihm bei Dear John die Ehre des Duetts gibt. Gleichermaßen Glanzlicht und Schlußpunkt der CD bildet Willie Nelsons gut abgehangener Schmachtfetzen Always On My Mind. In der Interpretation von Adams & Co. wirkt der Song, als ob für ihn extra geschrieben worden sei. Taschentücher sollten beim Hören jedenfalls in Griffweite sein. Schnief, ist das schön-traurig ... -- Gunther Matejka
Für das atemberaubende Duett "Dear John" holte sich Adams Norah Jones als Duett-Partnerin ins Boot.
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Schon die ersten Takte des Albums machen klar, wohin es diesmal geht: Akustische Gitarre, schepperndes Schlagzeug, dumpf grollender Kontrabass, ab und zu eine Violine und Piano und Pedal-Steel bestimmen. Oft baut sich schon vor den ersten Tönen eine dichte Studioatmosphäre auf, ein Pluspunkt für die Produktion. „Jacksonville City Nights" ist vielleicht Adams ursprünglichstes Album seit „Heartbreaker". Er zeigt hier sein Gespür für die kleinen Risse in der vordergründigen Harmonie, für die überraschende Wendung und die unerwartete Melodiefolge. Dies macht dieses Album für mich so besonders. Einer der Höhepunkte des Albums ist sicher die träge Ballade „Dear John", bei der eine gewisse Nora Jones Piano und Background Vocals übernimmt.
Ich gebe allerdings zu, dass man dieses Album nicht mögen muss. Wer eine Allergie gegen Country-Musik hat und wem sich bei einer Pedal-Steel-Guitar die Fußnägel aufrollen, der sollte die Finger von dieser Platte lassen. Ich aber ziehe meinen (Cowboy-) Hut vor soviel Kreativität!
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