Eintauchen in die Welt der Seefahrt im 19.Jahrhundert. Ein junger Mann wird vom Schicksal auf die "Star" verschlagen und avanciert dort innerhalb weniger Monate zum respektierten Mannschaftsmitglied. Die Reise führt ihn um die halbe Welt. Dabei hat er alle Abenteuer zu bestehen, die man sich für die damalige Zeit ausmalen kann. Die Umrundung von Kap Horn alleine ist schon lesenswert und hat mich animiert, den Atlas herauszuholen. Am Ende entsteht eine eingeschworene Gemeinschaft von rauhen Seeleuten, die ihn nach (etwas unglaubwürdig) kurzer Zeit zu ihrem Führer bestimmt. Ein mehrjährige Robinsonade auf einem Inselatoll bietet dem jungen Jack O'reilly gedankliche Vorbereitung für einen in ihm brennenden Racheplan. Er kann seine Mannschaftsgefährten gewinnen, ihm am Ende auf seiner "Reise nach Havanna" erlittenes Unrecht zu sühnen. Eine wohltuend packende Alternative zu den populären Romanen um Mord & Crime aus unseren Tagen. Ansätze von Sozialkritik (Thema Sklaverei und blinder Gehorsam) ohne altkluge Belehrung. Anfangs störte mich die in's Kraut schießende Phantasie der Autoren, aber je weiter man liest, desto mehr vergisst man den Realitätsvergleich, der eigentlich bei diesem Genre auch überflüssig ist. Ab Seite 100 legt man das Buch nicht mehr aus der Hand.