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Produktinformation
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Das Ergebnis lautet: Bei Jack the Ripper handelte es sich in Wirklichkeit um den impressionistischen Maler Walter Sickert, der im Jahr der Morde -- 1888 -- 28 Jahre alt war. Diese Theorie ist bereits seit einigen Jahrzehnten im Umlauf und beruht auf einer Folge makabrer Gemälde Sickerts. Cornwell hat fast 30 davon aufgekauft und auf Fingerabdrücke untersuchen lassen. Auf einem will sie ein Zimmer wieder erkennen, in dem Mary Kelly, das letzte Opfer des Rippers, ermordet wurde. Außerdem hat sie herausgefunden, dass ein weithin als echt eingestufter Brief des Killers das gleiche Wasserzeichen aufweist wie die Korrespondenz des Malers. Und sie erahnt bei Sickert ein psychologisches Profil, das für einen Serienkiller geradezu maßgeschneidert scheint: Er hatte einen gewalttätigen Vater und war aufgrund eines chirurgischen Eingriffs im Kindesalter vermutlich nicht zeugungsfähig.
Forensische Experten sind über Cornwells Leistungen geteilter Meinung. Die einen halten es immmerhin für möglich, dass sie der Wahrheit auf die Spur gekommen ist, andere schütteln angesichts der Leichtgläubigkeit der Krimiautorin nur den Kopf. Ihr Buch hinterlässt ein ähnlich ambivalentes Gefühl: Einerseits hat sie ausgiebig recherchiert, das Bild der viktorianischen Epoche ist mit großer Sorgfalt gezeichnet. Anderseits springt sie innerhalb der Chronologie allzu sehr hin und her, was zwar dem wirklichen Verlauf ihrer Ermittlungen entsprechen mag, die Lektüre aber unnötig verwirrend macht. True-Crime-Freunde mögen bei diesem Buch auf ihre Kosten kommen. Scarpetta-Fans werden weiter händeringend auf das nächste Abenteuer ihrer Heldin warten. --Felix Darwin
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Spannend, aber...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer war Jack the Ripper? Porträt eines Killers (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Patrica Cornwell entführt einen in das London des 19. Jahrhunderts und läßt einen den Gestank des Elendsviertels der großen Metropole jener Tage förmlich riechen. Leider jedoch springt sie in der Chronologie der Morde und des Lebenslaufs ihres Verdächtigen Walter Richard Sickert dermaßen umher, dass es nahezug notwendig ist, das Buch innerhalb weniger Tage (quasi am Stück) durchzulesen, um den Faden nicht zu verlieren. Durch die Spannung, die sie jedoch immer wieder aufbaut, fällt ebendieses - gottseidank - nicht allzu schwer.Dennoch, wirklich beweisen kann sie die Schuld des Malers Sickert "leider" nicht. Aber wer weiß, vielleicht ja eines Tage, wartet sie doch, nach eigenem Bekunden, noch immer auf einige Untersuchungsergebnisse... Auch bleibt völlig unklar, wie sie überhaupt zu ihrem Verdächtigen gekommen ist, schade, denn gerade dies hätte mich doch sehr interessiert! Ist er doch zu damaliger Zeit niemals verdächtigt worden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schade,...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer war Jack the Ripper? Porträt eines Killers (Gebundene Ausgabe)
dass der Titel des Buches mehr verspricht als sein Inhalt bietet. Es gelingt Cornwell nicht, den Leser von der wahren Identitaet des Rippers zu ueberzeugen. Je weiter man in dem Buch vordringt, desto mehr draengt sich der Eindruck auf, dass Cornwells Jagt auf Walter Sickert von einem regelrechten Fanatismus getrieben wurde. Dabei werden Tatsachen missachtet und/oder verdreht und aussageschwache Untersuchungsergebnisse als stichhaltige Beweise dargestellt. Grund fuer die teils unsachliche "Ueberfuehrung" von Sickert koennte die Tatsache sein, dass Cornwell US-$ 3 Mio. in die Recherchen zum Buch investiert hat und nun ein sensationelles Ergebnis liefern muss, um diese Investition auf Kosten der zahlenden Leser wieder einzuspielen. Cornwell muss man aber zu gute halten, dass sie es versteht, den Leser durch die Strassen des East End des 19ten Jahrhunderts zu fuehren und ihm dabei den Schrecken der grausamen Ripper-Morde bildlich naeher zu bringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ausflug ins Sachbuch-Genre ist nicht gelungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer war Jack the Ripper? Porträt eines Killers (Gebundene Ausgabe)
Die Liste der halbgaren Ermittlungen und vor allem Vermutungen der Krimi-Autorin ist zu lang, um sie hier aufzuschreiben, aber einige Beispiele sollen auch die hartgesottensten Fans -- bitte, bitte, bitte -- von diesem Nicht-Sachbuch fernhalten:a) Wichtige Beweisstücke - Gemälde des Malers und Haupt-Verdächtigen für die Taten namens Sickert - sind nicht abgebildet. Das ist frustrierend, weil die Autorin ständig auf diese Bilder verweist. Der Verlag sollte einen Kunst-Band des einst berühmten Künstlers gratis mitliefern; anders geht's nicht. b) Cornwell führt mehrmals aus, dass heute bessere Untersuchungs-Techniken als damals verfügbar sind. Allerdings ist das Spuren-Material seinerzeit nicht asserviert worden! Was also sollen die Lehrbuch-Exkurse in die heutige Kriminal-Technik und -biologie bedeuten? Und was haben sie mit der Aufklärung der Ripper-Identität zu tun? Eben: nichts. c) Sickert wurde als Kind mehrmals am Penis operiert. Daraus folgert Cornwell, dass der Maler mangels geschlechtlicher Erfüllung einen Hass auf Frauen entwickelte und sich für Anatomie interessierte. Leider kann sie aber weder Erektions-Störungen Sickerts noch das angebliche Hass-Gefühl noch die Lust an Anatomischen auch nur ansatzweise belegen. Trotzdem beharrt die Autorin auf diesen Tatsachen. Warum? d) Im Zusammenhang mit sadistischen Serientaten ist der verstaubte Begriff „Lustmord" unschön und völlig falsch. Mit sexueller Lust haben die Taten des Rippers nichts zu tun. -- Auch eine mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizierte Prostituierte als „wandelnde Seuche" zu bezeichnen, finde ich etwas stark. e) Die Anzahl der Konjunktive ist derart hoch, dass das Werk auch heißen könnte: „Das Buch der Vermutungen". Nichts gegen kriminalistische Hinweise, Indizien und begründete Vermutungen! Cornwell versucht aber bloß, ihre zwar schöne, aber nicht wirklich belegbare Geschichte glaubwürdiger zu machen. „Manche sagen", „andere behaupten", „vermutlich blieb Sickert"; „muss...eine gewaltige Garderobe besessen haben", „wenn Sickerts Skizze...das Gesicht wiedergibt, dann ist Sickert am Tatort gewesen"; „Sickert war sicherlich mit den neuesten Ermittlungsmethoden vertraut"; „wir dürfen voraussetzen...doch selbst wenn das nicht der Fall ist"...usw. usf.. f) Das einzige beweisnahe Informations-Fitzelchen ist die mtDNA an manchen Ripper-Briefen. Sickert soll die Texte mit vielfach verstellter Handschrift geschrieben haben. Könnte sein -- die Briefe und deren textlicher Inhalt sind tatsächlich der einzige halbwegs brauchbare Hinweis in einer ansonsten brüchigen Indizien-Kette. Allerdings fehlt eindeutige Vergleichs-DNA von Sickert, so dass nur Briefumschlag mit Briefumschlag verglichen werden kann. Details zur DNA-Typisierung sind im Buch aber nicht mitgeteilt (außer dass drei Loci übereinstimmen sollen). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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