Dieses Buch hat mir und meiner Familie die Augen geöffnet. Wenn man herausfindet, dass man ein behindertes Kind hat, so gibt man sich leicht selbst die Schuld und die Umgebung macht gleich mit. Vor allem wenn das Kind ansonsten "gesund" scheint, sind viel zu viele Menschen zu schnell der Meinung, dass es ja nur an der schlechten Erziehung durch die Eltern liegen kann.
Wie leicht man dann dazu kommen kann, sich für sein eigenes Kind sogar zu schämen, können sich vermutlich nur Betroffene vorstellen. Und auch Frau Finger, wofür ich ihr sehr dankbar bin.
Wir sind keine schlechten Eltern, nur weil wir ein behindertes Kind haben. Und wir sind auch keine schlechten Eltern, weil wir uns manchmal so hilflos fühlen. Und vor allem sind wir keine schlechten Eltern, weil wir sogar schon daran dachten, unserem Kind etwas an zu tun. - Wir sind gute Eltern, weil wir tagtäglich über uns hinaus wachsen. Wir sind gute Eltern, weil wir Hilfe annehmen können. Und wir sind gute Eltern, weil wir uns jeden Tag 100% mehr um unsere Kinder kümmern müssen, obwohl wir dabei von unserer Umwelt 100% weniger Verständnis, Akzeptanz und Hilfe entgegen gebracht bekommen.
Durch dieses Buch konnte ich wieder sagen, ja, mein Kind ist anders und ich bin stolz darauf!