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Thomas Bernhard
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (15. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518417657
  • ISBN-13: 978-3518417652
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Thomas Bernhard
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aus Anlaß des 75. Geburtstags von Thomas Bernhard erscheint mit Ja ein Prosastück, das sämtliche seiner großen Themen in den weitgespanntesten Denk- und Satzbewegungen präsentiert. Von Tod und Leben, von Wahnsinn und Vernunft, vom Gehen und Denken ist hier die Rede - und damit, wie stets bei diesem Autor, von der Möglichkeit des Überlebens in unseren Zeiten.
Die hier erzählte Geschichte läßt sich kurz zusammenfassen: Ein Naturwissenschaftler, der sich wegen seiner Arbeit drei Monate von allem abgeschlossen hat, besucht"urplötzlich", um sich vor dem Umkippen in den Wahnsinn zu bewahren, einen befreundeten Makler. Die in dessen Haus stattfindende Begegnung mit einem Schweizer Bauingenieur und dessen Lebensgefährtin, einer Perserin, rettet ihn. Allerdings nicht die Perserin: Obwohl der Naturwissenschaftler zunächst als Zuhörer auf gemeinsamen Spaziergängen ihren physischen und psychischen Niedergang aufhält, kann er nicht verhindern, daß sie ihre Ankündigung, sich umzubringen, wahr macht.
In kaum einem anderen Buch erfährt der Leser in derart konzentrierter Form die grundlegende Lebens- und Schreibhaltung des Thomas Bernhard: Es kommt stets darauf an, die sich"urplötzlich"einstellenden"lebensrettenden Augenblicke"zu bestehen, damit sich die bloße Existenz in ein geglücktes Leben verwandelt.

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer das versiegelte Tagebuch 1972 von Hennemaier mit Freude gelesen hat, sollte bei "Ja" voll auf seine Kosten kommen. Bernhard beschreibt die Freundschaft zu Moritz/Hennemaier,dem
"Realitätenvermittler" und unterstreicht mit diesem Werk eindrucksvoll die enge Bindung,die sie für längere Zeit hatten.
"Ja" ist ein ungewöhnlich versöhnende,selbstkritische Érzählung von Thomas Bernhard,der sich immer wieder mit Hilfe des Moritz aus seinem "Eisamkeitskerker" befreien kann.
Ein Buch über die großen Themen.Es geht um die tiefen Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen,um Faszination und Anwiderung,
Schoperhauer und Schubert,Leben und Tod,...und das alles in der Sprache eines Mannes,die ihresgleichen sucht.
Ein Muss für Bernhardfans.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Sarah Krampl TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Thomas Bernhard (1931-1989) erzählt so, dass es einem vorkommt, als würde er einen inneren Monolog nach Außen kehren. Die Sätze sind ineinander verschachtelt, zum Teil sehr lang. Das Geistige schmilzt mit dem Körperlichen zusammen. Körperdetails werden so genau beschrieben, dass man ein genaues Bild von einem Menschen bekommt. "Ja" ist die Geschichte eines Mannes und einer Frau, beide einsam und vom Leben enttäuscht. Er wäre fast verrückt geworden, sie rettet ihn, zumindest scheint es so zu sein. Was der Mann innerlich durchmacht ist gut nachvollziehbar, diese Angst vor dem verrückt werden, dieses sich von der Umwelt absichtlich in die Einsamkeit zurückziehen werden sehr anschaulich beschrieben. Der Protagonist hat ein großes Projekt, er will die Antikörper beschreiben. Je mehr er sich aber von der Umwelt abtrennt, desto weniger kann er sich mit seinem Vorhaben beschäftigen. Er liebt auch die Philosophie, insbesondere Schopenhauer. Die Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn, zwischen pathologischem Denken und Fühlen im Gegensatz zu konzentriertem auf ein Ziel gerichtetes Denken wird in diesem kurzen Roman sichtbar. Bernhard zu lesen bedeutet sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander zu setzen, denn die Themen Tod, Verzweiflung und Ausweglosigkeit sind in seine Werke omnipräsent.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nein 9. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Nein... dies ist nicht einer der besseren Texte von Thomas Bernhard. Gemessen an den großen Bernhard Texten wie "Verstörung", "Der Untergeher", "Das Kalkwerk", "Die Auslöschung"... bleibt dieser kleine Text aus dem Jahre 1978 deutlich zurück. Nur mäßig komisch, nur mäßig tragisch ist der Ablauf des Textes allzusehr vorhersehbar. Von der Kritik als "Schlüsseltext" oft gepriesen, bringt er dennoch kaum etwas zum Verständnis der Person Thomas Bernhards. Die Passagen über Moritz(=Karl Hennetmaier)sind unispiriert und allzu brav. Ein Text für eingefleischte Bernhard-Leser, die meinen unbedingt alles gelesen zu haben müssen.
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Veröffentlicht am 6. Mai 2009 von Rudolf Schlittler
Das muss man sich nicht antun !
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Veröffentlicht am 27. September 2008 von Phillip Ochman
Der beste Bernhard
Für mich ist "Ja" das beste Buch, das Bernhard geschrieben hat. Hier hat die Sprache einen unfassbaren Rhythmus und es schimmert zwischen den Zeilen immer wieder durch, wie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2007 von Die Schröder
Ich habe das Büchlein nach der Hälfte zur Seite gelegt..
Ein Buch wohl ausschließlich für Fans. Bei der Lektüre kam mir unwillkürlich der Begriff "Geschwafel" in den Sinn. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2007 von Heinz-Dieter Beckmann
Geniale Details
Wenn man einmal dem Zauber von Thomas Bernhard erliegt, kommt man an diesem kleinen Büchlein nicht vorbei! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2006 von Andrea Lochmahr
GENIAL
...ich habe mehrere Bernhad Bücher gelesen und bin genau derselben Meinung wie der Autor der Kritik unter der Meinigen!! Lesen Sie weiter...
Am 6. Oktober 2004 veröffentlicht
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