Die Cam im Kunststoffgehäuse ist schön leicht, macht aber keinen billigen Eindruck. Das Display ist nicht sehr hoch aufgelöst, dennoch zeigt es ein klasse Bild. Die Touch-Bedienung erfolgt nicht auf dem Display, sondern darunter und am linken Rand, wo sich eine blau leuchtende Sliding-Schiene befindet. Die Bedienung ist nach kurzer Zeit geübt und macht Spaß. Mit den internen 8 GB-Flash-Speicher kann man sich erstmal austoben. Im XP-Modus, der zweitbesten HD-Auflösung, reicht es hier immerhin für 1 Std. Filmaufnahme. Das Bild der Cam ist meines Erachtens für das Preis/Leistung-Verhältnis brillant! Der "LoLux"-Effekt kommt bei geringer Beleuchtung sehr gut zum tragen, und der quasi geräuschlose 30x-Zoom ist ebenfalls beachtlich. Beim Zoom-Anschlag lässt sich das Bild freihändig kaum still halten, da hilft nur ein Stativ oder eine feste Auflage für die Ellenbogen. Der AIS (Bildstabilisator) ist zum Vorgängermodell zwar verbessert, aber es gibt in der Preisklasse wesentlich bessere. Die Stereo-Tonaufnahme könnte einen Tick empfindlicher sein, ist aber okay. Ein Weitwinkel ist kaum vorhanden, dafür ist der Macro (bis geschätzte 1 cm, fast bis zum Anstoßen an das Objekt) echt der Hit! Wo viel Licht (im wahrsten Sinne) ist, ist auch Schatten: Großes Manko der GZ-HM 330 ist der mickrige Akku, der sich nach knapp einer Stunde Videospaß verabschiedet. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, sich einen 2. Akku zuzulegen (es gibt laut Angabe des Herstellers auch eine länger ausdauernde Variante).
Auf dem Mac (keine kompatible Software für Mac beigelegt) ließen sich die Filme im MTS-Format zunächst lediglich mit dem VLC-Player öffnen, aber: iMovie 09 erkennt die Cam und importiert die Filme problemlos (Die auf den Rechner gezogenen MTS-Dateien erkennt iMovie nicht, am besten, immer direkt aus der Cam importieren). Ebenfalls problemlos bearbeitet mein Mac Mini (2009) das Material, alles läuft flüssig.
Mit dem direkten Anschluß an den Flachbild-Fernie per mitgelieferten Komponenten-Kabel gab es keine Wiedergabe der Rottöne, keine Ahnung warum, auf den importierten Videos ist aber alles in Ordnung. Ich habe noch nicht alles ausprobiert, wie z.B. das eingebaute Licht, die Foto-Funktion usw., jedoch, die hauptsächlichen und wichtigen Funktionen stimmen mich sehr zufrieden.
+ sehr gutes Bild
+ auch bei geringer Beleuchtung
+ beindruckender Zoom
+ super Macro
+ gute Benutzerführung
- Schwacher Akku
- kein (kaum) Weitwinkel
Im Lieferumfang: USB-Kabel, Komponenten- sowie Ton-Kabel, Netzteil, Anleitung für Basis-Funktionen - HDMI-Kabel nur als Extra. Eine sehr detailierte Gebrauchsanweisung gibt es auf der Seite des Herstellers als Download.
Eigentlich wollte ich der Cam in der Bewertung einen Stern abziehen, wegen des schwachen Akkus. Die Freude darüber, dass das Teil auch sehr gut auf iMovie funktioniert, balanciert das aber wieder aus und bringt das Teil für mich dennoch auf 5 Sterne.
Rezensions-Update:
Foto-Funktion: Natürlich ersetzt diese Video-Cam keine moderne Foto-Cam, dennoch macht sie recht gute Full-HD-Bilder, auch der gute Macro kommt dabei wieder zur Geltung.
Bedienung über sog. "Laser-Touch": In diversen Tests wird diese Einrichtung zuweilen bemängelt, ich habe aber überhaupt keine Schwierigkeiten damit. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass diese Lösung wohl nicht jedem zusagt.
Eine zusätzliche 8 GB SD-Karte bringt etwa 1 Std. mehr Aufnahmezeit in der 2. besten HD-Auflösung. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass die Speicherkarte HD-tauglich ist (schnellere Variante).
Erwähnenswert ist noch, dass die Cam über einen automatischen Linsen-Verschluss verfügt; das bieten bei weitem nicht alle Geräte dieser Preisklasse.