Ich konnte die Kamera nun einige Tage testen und muss sagen, dass ich bisher nichts wirklich Negatives gefunden habe. Das Design ist ansehnlich und entspricht dem was derzeit üblich ist.
Ich brauchte für die Inbetriebnahme und das anschließende Filmen und ansehen auf dem HD Fernseher keine Anleitung. Ich weis nicht wie manche auf komplizierte Bedienung kommen, ich konnte dergleichen nicht feststellen.
Die Kamera war voreingestellt auf AVCHD EX, also im AVCHD die höchste Qualitätsstufe, wo etwa geschätzte 10 Stunden und 40 Minuten Filmmaterial in Full-HD auf die interne 80GB Platte passen. Einfach Bildschirm aufklappen und los geht's, auch das ansehen der Aufnahmen war per Knopfruck (den ich ohne die Bedienungsanleitung gut beschrieben gefunden habe) einwandfrei zu bewerkstelligen.
Das Bild welches die JVC GZ-HD30 liefert ist grandios! Gestochen scharfe Bilder in Full-HD (entsprechender Flachbildschirm natürlich vorausgesetzt) in 1920x1080 Pixeln und sehr natürliche Farben. Erst jetzt war mir sehr deutlich vor Augen geführt worden, welche exorbitant schlechten Farben mein alter (1,5 Jahre alt) DV-Camcorder von Samsung lieferte. Wobei ich sagen muss, dass die Samsung Kamera schlechter war als meine ganz alte Panasonic DV aus dem Jahr 2001!
Der Ton der JVC ist sehr angenehm und ausgeglichen. Die Fotos sind brauchbar, aber nicht berauschend. Das stört mich allerdings nicht, denn die Kamera soll VIDEOS machen, und das macht sie wirklich ausgezeichnet. Für Fotos nimmt man eine ordentliche Digicam, die sind dafür bestimmt (eine Digicam nimmt man ja auch im allg. nicht zum filmen)
Wer allerdings Blu-Ray brennen will (und etwas anderes sollte man zum archivieren auch nicht machen) um die volle Full-HD Auflösung ohne Verluste zu behalten sollte AVCHD benutzen. Aktuelle Schneidprogramme unterstützen es schon sehr ordentlich.
Die eingebaute 80GB Festplatte ist vollkommen ausreichend. Über 10 Stunden kann man da in der höchsten Qualitätsstufe in AVCHD aufnehmen. Bei anderen Kameras ohne Festplatte muss man sich erst für teures Geld Speicherkarten zulegen, welches den Kauf deutlich teurer macht.
Die Videos kann man mit Hilfe der mitgelieferten Software überspielen oder einfach 'rüberkopieren'. Die Kamera wird per USB (nicht per Firewire!) an den PC angeschlossen und meldet sich mit 2 Laufwerken an. Einmal die interne Festplatte und als zweites Laufwerk die microSD Karte (so man sie denn überhaupt braucht).
Die AVCHD Videos sind dann als *.MTS Dateien gelistet, die man einfach kopieren kann und im Schneidprogramm einfügen. (getestet habe ich Adobe Premiere Elements 7)
Fazit: für den aktuellen Kaufpreis ist die Kamera uneingeschränkt empfehlenswert.
Man bekommt eine Kamera mit ausgezeichnetem Bild und Ton.
Das Preis/Leistungsverhältnis bei dieser Kamera jedenfalls lässt keine Wünsche offen.