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JR: Roman [Gebundene Ausgabe]

William Gaddis , Marcus Ingendaay , Klaus Modick
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1040 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421044910
  • ISBN-13: 978-3421044914
  • Originaltitel: JR
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,7 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 346.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"William Gaddis is einer der größten amerikanischen Romanciers - durch und durch kompromisslos!" (Don DeLillo )

„Diese furiose Satire zertrümmert den Kapitalismus als virtuelle Hochstapelei, lange bevor schmerzhafte Erfahrungen diese Sicht bestätigt haben.“ (Ilija Trojanow )

"Aus dem Geplapper seiner Figuren erwächst ein Roman, der uns lehrt, wie unsere Ökonomie, ja, unsere Gesellschaft funktioniert. Und dabei glaubt man beim Lesen nur dem Leben selbst zu lauschen." (Ingo Schulze )

Kurzbeschreibung

Klappentext Der elfjährige J R nimmt den amerikanischen Traum beim Wort. Vom Telefon aus spekuliert sich der geniale Sechstkläßler einen riesigen Konzern zusammen, der selbst die Fachwelt in Erstaunen versetzt. Doch die gewaltige J R (Korporation ist ein Papierimperium, geschaffen aus Briefkastenfirmen, Junk bonds und Termingeschäften. Und nicht einmal das Genie J R's kann den freien Fall ins Nichts am Ende verhindern. Die unerbittliche Präzision dieser Satire, ihr genialer Witz und ihre sprachliche Brillanz machen J R zu einem literarischen Ereignis, das in der Weltliteratur ohne Beispiel ist. »J R ist eines der kühnsten und bedeutendsten Unternehmen der zweiten Jahrhunderthälfte. Und es ist eines der komischsten Bücher der neueren Literatur.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »J R - ein Werk, das zu den Klassikern des Jahrhunderts gehört.« Die Woche »Ein einziger Gaddis ersetzt ganze Halbjahresproduktionen.« Die Zeit »William Gaddis' Romane zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Gegenwartsliteratur.« Der Spiegel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rasante Wirtschaftssatire 25. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auch in diesem Buch zeigt sich Gaddis als konservativer Gesellschaftskritiker, der die halt- und im Doppelsinn wertlose moderne Welt anprangert. Während er sich in »Die Fälschung der Welt« hauptsächlich der Kunst und in »Letzte Instanz« vorranging dem Rechtssystem widmet, beschreibt »JR« den galoppierenden Irrsinn von Wirtschaft und Erziehungswesen. Eine Schule will Geld lockermachen für das Pilotprojekt, Kinder ausschließlich über selbstproduzierte Fernsehsendungen zu unterrichten. Das Medium verzerrt alledings in grotesker Weise ebenso wissenschaftliche Ernsthaftigkeit wie zotige Originalität der Lehrer zu einem Werbespot-artigen Einheitsbrei. Derart auf sich gestellt, versuchen die Kinder, sich selbst in der Medienwelt zurechtzufinden. Mit der Kindern eigenen Naivität erkundet der elfjährige JR auf der Basis eines einfachen Reiz-Reaktionsschemas die Möglichkeiten der Börsenspekulation. Während die Alten sich in endlosen Streiereien um Mißverständnisse, Geltungssucht und Versagensangst verstricken, versucht JR die Zusammenhänge so zu begreifen, daß er sie sich nutzbar machen kann. Heraus kommt ein Medien-Homunculus, der vor allem deshalb erschreckend ist, weil er so vertraut klingt. Er bringt komplizierte wirtschaftliche Zusammenhänge in Spielregel-artiger Form auf den Punkt, und gewisse Dinge (wie Disagio) habe ich durch diesen Roman erst verstanden. Noch etwas zur Form: Gaddis schreibt fast ausschließlich Dialog, eine Mikrophonfahrt durch nicht immer einfach zuordnenbares Geschwätz. Das macht das Buch recht schwer lesbar, ermöglicht aber auch viele überraschende und witzige Wendungen. Im Computer-Zeitalter hat sich das wirtschaftlich erfolgreiche Techno-Kid zum neuen Medienklischee entwickelt. Gaddis zeichnet ein genaues Bild dieser Entwicklung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
J.R. 26. Januar 2009
Format:Taschenbuch
Eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Satire auf den Finanzmarkt und seine Mechanismen: Der US-amerikanische Autor William Gaddis hat sie 1975 mit dem Roman 'J.R.' verfasst. Es ist ein Klassiker zum Thema Geld, ausgezeichnet mit dem National Book Award, dem höchsten Buchpreis der USA. 'J.R.' erzählt davon, wie ein elfjähriger Junge vom Schultelefon aus ein milliardenschweres Finanzimperium aufbaut. Was nach einem Schulausflug zur New Yorker Börse als Spiel beginnt, wird zunehmend ernst; der Schüler setzt auf die richtigen Aktien, macht Anleihen, fusioniert Firmen und verursacht am Ende Turbulenzen, die die Finanzmärkte erschüttern.

Die Lektüre ist nicht nur anregend, sondern auch ausgesprochen komisch. Aber die Leser müssen sich auf die ungewöhnliche Erzählform einlassen: Der Roman hat weder Kapitel noch einen Erzähler. Die rund 1.000 Seiten bestehen fast ausschließlich aus Dialogen von zwei Dutzend Stimmen, aus deren Gesprächen entsteht die spannende Handlung. Was anfangs Mühe macht, liest sich zunehmend leichter und unterhaltsamer. Übrigens ist die Namensgleichheit aus der TV-Serie 'Dallas' nicht zufällig, sondern gewollt
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gesprächig 12. Februar 2008
Von Polar
Format:Taschenbuch
Für Gaddis muss man nicht nur Zeit mitbringen, man muss auch zuhören können. Das mag bei einem Roman albern klingen, doch sein Geschichte setzt sich ausschließlich aus Dialogen zusammen, und manchmal ertappt man sich dabei, wie man sich beim Lesen vorstellt, wie jemand etwas gesagt haben könnte. Alles andere liefert Gaddis in seiner wunderbaren Wirtschaftssatire, in der ein Elfjähriger vormacht, wie leicht es einem fällt, Geld zu verdienen. Gaddis Stil ist nicht zu kopieren. Er reißt einen nicht mit einem endlosen Erzählstrom mit, vielmehr geht es hektisch zu. Frage - Antwort, Frage - Antwort, Satz auf Satz: alles in wörtlicher Rede. Meisterhaft geschrieben, doch man muß als Leser aufpassen, darf den großen Faden nicht verlieren, um alle Nuancen mitzubekommen. Nichts also für den Nachttisch, eher was für ein Glas Wein und einen amüsanten Abend mit einem dicken Buch in der Hand, bei dem man sich vorkommt, als würden da zwei hinter dem eigenen Rücken miteinander reden und man selbst höre ihnen fasziniert zu.
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