Für Gaddis muss man nicht nur Zeit mitbringen, man muss auch zuhören können. Das mag bei einem Roman albern klingen, doch sein Geschichte setzt sich ausschließlich aus Dialogen zusammen, und manchmal ertappt man sich dabei, wie man sich beim Lesen vorstellt, wie jemand etwas gesagt haben könnte. Alles andere liefert Gaddis in seiner wunderbaren Wirtschaftssatire, in der ein Elfjähriger vormacht, wie leicht es einem fällt, Geld zu verdienen. Gaddis Stil ist nicht zu kopieren. Er reißt einen nicht mit einem endlosen Erzählstrom mit, vielmehr geht es hektisch zu. Frage - Antwort, Frage - Antwort, Satz auf Satz: alles in wörtlicher Rede. Meisterhaft geschrieben, doch man muß als Leser aufpassen, darf den großen Faden nicht verlieren, um alle Nuancen mitzubekommen. Nichts also für den Nachttisch, eher was für ein Glas Wein und einen amüsanten Abend mit einem dicken Buch in der Hand, bei dem man sich vorkommt, als würden da zwei hinter dem eigenen Rücken miteinander reden und man selbst höre ihnen fasziniert zu.