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JPod [Gebundene Ausgabe]

Douglas Coupland , Clara Drechsler , Harald Hellmann
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

August 2011
Die Welt von "JPod" ist schamlos, verquer und schwindelerregend rasant.
"JPod" ist ein durchgeknallter Roman über sechs Kollegen, die in einer bizarren Spiele entwicklungsabteilung kaserniert sind, und über die Auswüchse unserer zeitgenössischen Angestelltenwelt. Mit bitterbösem Humor und unterhaltsamer denn je wirft Douglas Coupland einen Blick auf unser seltsames 21. Jahrhundert."JPod" ist ein durchgeknallter Roman über sechs Kollegen, die in einer bizarren Spiele entwicklungsabteilung kaserniert sind, und über die Auswüchse unserer zeitgenössischen Angestelltenwelt. Mit bitterbösem Humor und unterhaltsamer denn je wirft Douglas Coupland einen Blick auf unser seltsames 21. Jahrhundert.
Ethan Jarlewski und fünf popkulturversehrte Kollegen, deren Nachnamen
ebenfalls mit "J" anfangen, hocken Tag für in Tag in JPod, einer hermetisch
abgeriegelten architektonischen Vorhölle, die Teil einer riesigen
Spieldesignfirma ist.
Die JPodder liegen mit ihrem Marketingteam im Clinch, das
sie Tag für Tag mit der Forderung nach idiotischen Änderungen an ohnehin schon
idiotischen Spielen quält. Privat wird Ethan derweil durch so unterschiedliche
Phänomene wie mordende Mütter, Menschenschmuggel und chinesische Illegale, die
seine Wohnung besetzen, auf Trab gehalten. Douglas Coupland zeigt sich einmal
mehr als satirisch souveräner Exeget unserer heutigen Massenkultur. Ethan Jarlewski und fünf popkulturversehrte Kollegen, deren Nachnamen
ebenfalls mit "J" anfangen, hocken Tag für in Tag in JPod, einer hermetisch
abgeriegelten architektonischen Vorhölle, die Teil einer riesigen
Spieldesignfirma ist.
Die JPodder liegen mit ihrem Marketingteam im Clinch, das
sie Tag für Tag mit der Forderung nach idiotischen Änderungen an ohnehin schon
idiotischen Spielen quält. Privat wird Ethan derweil durch so unterschiedliche
Phänomene wie mordende Mütter, Menschenschmuggel und chinesische Illegale, die
seine Wohnung besetzen, auf Trab gehalten. Douglas Coupland zeigt sich einmal
mehr als satirisch souveräner Exeget unserer heutigen Massenkultur.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Tropen Bei Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl (August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608501037
  • ISBN-13: 978-3608501032
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 58.908 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Douglas Coupland ist einer der verlässlichsten Deuter dieser Welt.« Kilian Trotier, Die Zeit, 10.11.2011 »Es ist keinen Moment berechenbar, ständig einen halben Meter voraus und schlägt alle altbewährten Gesetze wirkungsvoller Plotentwicklung in den Wind, bis auf die eine Regel, dass immer alles sehr viel schlimmer kommt, als Leser und Figuren es vermuten. ... Uns zu erklären, wie die Programmierer funktionieren, dafür haben wir glücklicherweise Douglas Coupland.« Andrea Diener, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2011 »Coupland bürstet diesen Roman so dreist gegen den Strich wie Harald Schmidt einst das Late-Night-Format. ... Ein ungezügeltes Spiel mit Worten, Identitäten und Kulturfragmenten: makaber, betont zeitgeistig, politisch unkorrekt, anmaßend, aber vor allem verdammt witzig.« Stefan Volk, Berliner Zeitung, 03.11.2011 »Eine Popsatire auf die von Marketing, Machos und Management manipulierte Arbeits- und Warenwelt ...« Norbert Mayer, Die Presse, 27.08.2011 »Arbeit und Freizeit sind in der Welt von "JPod" gleichermassen sinnentleert, aber gleichwohl auf verquere Weise lustig. Und der Spass wird noch dadurch erhöht, dass sich der Autor in Hitchcockscher Manier auch einige eigene Auftritte gönnt.« Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 04.09.2011 »... ein brillanter Roman, der einem die Generation IT extrem intensiv nahebringt. ... Coupland hat mit "JPod" einen Roman geschrieben, der wie kaum ein anderer zuvor die unmittelbaren Effekte des Internets auf unser Leben einfängt.« Thomas Thelen, Aachener Zeitung, 24.09.2011 »Besser, man nennt Douglas Coupland einen Archäologen der Zukunft: Der 50-Jährige sichert die Spuren unserer Alltagskultur, bevor wir sie von bloßem Auge sehen können.« Florian Keller, Tages-Anzeiger, 10.10.2012 »Geschrieben mit viel Witz, Ironie und jeder Menge Popkultureller Anspielungen.« - mezzomix »"JPod" ist verwirrend, humorvoll, belustigend, liebenswürdig und seltsam zugleich.« - hemera »Ein unbeschreibliches Buch.... im wahrsten Sinne des Wortes!« - Carriecat Quelle: Lovelybooks

Klappentext

Ethan Jarlewski und fünf popkulturversehrte Kollegen, deren Nachnamen ebenfalls mit »J« anfangen, hocken Tag für in Tag in JPod, einer hermetisch abgeriegelten architektonischen Vorhölle, die Teil einer riesigen Spieldesignfirma ist. Die JPodder liegen mit ihrem Marketingteam im Clinch, das sie Tag für Tag mit der Forderung nach idiotischen Änderungen an ohnehin schon idiotischen Spielen quält. Privat wird Ethan derweil durch so unterschiedliche Phänomene wie mordende Mütter, Menschenschmuggel und chinesische Illegale, die seine Wohnung besetzen, auf Trab gehalten. Douglas Coupland zeigt sich einmal mehr als satirisch souveräner Exeget unserer heutigen Massenkultur.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gott ist eine Anwendung im Dock von Window Maker..... 13. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
......oder doch eine schnelle XML-Bibliothek für Java? Vielleicht ein Dienstprogramm zum Konfigurationsbackup? Oder gar alles zusammen und noch mehr?

Zumindest ist klar, in welcher Welt Jpod spielt. Coupland siedelt sein neuestes Werk (dass sich einer Typisierung in Form gewohnter Genres rasch entzieht) mitten hinein in die Welt der Ipods, Computer, des Internet und was alles dazugehören mag, vor allem an Nutzern und Betreibern dieser Welt.
Ethan Jarlewski ist Spieledesigner. Kein sonderlich glücklicher, nebenbei. Das ist allerdings noch nicht einmal die halbe Miete, denn auch ansonsten erinnert sein alltägliches Leben zur Zeit, wie Coupland es schildert, eher an teils bitterböse Satiren denn an ein einigermaßen geregeltes Leben. Immer wieder unterbrochen von sprachlichen Verwirrungen allererster Güte führt Coupland mittels der Figur Ethan ein in einen übersteigerten, letztlich vielleicht doch ganz normalen Wahnsinn modernen Lebens. Zumindest alles, was der 'Generation Web 2.0' in übersteigerten Beschreibungen Spaß macht, macht auch das Leben des Ethan und seiner Kollegen aus.

Junk Food (Subway Diäten), ebay, google, das Web an sich, die hippen Fernsehsendungen, alles, was eben gerade in ist (und nicht funktioniert). Eine Existenz der Moderne auf einfachster, konsumorientierter Ebene mit all dem Spielzeug, mit dem man sich die Zeit ein wenig vertreiben kann. Zur Zeit sind die Designer damit beschäftigt, für ein weiteres, nichtssagendes Spiel per Auftrag einen mitreißenden Charakter zu entwickeln.

Allerdings, so ganz wird sich Ethan auf diese Aufgabe nicht konzentrieren können. Seine Mutter bringt einen Rocker um. Ein chinesischer Gangster entfaltet sich als Tanzlöwe und zwischendrin dreht sich die Geschichte auch ein wenig um einen Schriftsteller, der Douglas Coupland genannt wird. Im Buch, versteht sich.

Wer bei all dem einen roten Faden, eine durchgehende Geschichte erwartet, der wird viel Geduld aufbringen müssen, denn Coupland folgt scheinbar jedem seiner spontanen Gedanken (und verlässt ihn ebenso schnell wieder). Selbst in den Momenten, in denen so etwas wie Selbsterkenntnis der Protagonisten durchscheint ('Ich fühle mich so alt....) verliert sich der Gedanke rasch wieder in der Betrachtung von Hustensafträuschen. Und als von einem Blaubeerkuchen die Rede ist, den Ethans Mutter mitgebracht hat, samt Stoffserviette, da wird es doch zu intim und das Gespräch lieber abgebrochen. Es bleibt eben bei Vitamin T (wie Tratsch). Alles andere könnte dann doch zu persönlich und damit gefährlich werden.

In sprühender Sprache und höchst satirisch lässt Coupland letztendlich im Buch die unglaubliche Banalität des modernen Lebens vor den Augen des Lesers Revue passieren. Mit Charakteren, die außer einem 16 Stunden Arbeitstag so gut wie nichts interessantes aufzubieten haben und lieber im 'Jpod' sitzen bleiben, weil sie 'da draußen' nichts wirklich erwartet. Ein Leben, das nur darauf angelegt ist, die bewusste Zeit zwischen Leben und Tod möglichst kurzweilig und ohne allzu tiefes sinnieren verstreichen zu lassen und sich dabei der Hilfe all der kleinen, modernen Errungenschaften bedient, die den Tag zwar nicht wertvoller, die Stunden aber kürzer machen. Welch wunderbar in den Raum geworfenes Ende, dass ENDLICH Abhilfe geschaffen wird und statt der Spieleschmiede 'Jpod' nun 'DGLOBE' das Maß der Dinge ist. Und doch wird sich auch mit Dglobe nichts ändern, der Leser ahnt es über das Ende des Buches hinaus.

Ein Buch voller verklausulierter und dennoch treffender Beobachtungen einer Welt, die sich quasi selber in Bedeutungslosigkeit auflöst. Voller Charaktere, die sich selber sicher für völlig 'normal' halten, dem Betrachter aber als durchgehend verrückt erscheinen (auch ein Bild einer modernen Welt, in der Menschen als 'Insulaner' nur mehr eigenen Regeln folgen und ein sozialer Abgleich an sich schon anrüchig wirkt (und zu anstrengend). In einem Stil verfasst und geschrieben, dem man sich als Leser allerdings tatsächlich mit Anstrengung stellen muss und der einem genauso den Kopf verdrehen kann, wie die Frage, was in all den Angeboten des Alltages sinnvoll sein mag und was nicht. Zu Empfehlen vor allem für Coupland Geübte (und solche, die einen ersten Blick auf die Form seiner Kunst zu werfen gedenken).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen JPot 10. Oktober 2011
Von Leser
Format:Gebundene Ausgabe
Ein starkes Buch, für Leute mit ein wenig Humor, eigentlich unerlässliche Pflichtlektüre.
Ein ungeheuer witziges Plädoyer das Leben nicht todernst zunehmen.
Ich habe selten so herzlich gelacht. Die Figuren sind einerseits wunderbar real und wieder derart überzeichnet, dass nichts übrigbleibt, als ihnen in ihren Kreis zufolgen und an ihren Fährnissen teilzunehmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Original erschien "JPod" bereits 2006. Wenn es nun so lange gedauert hatte, bis eine deutsche Übersetzung auf den Markt kam, könnte dies auch daran liegen, dass es tatsächlich nicht das beste Buch des kanadischen Schriftstellers ist, der übrigens auf einem NATO-Stützpunkt in Deutschland zur Welt kam.

Wer den Stil von Douglas Coupland mag und die englische Sprache nicht sehr gut beherrscht, wird die deutsche Übersetzung dankbar annehmen. Wenn er "JPod" jedoch mit früheren Werken wie "Generation X", "Shampoo Planet" oder "Microserfs" vergleicht, wird nicht nur auf stilistische Wiederholungen stoßen, sondern auch den roten Faden vermissen. Und doch lohnt sich die Lektüre. Denn es gibt wohl nur wenige Autoren, die so wilde Gedankenspielereien unternehmen, ihre Leser zu so absurden inhaltlichen Ausflügen verführen und die merkwürdigsten Puzzleteile zu einem Bild zusammenbringen.

Der Hauptfigur Ethan bürdet Douglas Coupland allerdings zu viel auf. Alle Szenen in eine Ordnung zu bringen, die der Leser nachvollziehen kann, schafft Ethan jedenfalls nicht. Aber das wäre auch nicht seine Aufgabe, sondern die seines Schöpfers. Wenn mir die Lektüre jeweils zu anstrengend wurde, stellte ich mir eine Audiofassung vor, die von einem der vielen guten deutschen Schauspieler gesprochen wird. Manchmal half diese Vorstellung, manchmal bewirkte sie das Gegenteil.

Als Leser, der sich noch immer fragt, ob seine Talente eher im visuellen oder im sprachlichen Bereich liegen, bin ich natürlich vom eigenwilligen Stil Couplands begeistert. Es macht einfach Spaß, wenn auf Sätze wie "Halten Sie eine Sammelbüchse oder einen Geldumschlag bereit. Er oder sie wird Sie nie wieder behelligen. Es funktioniert." zuerst drei Seiten Dollarzeichen und danach eine Seite "Rahmen-Nudeln" folgen. Wer mit solchen Spielereien nichts anfangen kann, wird schon vor Beginn des ersten Teils aufgeben und nicht erfahren, warum die Subway-Diät Gesetz ist.

Mein Fazit: Auch wenn ich dieses 2006 erschienene Buch von Douglas Coupland nicht für sein bestes halte, liegt es mir fern, ihn für das Fehlen eines roten Fadens abzustrafen. Und da ich bereits seit einigen Jahren kein schlechtes Gewissen mehr habe, wenn ich verwirrende, schlechte oder uninteressante Textpassagen überlese, konnte ich mich einfach über all die Szenen, Ideen und Überraschungen freuen, die nur Douglas Copland bieten kann. Wer eine Inhaltsangabe vermisst oder sich mit Literatur dieser Art allgemein schwer tut, kann sich die Lektüre von JPod sparen.
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