Die Problemstellung dürften viele kennen:
Induktionsplatte gekauft, weil die Technik Energie-Ersparnis verspricht, aber kein induktionsfähiges Kochgeschirr vorhanden (was mir aber beim Kauf bewußt war).
Lösungsmöglichkeiten: Eine Adapterplatte besorgen und das alte Kochgeschirr weiterbenutzen oder induktionsfähiges Kochgeschirr zulegen.
Nun, ich habe beides getan und getestet. Hier ist das Ergebnis:
Test: Die für mich häufigste Anwendung: Nudeln kochen. Dazu habe ich 3 gute Hand voll Fusilli in die Pfanne gegeben, Salz drüber und die Pfanne etwa halb voll mit Wasser gemacht (so, daß die Nudeln komplett unter Wasser sind). Dann so lange erhitzen, bis sich die ersten deutlichen Sprudel bilden und dann die Energiezufuhr abstellen. Den Rest erledigt die Zeit und die vorhandene Wärme im Wasser, d.h. ca. 15-30 min. ziehen lassen (mit Deckel).
Die Kandidaten: meine alte Edelstahl-Pfanne und eine Rohe Barola (http://www.amazon.de/Rohe-Germany-202012-24-Bratpfanne-Edelstahl/dp/B001O2R86M/ref=sr_1_14?ie=UTF8&qid=1290961709&sr=8-14). D.h. jeweils 24cm Durchmesser, jeweils aus Edelstahl, also bis auf den Induktionsboden quasi gleich. Die alte Pfanne wurde einmal auf einer herkömmlichen Platte erhitzt und einmal mittels dieser Adapterplatte auf der Induktionplatte. Die Rohe-Pfanne habe ich bisher nur auf der Induktionsplatte getestet.
Gemessen habe ich mit dem Stromkostenmessgerät Tevion GT-PM-04.
Hier die Messergebnisse:
Herkömmliche Edelstahlpfanne:
1. Auf herkömmlicher Herdplatte: Leistungsaufnahme ca. 2000-2231W, Dauer ca. 5:57, Stromverbrauch ca. 183Wh
2. Auf Induktionsplatte mit Adapterplatte: Leistungsaufnahme ca. 1938-1991W, Dauer ca. 6:25*, Stomverbrauch ca. 166Wh
Rohe Induktions-Edelstahlpfanne:
Leistungsaufnahme ca. 1938-1991W, Dauer 4:10, Stromverbrauch ca. 125Wh
* Nach ca. 4:30 bis 5:00 hat sich die Induktionsplatte abgeschalten (Schutzmechanismus) und ich mußte sie aus- und wieder anschalten. Das hat sich dann noch 2 Mal wiederholt bis das "Kochziel" erreicht war. Daher habe ich 10 Sek. abgezogen, weil in der Zeit ja kein Strom geflossen ist. Das scheint mir das Problem zumindest dieser, vielleicht aber auch aller Adapterplatten zu sein, daß sie eine Notabschaltung verursachen. Es könnte auch daran liegen, daß die Adapterplatte deutlich größer ist als der Boden der verwendeten Pfanne und dadurch diese Notabschaltung verursacht wird. Eventuell gäbe es das Problem nicht mit einer Pfanne, deren Boden in etwa dieselbe Größe hat wie die Adapterplatte.
Wie auch immer, der Test zeigt für meine Anwendungsanforderungen, daß
1. Eine Induktionsplatte durchaus Energie sparen kann.
2. Eine Adapterplatte funktioniert und herkömmliches Kochgeschirr weiter verwendet werden kann.
3. Das beste Ergebnis aber mit induktionsgeeignetem Kochgeschirr erreicht wird.
Und was die Adapterplatte anbelangt: Ich hatte vor dem Kauf einige Rezensionen und Kundenberichte zu verschiedenen Adapterplatten gelesen, sodaß es mich nicht überraschte, daß die Induktionsplatte den Überhitzungsschutz aktiviert hat. Ich habe (noch) keinen Test mit einer größeren Pfanne durchgeführt, gehe aber vorerst davon aus, daß es entweder daran liegt, daß die verwendete Pfanne quasi zu klein für die Adapterplatte ist oder es eine grundsätzliches Problem von Adapterplatten ist.
In sofern bin ich nicht wirklich enttäuscht, zumal ich anderswo recht günstig an die Adapterplatte gekommen bin. Wenn ich mir die Preise von anderen Adapterplatten ansehe, dann würde es mich schon deutlich mehr stören, wenn dieses Problem auch bei diesen auftreten würde (was ich nicht weiß).
Ich bin also relativ zufrieden mit dieser Adapterplatte, weil sie erlaubt, auch nicht-induktionsgeeignetes Kochgeschirr auf Induktionsplatten zu verwenden. Für dauerhafte Verwendung einer Induktionsplatte würde ich aber auf jedenfall lieber zu echtem Induktions-Kochgeschirr greifen.