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Oliver Stone nähert sich dem historischen Ereignis des 20. Jahrhunderts, das wahrscheinlich mehr Romane und Filme inspiriert hat als jedes andere, aus der Sicht eines Ermittlers an, der versucht, Licht ins Dunkel zu bringen und die wahren Hintergründe der Schüsse in Dallas aufzudecken. Kevin Costner spielt Jim Garrison, den damaligen Staatsanwalt von New Orleans. Da sich Lee Harvey Oswald (Gary Oldman), der laut des Berichts der Warren-Kommission ein verrückter Einzeltäter war, eine Zeit lang in New Orleans aufgehalten hat, beginnt Garrison mit seinen Leuten auf eigene Faust zu ermitteln. Das Ergebnis seiner Besessenheit ist der bis heute einzige Prozess, in dem jemand wegen Verschwörung zur Ermordung Kennedys angeklagt wurde.
Natürlich ist JFK erst einmal das Produkt des großen Traumas, des Vietnam-Krieges, für den Kennedy hier sterben musste, sowie der ausufernden Verschwörungsideen seines Regisseurs. Aber Stone findet zu einer poetischen Wahrheit, die letztlich stärker und wichtiger ist als alle historisch belegbaren Fakten. Mit seinen Filmen ist es wie mit den Dramen Shakespeares, erst in der Bearbeitung eines Künstlers offenbart die Geschichte ihren eigentlichen Kern. Wenn Nixon Stones Richard III. ist, dann ist JFK sein Julius Cäsar. --Sascha Westphal
Die Atmosphäre des Films ist fantastisch. Man fühlt sich sofort 40 Jahre zurückversetzt und mit welcher Dramatik und Detailverliebtheit der Kennedy Mord aufgearbeitet wird ist wohl einzigartig! In dem Film stecken soviele wichtige Informationen, dass man ständig aufpassen muss und trotzdem versteht man einiges erst beim zweiten, dritten oder vierten Mal.
Fazit: Ein Film mit großem geschichtlichen Wert, den jeder gesehen haben sollte. Gäbe es 10 Sterne, so würde ich 10 Sterne vergeben.
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