Kurzbeschreibung
Mit der vorliegenden Ausgabe werden zjm 250 Geburtstag des Berliner Hofkapellmeisters Johann Friedrich Reichrdt (1752 - 1814) die aus einer weit umfangreicheren Korrespondenz erhalten gebliebenen 62 Briefe vorgelegt, die er im Zeitraum von 1789 bis 1810 mit Goethe gewechselt hat. Sie spiegeln das weite Spektrum an musikästhetischen, literarischen und politischen Themen, von denen beide kongeniale Partner zu Zeiten einschneidender Paradigmenwechsel als Folge der Ereignisse der Französischen Revolution bewegt waren.
Über den Autor
Johann Friedrich Reichardt (1752 - 1814), war Komponist, Kapellmeister, Kritiker und Reiseschriftsteller. Als 20-jähriger Konzertreisen durch Deutschland und Böhmen. 1775 als königlicher Kapellmeister von Friedrich dem Großen an den preußischen Hof berufen. Entlassung 1794 ohne Pension. Übersiedlung nach Giebichenstein bei Halle, wo sein Gut ein bekannter Künstler-Treffpunkt wurde. Er hinterließ eine eindrucksvolle Korrespondenz von seinen großen Reisen, u. a. nach Frankreich und Italien.Johann Wolfgang von Goethe geboren am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gestorben am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.Volkmar Braunbehrens, geboren 1941 in Freiburg/Breisgau; Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in München, Heidelberg und Berlin. Wissenschaftlicher Assistent an der FU Berlin, 1982 Habilitation über Goethes 'Egmont'. 1976 - 1981 Leitung der Galerei am Syvignyplatz in Berlin und Redaktion der 'Berliner Hefte'. Lebt seit 1981 als freier Autor in Freiburg. Buchveröffentlichungen.Gabriele Busch-Salmen, bis 1992 Professorin für Quer- und Traversflöte an der Hochschule "Mozarteum" Salzburg/Innsbruck.1999-2001 Vertretung des Lehrstuhls für Musikwissenschaft an der Universität Bremen, Rundfunk- und Fernsehautorin.