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Produktinformation
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Tom Shippey ist Mediävist und als Nachfolger auf Tolkiens eigenem Lehrstuhl in Oxford bestens mit dessen Arbeits- und Denkweise vertraut. Akribisch und kenntnisreich legt er offen, worin Tolkiens fantastische Welten ihren Ursprung nahmen -- in der Bedeutung der Wörter. Dass beispielsweise das deutsche "Zwerg" und das englische "dwarf" auffallend ähnlich klingen, weist auf einen gemeinsamen Ursprung in einer älteren Sprache hin -- und damit auf ein Wesen, dass bis heute noch in unserem kollektiven Bewusstsein existiert. Diese Urgründe der menschlichen Geistesgeschichte wollte Tolkien ausloten, als er einer modernen Welt die verlorenen Mythen zurückzugeben versuchte.
Von diesem Ursprung ausgehend beschreibt Shippey die Entstehung von Der Hobbit und den Werdegang der größeren Geschichte. Einer Analyse der Handlung und ihrer verschiedenen Sprachebenen folgen Kapitel über die "Auffassungen des Bösen" und die mythische Dimension von Der Herr der Ringe. Kapitel über Das Silmarillion und die kürzeren Arbeiten Tolkiens beschließen den Band.
Trotz der vielen sprachwissenschaftlichen Details schreibt Shippey verständlich und unterhaltsam und ist damit einer breiten Leserschaft zugänglich. Kein Tolkien-Fan wird der Versuchung widerstehen können, all die heiß geliebten Geschichten und Figuren einmal in dieser analytischen Sichtweise verstehen zu lernen -- und damit vielleicht eine Antwort auf die Frage zu finden: "Was ist es eigentlich, was mich dieses Buch wieder und wieder lesen lässt?" Shippey bietet eine erhellende Sichtweise und zugleich eine Liebeserklärung an den "Autor des Jahrhunderts". --Birgit Will
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beste erhältliche Sekundärliteratur,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: J. R. R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Gibt es denn nur den Müll, der mit der Filmwelle mitangeschwemmt wurde? Nein, man findet tatsächlich noch gute Sekundärliteratur zu Tolkien, und von all dem, was ich bisher gesehen habe ist dieses Buch mit Abstand das beste.Tom Shippey, der heute Tolkiens ehemaligen Lehrstuhl besetzt, legt hier die Summe seiner Forschungen vor. Das Buch gliedert sich in ein einführendes Kapitel, eines über den Hobbit, drei über den HdR, eines über das Silmarillion, eines über kürzere Werke und ein Schlusswort. Im ersten Kapitel findet sich auch ein Kurzüberblick über Tolkiens Leben, seine Person und seine literarischen und märchentheoretischen Vorstellungen. Dennoch empfehle ich zuvor Humphrey Carpenters Biographie zu lesen, wo diese Punkte wesentlich tiefer behandelt werden. Auch wenn Shippey sein Lieblingswort "Anachronismus" alleine im Kapitel über den Hobbit mindestens 50 mal benutzt (und das meine ich wörtlich) so wird dank seiner (manchmal witzigen) Sprache das Buch trotz des wissenschaftlichen Stoffes nie langweilig. Nach der Lektüre dieses Buches hatte ich wirklich ein wenig das Gefühl, Tolkiens Bücher (vor allem den HdR) zuvor mit verschlossenen Augen gelesen zu haben. Natürlich, die vielen philologischen Details kann der Durchschnittsleser nicht erkennen, aber auch hinter der Oberfläche der Handlung und des Gesprochenen liegt noch vieles, das dem Werk eine Tiefe verleiht, die man gar nicht erwartet hätte. Besonderes Augenmerk richtet der Autor auf die Darstellung und die Idee des Bösen. Auch Tolkiens Quellen in Werken von Shakespeare, nordischer Mythologie oder der Bibel werden behandelt, sowie im ersten und letzten Kapitel Tolkiens Rolle in der Literatur des 20. Jahrhunderts und die vielen Kritiken, die er erdulden musste. Alles in allem ein Sekundärbuch, das nahezu alles erfüllt, was man sich von einem solchen erhoffen könnte. Weshalb denn nur vier Sterne? Nun, es gibt einige Wehrmutstropfen. Das Kapitel über das Silmarillion scheint nur der Vollständigkeit halber hier zu sein, und Shippey hatte wohl alle Mühe es zu füllen. In diesem Kapitel wiederholt er schon gesagtes, erzählt Sachen die nichts mit dem Silmarillion zu tun haben, fasst, damit wenigstens etwas da ist, Geschichten aus dem Silmarillion zusammen und stellt fest, dass es komplizierte familiäre Beziehungen zwischen den verschiedenen Personen gibt (wer hätte das gedacht!). Die Übersetzung von Krege ist, soweit ich das beurteilen kann, recht gelungen. Ein paar kleine Patzer wollen wir ihm verzeihen, so übersetzt er beispielsweise "Animal Farm" abwechslungsweise mit "Farm/Republik der Tiere". Bei Zitaten aus dem HdR verwendet er natürlich immer seine Version, weshalb man dann "das Balrog" und seine unsäglichen Apostrophierungen lesen muss, aber das soll ja niemanden vom Kauf dieses Buches abhalten. So, das ist jetzt etwas viel negatives geworden, dennoch, das gute überwieg klar, und ich kann Ihnen dieses Buch nur wärmstens empfehlen, etwas besseres werden Sie nicht finden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
für Fans SEHR interessant,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: J. R. R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Hierbei handelt es sich nicht, wie man annehmen könnte, um eine Biographie Tolkien. Nein, es geht um die Entstehung von Mittelerde und seiner fantastischen Bewohner. Der Autor gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte seiner berühmtesten Bücher und die langsame Entwicklung der Charaktere, und wie das alles von Ereignissen in Tolkiens Leben beeinflusst wurde. Für Fans ist dieses Buch wirklich empfehlenswert! Wussten Sie zB dass der Zwerg Thorin Eichenschild ursprünglich den Namen Gandalfs tragen sollte, und umgekehrt??
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