Dieses Buch ist sehr interessant aber man muss sich die Fähigkeit bewahren, die Fakten herauszufiltern.
Der Autor interpretiert jede Handlung von Schrempp in höchstem Maße unsachlich nach seinem Schwarz-Weiß-Schema. Muss Schrempp Mitarbeiter entlassen, wird er als rücksichtslos beschimpft, will er keine entlassen und sucht nach anderen Möglichkeiten, wird er als Versager beschimpft. Bei den Punkten, die beweisen, dass Schrempp eben nicht der Sozial-Rambo ist, wie ihn die Gewerkschaftsvertreter gern als Feindbild aufgebaut haben, werden die Handlungen in dem Buch heruntergespielt. Schrempp hat sich (und tut das auch heute noch) z.B. für die wirtschaftliche Wende und Stärkung Afrikas eingesetzt und hat ebenfalls damals als Chef der Südafrika-Niederlassung zur Abschaffung der Apartheid beigetragen. Das wird im Buch auf 3 Seiten abgehandelt und als Spielerei lächerlich gemacht.
Ich denke, dem Buch kann man 2 Dinge entnehmen:
1. interessante Fakten über das Leben und die Arbeit Schrempps
2. die Komplexe des Autors und seine Unfähigkeit, die Realität so zu sehen, wie sie ist