Ein wirklich gelungenes Buch, welches den Lesern einen tiefgreifenden Einblick hinter die Kulissen gibt. Das Buch handelt von dem vierfachen Kindermörder Jürgen Bartsch, der in den 60er Jahren vier Kinder in eine "Höhle" gelockt, dort gefoltert und ermordet hat. Doch wird nicht nur von den schockierenden Greultaten der "Bestie" Jürgen Bartsch erzählt, sondern überwiegend auch von dem Menschen, der er war, von seinem Leben, seinem eigenen Leidensweg. Dies macht die Erzählung so fassungslos und zugleich traurig, da trotz der grausamen Taten, die er beging, der Leser hin- und hergerissen wird zwischen Ekel, Wut, Verzweiflung und Mitleid. Denn niemand wird als "Mörder" geboren, sowohl die eigene "Familie" als auch die Gesellschaft tragen den wohl größten Teil dazu bei, daß es Menschen gibt, die zu Mördern werden. Eine durch und durch mitgreifende Erzählung, die zum Nachdenken anregt. Hätte die Familie des Jürgen Bartsch ihn damals ein wenig mehr (oder überhaupt) geliebt, beigestanden und geholfen... vielleicht wären all die schrecklichen Morde nicht passiert.