Er wird belächelt, verspottet, oftmals beschimpft, oder einfach nur toleriert. Fast jeder kennt seinen Namen, und wer ihn nicht gelesen hat, sagt meist wie aus der Pistole geschossen "Er ist ja sehr umstritten."
Dieses Buch war mein erstes von Erich von Däniken, und hatte es auch innerhalb von zwei Tagen durch.
Um zu sehen, dass mit unserer Geschichtsschreibung, vor allem mit der religiösen, etwas nicht stimmt, dafür braucht man keinen Abschluss in Archäologie. Das Universum um uns, soweit wir es kennen, legt eine beispiellose Perfektion und Gleichgültigkeit offen; es kennt kein Gut und Böse. Ein Schöpfer dieses gewaltigen Dinges kann per Definition nicht anders beschaffen sein als sein Wirken. Alleine aus dieser Logik heraus schliesst sich der biblische "Gott" als Schöpfer selbst aus. Eine wahre Schöpferkraft, eine gleichgültige und unparteiische, pickt sich keinen einzelnen Planeten heraus, und schon gar kein einzelnes Volk, und lässt es auch keine blutigen Taten vollbringen.
Nur eine Zivilisation, die so lange unter der Fuchtel dogmatischer Religionen pseudofreie Denkstrukturen entwickelt hat, ist in der Lage, extraterrestrisches, intelligentes Leben kategorisch auszuschließen.
Wie die Palme in der Wüste, die den Schwarzwald für einen Mythos hält.
Man kann Däniken vorwerfen, was man will, eines vor allem vollbringt er, wozu Generationen von Wissenschaftlern nicht in der Lage waren: er erklärt bislang nebulöse Wirren und Phänomene logisch, schlüssig und stichfest.
Auch seltsam, dass die Leute, die mahnen, man solle Däniken erst mal hinterfragen und nicht sofort glauben, andererseits aber sehr schnell ihre Heilige Schrift mit Händen und Klauen verteidigen.
Sicherlich, die Theorie der Marienerscheinungen und der Mimickry- Hypothese erscheint wacklig, basiert sie doch größtenteils auf Dänikens eigenen Theorien, es gibt jedoch keinen Grund, sie nicht ernstzunehmen; sonst findet sich doch auch immer ein Artikel in der Tageszeitung, wenn irgendein Forscher eine neue Hypothese zu irgendeinem unaussprechbaren Grashügel im Urwald zum besten gibt.
Es bleibt zu wünschen, dass Erich Von Däniken noch zu Lebzeiten die öffentliche Anerkennung bekommt, die er verdient, und dass mehr und mehr Leute seine Werke unvoreingenommen in die Hand nehmen.
Es gibt Bücher, von denen weiß man schon beim ersten Durchlesen, dass sie die Wahrheit schon unangenehm an den Fersen gepackt haben - und Erich Von Däniken reitet mittlerweile auf ihren Schultern.