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Jörg Haider: Unfall, Mord oder Attentat?
 
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Jörg Haider: Unfall, Mord oder Attentat? [Gebundene Ausgabe]

Gerhard Wisnewski
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 270 Seiten
  • Verlag: Kopp, Rottenburg; Auflage: Nachdruck. (29. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938516909
  • ISBN-13: 978-3938516904
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 207.588 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Gerhard Wisnewski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Mit 142 km/h und 1,8 Promille in den Tod gerast«

Gehören auch Sie zu den Menschen, die an der offiziellen Version des »Unfalltods« von Jörg Haider zweifeln?

Am 11. Oktober 2008 verlässt nachts um Viertel nach eins eine schwarze Limousine die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Am Steuer: Jörg Haider - »Rechtspopulist«, Aufrührer, Siegertyp und Enfant terrible der europäischen Politik. Soeben hatte seine Partei BZÖ ihre Stimmen bei den Nationalratswahlen verdreifacht. In den nächsten Tagen wollte er bei der Regierungsbildung mitreden. Doch kurz hinter Klagenfurt ist er plötzlich tot - gestorben bei einem »Autounfall«. Der schwere Dienstwagen des Kärntner Landeshauptmannes wird bei dem »Unfall« total zerstört; Haider stirbt an multiplen Verletzungen. »Betrunken in den Tod gerast«, titelt die Presse. Über die Widersprüche und Seltsamkeiten des »Unfalls« berichtet sie nicht. Das tut dieses erstaunliche Buch!

Ein packendes Stück Journalismus auf den Spuren eines der mysteriösesten Politiker-Todesfälle der Gegenwart.

Über den Autor

Gerhard Wisnewski, geboren 1959, beschäftigt sich mit den verschwiegenen Seiten der Wirklichkeit; seit 1986 ist der studierte Politikwissenschaftler als freier Autor, Schriftsteller und Dokumentarfilmer tätig. Viele seiner Bücher wurden Bestseller. Auszeichnungen 2000 mit dem 3st-Zuschauerpreis und dem Grimme-Preis.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von larapinta TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Was haben Uwe Barschel, Alfred Herrhausen, Jürgen Möllemann, Lech Kaczinsky und Jörg Haider gemeinsam?

Sie alle waren unbequem und in Konfrontation mit der herrschenden Elite. Sie alle standen für ein jeweiliges Ziel, und dieses Ziel war überhaupt nicht das, was die herrschende Elite gestatten wollte.

Und sie alle starben eines merkwürdigen Todes...

Sie begingen angeblich Selbstmord, sie starben bei einem seltsamen Autounfall, sie starben bei einem Flugzeugabsturz...

Was sagt uns das...?

Sehr, sehr merkwürdig...

Gerhard Wisnewski hat sich des Todes von Jörg Haider angenommen und akribisch recherchiert. Er sprach mit vielen Menschen in Jörg Haiders Umfeld, beleuchtete seine Kindheit und Jugend und seinen politischen Werdegang und zum Schluß sehr ausführlich den angeblichen Unfall. Was lief im Vorfeld politisch (Wahlen), wo war Haider an jenem Abend, welche Uhrzeiten kamen ins Spiel, wer hatte mit ihm gesprochen, in welcher merkwürdigen Kneipe soll er sich aufgehalten haben, welche "Zeugen" gibt es und wie verhalten sie sich?

Und das "beste" Beweismittel: der VW Phaeton, in dem Haider zu Tode kam. Gerhard Wisnewski hat das Auto sehen und untersuchen dürfen, er hat es dezidiert "auseinandergenommen" - sowohl mit genauen Photos als auch deren Bewertungen. Und ich muß sagen, daß mir seine Schlußfolgerungen ausgesprochen eingeleuchtet haben. So wie es den Menschen immer erzählt wurde hat sich dieser "Unfall" niemals abgespielt! Und wer sich schon mal damit beschäftigt hat, was mit der heutigen Auto- und Handy-Elektronik alles möglich und steuerbar ist, dem wird auch einiges einleuchten, was der Autor beschreibt...

Nach der Beendigung dieses erstklassigen Buches habe ich keinen Zweifel mehr, daß Jörg Haider aus ganz bestimmten Gründen einem Attentat zum Opfer fiel. So wie es auch bei all seinen oben genannten Vorgängern (aus verschiedenen Gründen) nicht erwünscht war, daß sie überleben.......
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82 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn ein so umstrittener Mensch wie Jörg Haider auf dem Höhepunkt seines politischen Einflusses bei einem Autounfall stirbt, dann steht natürlich sofort die Vermutung eines Anschlags im Raum. Werden dann auch noch Vokabeln wie "sturzbetrunken", "überhöhte Geschwindigkeit" und "Schwulentreff" ins Spiel gebracht, dann kann man durchaus hellhörig werden, denn solche Einstreuungen könnten auch den Zweck haben, vom tatsächlichen Unfallhergang abzulenken und Abläufe zu suggerieren, die so nie stattgefunden haben.

Der Autor hat sich nun nicht ganz uneigennützig auf die Suche nach seiner Version des Unfalls gemacht. Und - um es kurz zu machen - er kommt dabei zu einem ganz anderen Schluss als die offizielle Untersuchung. Wisnewski behauptet, dass Haider als Folge eines Attentats sein Leben verlor.

Nun werden wir als Leser dieses Buches nicht herausfinden können, ob das tatsächlich stimmt. Wir kennen weder alle Tatsachen, noch haben wir genügend Sachverstand, um sie richtig bewerten zu können, würden wir sie denn kennen. Wir können höchstens versuchen die Schlüssigkeit von Argumentationsketten zu bewerten, immer vorausgesetzt, sie beruhen auf Fakten.

Im ersten Teil seines Buches geht Wisnewski auf den Politiker Haider ein. Jörg Haider wurde 1950 in einer nationalsozialistisch eingestellten Familie geboren. Er trat früh in die FPÖ ein und wurde dort von Leuten gefördert, die seine rhetorischen und politischen Fähigkeiten schnell erkannten. Da ein Großonkel ihm eine große Forstwirtschaft vererbte, war er bald ökonomisch unabhängig. Auf den knapp 70 Seiten dieses Teils seines Buches versucht Wisnewski darzustellen, wer Haider war oder besser, wer er nicht war. Diese Abschnitte des Buches sind recht informativ, ein wenig polemisch und von nicht allzu großer Tiefenschärfe. Am Ende bleibt der Eindruck, dass der energiegeladene Haider eine besondere Ausstrahlung besaß, mit der nur wenige Politiker mithalten können. Wenn man Schubladen sucht, in die man ihn stecken kann, dann eignen sich sicher mehr von der rechten Sorte, aber auch einige linke. Als Landespolitiker war Haider in Kärnten geachtet und geschätzt.

Er passte mit seiner Art und seinen Aussagen nicht in die gängige österreichische Politik und war deshalb vielen Leuten ein Dorn im Auge. Sein früher Tod wird einige von ihnen wohl nicht besonders traurig gemacht haben. Und das ist es, was uns der Autor eigentlich sagen will. Es gab seiner Meinung nach ein deutliches Motiv für einen politischen Anschlag. Nach der von den bürgerlichen und rechten Parteien gewonnenen Nationalratswahl stand Österreich im Oktober 2008 angeblich ein politischer Umbruch bevor, der sogar zu einem Bundeskanzler Haider hätte führen können. Insbesondere für die EU wäre das nach Meinung des Autors ein Horrorszenario gewesen. Wisnewski suggeriert also ein Attentat, das von höchsten Kreisen geplant und durchgeführt worden sein soll.

Im zweiten Teil des Buches geht es ausführlich um den Unfall. Zunächst versucht der Autor den Ablauf des Abends zu rekonstruieren. Allerdings will ihm das nicht so recht gelingen, weil verschiedene Leute verschiedene Angaben machen und auf ihnen beharren. So bleibt nach wie vor unklar, wo sich Haider tatsächlich wie lange aufgehalten hat. Haider hatte angeblich bei seinem Tod einen Blutalkoholspiegel von 1,8 Promille. An dieser Stelle beginnt es mysteriös zu werden. Haider war ein sportlicher Mensch, der nie in der Öffentlichkeit trank. Zudem wollte er noch zur seiner Mutter, um deren 90. Geburtstag zu feiern.

Dass Haider im "Stadtkrämer", dem angeblichen "Schwulentreff", war, ist gesichert. Wisnewski bezeichnet diesen Ort als heruntergekommene Kneipe mit einem Publikum, das nicht Haiders Niveau hatte. Ausgerechnet hier soll er einen "Freier" getroffen und mit ihm eine Flasche Wodka geleert haben.

Sehr ausführlich befasst sich Wisnewski mit Haiders Dienst-Phaeton. Er meint herausgefunden zu haben, dass die Spuren am Auto nicht zum Unfallhergang passen. Und tatsächlich erscheint die geknickte B-Säule bei diesem extrem stabilen Auto auf eine erhebliche Krafteinwirkung auf der Fahrerseite hinzuweisen, die beim angeblichen Unfallhergang verwundert. Dass der Schweller darunter riss, ist eine Folge dieses Knicks und deshalb genauso akzeptabel wie der Bruch des Ansaugkrümmers im Motorraum, denn dies ist ein Gussteil. Wisnewski kennt technische Details des Phaetons offenbar nur aus einem Prospekt. Das ist dann doch etwas ernüchternd. Ich hätte mich an seiner Stelle mit Entwicklungsingenieuren von VW unterhalten. Die hätten ihm vielleicht auch die Geschwindigkeitsmessung in diesem allradgetriebenen Fahrzeug besser erklären können und sicher auch die Funktionsweise der Airbags. Wisnewskis Berechnungen zu Haiders tatsächlicher Geschwindigkeit sind mehr als naiv und beruhen auf schwammigen Annahmen. Leider findet der Leser in diesem Buch zwar viele sehr scharfe Fotos von Haiders zertrümmerten Wagen, aber nur ein sehr kleines und unscharfes Bild vom Ort des Geschehens. Schon deshalb konnte ich Wisnewkis Argumentation nicht nachvollziehen.

Neben den Spuren am Auto sind Haiders angebliche Geschwindigkeit, die von VW-Leuten aus dem Speicher des Phaeton herausgelesen wurde, und der Blutalkoholspiegel des Verunglückten erhebliche Gründe, die den Autor an der offiziellen Unfallversion zweifeln lassen. Angeblich befand sich kein Alkohol im Magen Haiders. Wie das sein kann, erklärt Wisnewski über den Fall des ähnlich verunglückten ehemaligen DDR-Fußballspielers Eigendorf, in dem allerdings ebenfalls keine Beweise für eine anale oder anderweitig nicht orale Zuführung von Alkohol und Drogen durch Dunkelmänner vorliegen.

Im dritten Teil seines Buches erklärt uns Wisnewski dann, was seiner Meinung nach wirklich passiert ist. Das will ich hier nicht verraten, um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen.

Fazit.
Dieses Buch zu lesen lohnt sich alleine deshalb, weil es verschiedene Versionen des Unfallhergangs und der Ereignisse der letzten Stunden im Leben von Jörg Haider beschreibt. Jedem Interessierten wird auf diese Weise wenigstens in Ansätzen die Möglichkeit geboten, sich eingehend mit diesem Ereignis vertraut zu machen. Obwohl es eine Reihe von Merkwürdigkeiten bei diesem Unfall gibt und obwohl es sich um einen sehr umstrittenen Politiker handelte, wurden die Akten verdächtig schnell geschlossen. Der Autor selbst betont, dass Haiders Tod mit den Mitteln eines Journalisten nicht aufzuklären ist. Dem will ich nicht widersprechen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Oje schon wieder eine Verschwörungstheorie, werden viele sagen. Ist es, aber die Geschichte lehrt natürlich, das einfach zuviel gelogen wird. Kaum jemand glaubt mehr an Lee Harvey Oswald als Einzeltäter von JFK oder daran, das im Irak Atomwaffen gebaut wurden, bevor die USA sie dafür bombardierten. Elvis ist natürlich tot, kein Zweifel, denn genauso wie Michael Jackson hat er einfach zuviel geschluckt - Verschwörungstheorien erreichen ja nicht immer, den Fall zu lösen, aber oft berechtigte Fragen aufzuwerfen. Und die gibt es zahlreiche beim Tod vom Landeshauptmann. Zu Lebzeiten als dunkler Nazi mystifiziert, ist sein Ende dermaßen fragwürdig, das sogar manche seiner Feinde erstaunt sind. Normalerweise bleibt ein Panzerfahrzeug wie ein VW Phaeton nach einer kleinen Feldtour mit ein paar Lackschäden stehen, man steigt aus und ärgert sich. In diesem Fall ist Haider zerfetzt, das Auto nur im Fahrerbereich beschädigt und Art des Unfalls so unnachvollziehbar, das die Grafiker der Fernsehgesellschaften kaum brauchabre Simulationen liefern können. Trotz angeblicher Überschläge ist das Dach unbeschädigt wie ein Babypopo, die Betonmauer entpuppt sich als winziger Zaunsockel, die herausgerissenen Autotüren liegen neden dem Wrack wie drapiert. Sofort wird dem sportlichen, abstinente Haider irre Trunkenheit unterstellt, überhöhte Geschwindkeit herauspossaunt und schon folgt die Schwulengeschichte. Das Unfallauto verschwindet, die Zeitrekonstruktionen erweisen sich als widersprüchlich, obwohl Haider sich bis zuletzt in der Öffentlichkeit bewegte. Die Untersuchungen werden abgeschlossen, bevor sie begonnen haben, geführt von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Haiders größten Widersacher. Also war es kein Unfall? Nach dem Bekanntwerden von Haiders riesigen Netzwerk und Konten, gibt es sicher viele Gründe ihn zu ermorden. Andere werden wegen 20 Euro auf der Straße erschlagen. Ob Gerhard Wisnewsky alle Arbeiten vertrauenswürdig erledigt,soll jeder selbst entscheiden. Zumindest führt er recht logisch durch einen Dschungel aus Widersprüchen. Manche "Fakten" sind vielleicht auch disskutier- oder widerlegbar, trotzdem bleibt Haiders Ende ein für Österreich ungewöhnlicher Kriminalfall. Wie bei anderen Theorien läßt sich die Wahrheit schwer Beweisen, vor allem, wenn der Betroffene tot ist.
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