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Jörg Haider: Mensch, Medienstar, Mythos
 
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Jörg Haider: Mensch, Medienstar, Mythos [Gebundene Ausgabe]

Sommersguter Uwe , Georg Lux , Wiedergut Arno
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 231 Seiten
  • Verlag: Carinthia Verlag; Auflage: 1., Aufl. (21. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3853786405
  • ISBN-13: 978-3853786406
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 372.732 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Man muss anerkennen, dass er ein Mensch gewesen ist, der außergewöhnlich war.“ Alfred Gusenbauer über Jörg Haider Jörg Haider hat viel verändert: Darstellungsform und Sprache der Politik, die wechselseitige Beziehung von Macht und Medien – und nicht zuletzt das Bundesland Kärnten, innen ebenso wie in der äußeren Wahrnehmung. Aber was hat ihn so außergewöhnlich gemacht, dass er bis über seinen Tod hinaus polarisiert? Uwe Sommersguter und Georg Lux gehen diesen Fragen in „Jörg Haider – Mensch, Medienstar, Mythos“ auf den Grund. Gemeinsam mit politischen und privaten Wegbegleitern zeichnen sie den Lebensweg des umstrittenen Politikers nach. Freunde, Gegner und Beobachter kommen zu Wort und sprechen auch über den Menschen Jörg Haider abseits von Scheinwerferlicht und Blitzlichtgewitter.

Über den Autor

Georg Lux ist gebürtiger Villacher und begann seine journalistische Laufbahn 1990 als freier Mitarbeiter bei der "Kärntner Kirchenzeitung" und der "Kleinen Zeitung". Nach einem Jahr als Redakteur bei " täglich ALLES" kehrte er 1994 zur "Kleinen Zeitung" nach Kärnten zurück, wo er von 2000 bis Frühjahr 2006 die Lokalredaktion leitete. Bis Juli 2007 war Lux Chefredakteur der Gratis-Tageszeitung "ok Graz" und "ok Kärnten". Derzeit betreut er für die Styria Media Group AG (Kleine Zeitung, Die Presse, WirtschaftsBlatt) Projekte in Wien, Graz und Klagenfurt.Arno Wiedergut ist gebürtiger Villacher und sammelte seine ersten journalistischen Erfahrungen während des Publizistik- und Geschichtestudiums in der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung "Die Presse" in Wien. 1980 kam er zur Austria Presse Agentur, wo er zunächst als Redakteur für den ORF-Teletext tätig war, der damals noch von der APA produziert wurde. Danach wechselte er für sieben Jahre in das Außenpolitik-Ressort der APA. Von 1988 bis 2008 leitete Wiedergut das APA-Büro in Klagenfurt.Uwe Sommersguter ist gebürtiger Klagenfurter und lebt seit sieben Jahren in Feistritz im Rosental. 1990 absolvierte er ein Volontariat beim "Standard", später zeichnete er für die Uni-Zeitung "Unisono" verantwortlich und war freier Mitarbeiter der Wirtschaftsredaktion der "Kleinen Zeitung". 1996/1997 Chefredakteur des "Kärntner Monat", 1997-2000 Chefredakteur der "Kärntner Woche", 2000-2003 Chefredakteur des "Steirer Monat" in Graz, seit 2003 wieder Chefredakteur der "Woche".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Zeit seines Lebens war Jörg Haider eine Projektionsfläche für die verschiedensten Anliegen und das ist er auch nach seinem Tod geblieben. Für die einen der Messias des Dritten Lagers, für die anderen die anderen ein rotes Tuch, nicht zuletzt jedoch vor allem ein politischer Lazarus und legendärer Wendehals, für den Wendungen um 180° in manchen Themenbereichen fast normal erschienen. Mit "Jörg Haider - Mensch, Mythos, Medienstar" versuchen die Autoren Georg Lux, Arno Wiedergut und Uwe Sommersguter durch eine repräsentative Zusammenstellung von Interviews mit politischen und persönlichen Weggefährten, aber auch Konkurrenten Haiders einen Blick hinter den "Mythos Haider" zu werfen, denn (S. 13): "Jeder kannte 'seinen' Haider, aber niemand kannte 'den' Haider. Ein Phänomen, das man in seiner Gesamtheit vielleicht mit Hilfe dieses Buches, vielleicht aber auch nie begreifen kann."

Nun, über die Toten spricht man schlecht, auch wenn es Andreas Mölzer in seinem Beitrag versucht und dabei wirkt als hätte er sich immer wieder krampfhaft unter Kontrolle bringen müssen, um sich nicht im Ton gegenüber dem verblichenen ehemaligen Parteifreund zu vergreifen. Schon erheblich freundlicher klingen da die Worte des ehemaligen Kärnter Landeshauptmanns Christoph Zernatto, der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, Bundeskanzler Alfred Gusenbauers, Bischof Egon Kapellaris, FPÖ-Chefs Heinz Christian Straches oder auch Peter Ambrozys, die ebenso mit Beiträgen vertreten sind wie Claudia Haider und Ursula Haubner.

Ursprünglich war das vorliegende Werk von den Autoren ja als eine kritischere Analyse von Haiders politischem Wirken gedacht und hätte in etwa 2010 anlässlich Haiders 60. Geburtstags erscheinen sollen. Das Schicksal hat ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht und herausgekommen ist dabei dieses "Kondolenzbuch des öffentlichen Österreichs". In seiner Gesamtheit ein Werk das also von verschiedensten Zugängen und dennoch einem gemeinsamen durchgehend freundlichen Unterton geprägt ist, was eindeutig als Reminiszenz an Haiders überraschendes Ableben und der beachtlichen medialen wie öffentlichen Anteilnahme zu werten ist. Gerade weil Kritik jedoch weitgehend ausgespart bleibt und die Auswahl der Interviewten das "offizielle Österreich" und Kärnten repräsentiert vielleicht umso bezeichnender für den Mythos Haider und die politische Situation in der Republik. Soll natürlich nicht heißen, dass das Werk als Haider-Devotionale nicht interessant ist, denn die Beiträge zeigen die menschliche Seite dieses Mannes, der Rechtsstaat und staatsvertraglich abgesicherte Minderheitenrechte mit den Füßen trat, genauso wie er die von ihm mitbegründete schwarz-blaue Koalition torpedierte, als man sich ihm nicht mehr hörig erweisen wollte. Selbst im Tod eine ambivalente Persönlichkeit.

Fazit:
Was auch immer Haider war, sein Bild in der Öffentlichkeit gleicht einem Rohrschachtest, daran ändert auch diese Nachruf-Biografie sehr wenig, doch sie gibt einen Blick frei, auf die zahllosen Facetten des Menschen Jörg Haider.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert 12. Februar 2009
Von ingridl
Gut geschrieben und objektiv dargestellt. Wen wundert es, dass die Medien sich geradezu auf ihn eingeschworen haben. In der österreichischen Politik war er wichtig - und wie sich desöfteren bestätigt - er hatte nicht unrecht. Auch wenn die "Nach-aussen-Wirkung" für manche Menschen gewöhnungsbedürftig war.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unkritische Verherrlichung 28. September 2009
Wer 231 Seiten unkritische Geschichtchen über Jörg Haider lesen will, sollte dieses Buch kaufen. Zu Wort kommen PolitikerInnen, FreundInnen und JournalistInnen, die aber leider nur darüber berichten, wie gern Haider Berg steigen ging. Über die Möglichkeit dass seine Politik vielleicht doch problematisch war wird leider nicht berichtet. Das Buch analysiert nicht die Mythen-Bildung um ihn, sondern trägt bloß weiterhin zu dieser bei.
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