Schon nach den ersten Seiten habe ich so viel neues Erfahren über die Wehrmacht und den Krieg an der Ostfront erfahren und das extrem spannend und realistisch geschildert, dass es mich fast umgehauen hat. Die Kämpfe werden in abschreckender Realität geschildert, ohne zu verschönigen oder schlimme Details auszulassen. Nach den ersten Seiten habe ich erstmals das Gefühl zu wissen, was es für die Soldaten hieß an der Ostfront zu kämpfen. Im Gegensatz zu dem ebenfalls exzellentem Buch "Mir selber seltsam fremd Die Unmenschlichkeit des Krieges. Russland 1941-44" von Willy Peter Reese war Allerberger immer an den Brennpunkten der Front. Man erfährt massenhaft Details, über das Leben der Soldaten, die Art der Kriegsführung, die Ursachen von Apathie und Panik und von Gewaltergüssen. Man erlebt Schrarfschützeneinsätze, Stoßtruppuntrnehmen, Defensiven und Panzerabwehr, Nahkampf (mit bajonett und Spaten) und Grabenkrieg förmlich mit, so packend ist es geschildert, mit allen Sinneseindrücken fühlt man mit. Das Buch hat den schwierigen Grad zwischen Sachbuch, Biographie und Erlebnisbericht wie Taktiklehrbuch gemeistert wie kein anderes, das ich zuvor lesen durfte....
Ein Buch das nicht für schwache nerven gemacht ist, auch wegen dem erschreckendem Bildmaterial in SW (Kopftreffer mit Explosivgeschossen, Nahkampfopfer usw.). Ich bin noch so im Affekt des Buches dass ich gar nicht zuviel schreiben will vorerst, da ich befürchte dem Buch vielleicht nicht gerecht zu werden.