Diese Autobiografie einer Kindheit in Westafrika Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ist in einer mitreißenden Sprache geschrieben, sodass der Leser verzaubert wird und in diese bunte Welt eintaucht. Es ist eine Erzählung, die in aller Offenheit das Aufwachsen eines Jungen in der moslemisch geprägten Kultur Malis beschreibt.
Der Autor informiert auch über seine Wurzeln, seine Familiengeschichte, die eng mit der kolonialen Geschichte des Landes verwoben ist. Er beschreibt in humorvoller Weise die Kolonialherren, kritisch, ohne bösartig zu werden. Berührend ist es zu erfahren, wie in der traditionsbewussten und religiösen Kultur die Kinder zwar strengen Vorschriften unterworfen sind, und doch in Freiheit und Liebe aufwachsen, in ihren Eigenheiten und Talenten respektiert werden und eine intakte Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben, wie es sich die heutigen Kinder in unserer freizügigen Welt nur wünschen können.
Dieses Buch ist ein Basiswerk der westafrikanischen Literatur und
für Afrikaliebhaber ein Muss.