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Der Jäger: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Der Jäger: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Julia Leigh , Christel Dormagen
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 202 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (23. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518455761
  • ISBN-13: 978-3518455760
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 235.583 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Julia Leigh
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Aus der Amazon.de-Redaktion

M. ist ein Meister der Tarnung. Er muss das sein: schließlich hat der routinierte Jäger von einer biotechnischen Firma den Auftrag erhalten, für Genversuche das letzte Exemplar des als ausgestorben geltenden tasmanischen Tigers zu erlegen. Ausgehend von der Farm Lucy Armstrongs, die in der Hochebene Tasmaniens auf rätselhafte Weise ihren Mann verlor, macht sich M. -- in der Verkleidung als Naturforscher Martin David -- auf die Jagd nach dem nahezu mythischen Wesen, legt seine Fallen aus -- und kommt nicht zuletzt seinen eigenen Trieben auf die Spur. Im Verlauf der Fabel wird M. immer mehr selbst zum einsamen Tiger, mit geschärften Sinnen, die riechen, hören, sehen können, was seinen Mitmenschen im Dschungel der Zivilisation für gewöhnlich verwehrt bleiben muss: eins mit der Natur, bis zum von Leigh in lauernder Präzision inszenierten Finale. Jenseits aller Instinkte aber werden auch Gefühle wach, die so etwas wie Sozialverhalten -- und Liebe zu Lucy -- erahnen lassen.

Von gewaltiger epischer Wucht erzählt Der Jäger nicht nur die Geschichte einer großen Obsession, sondern auch von der Suche nach dem Ursprünglichen in einer technokratisch überfrachteten Welt. So ist der Roman ein Buch geworden, wie man es seit Hemingways Der alte Mann und das Meer selbst für ausgestorben hielt: unglaublich dicht, mit langem Atem und ökonomischem Gespür für seinen Plot. Im schier undurchdringlichen Dickicht der englischsprachigen Literaturlandschaft hat Leighs erstaunliches Romandebüt bei seinem Erscheinen große Bewunderung hervorgerufen. Und auch, wenn in der Flut neuer Publikationen hier zu Lande mancher gute Text zu verschwinden droht, gibt dies Anlass, für Der Jäger auf die Entdeckung durch eine große deutsche Leserschaft zu hoffen. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Ein Killer, der zur Abwechslung auf Tiere in freier Wildbahn, nicht auf Menschen im Großstadtdschungel angesetzt wird, erhält einen neuen Auftrag. Mit der Sorgfalt des Profis bereitet er seinen Einsatz vor. Fliegt nach Tasmanien, setzt sich ins reservierte Auto und fährt zu einer Farm am Fuß der Hochebene. Die folgenden Wochen wird er in der Höhe mit der geduldigen, systematischen Suche nach dem letzten lebenden Exemplar des ausgerotteten tasmanischen Tigers (Thylacinus cynocephalus), das angeblich gesichtet worden ist, verbringen. Auf das Erbgut ist seine Firma scharf.
Als der Mann die Hochebene erreicht, buddelt er Kaffee und einen Kocher ein. Dann beschmiert er sich mit Tierkot, um seinen Eigengeruch zu überdecken. Die Jagd kann beginnen. Wie fügt dieser Jäger sich in die Wildnis ein? Wie hält er sich nach endlosen Tagen als Tiermensch zusammen und bei Verstand? Stößt er endlich auf das Tier? Kommt es zum Schuss? Darf er schließlich sein Kaffeedepot ausgraben, um sich feierlich e inen Becher zu genehmigen?
Indem Julia Leigh uns mit dem Jäger auf Pirsch in diese abweisende Gebirgslandschaft am Ende der Welt schickt, bringt sie uns den Einzelgänger beklemmend nahe. Zwingend knapp und konkret erzählt sie ihre Geschichte.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Der Jäger" - eine detailgetreue Beschreibung einer Jagd, 15. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Jäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch beschreibt in ausgezeichneter Art und Form die Jagd auf ein bestimmtes Tier. Das es sich hierbei um den vermeintlich bereits ausgestorbenen tasmanischen Beutelwolf handelt, und sich daher der Schauplatz dieser Begebenheit in dem einsamen und schwer zugänglichen Hochland dieser Insel befindet, gibt der Geschichte ein gewisse Art des Abstandes zu unserer hochtechnischen Welt.

Das die Jagd auf dieses Tier im Auftrage eines weltweit agierenden Chemie- und Pharmaunternehmens stattfindet - damit genetische Besonderheiten dieses Tieres für die Erforschung und Entwicklung neuer medizinischer Produkte verwendet werden kann, gibt der Geschichte einen glaubhaften und realitätsbezogenen Hintergrund.

Viel interessanter ist der Einblich in die Gedankenwelt der Hauptfigur, des Jägers, und seines detailverliebten und erfolgsorientierten Seelenzustandes, welches ihn als Einzelgänger für solche Spezialaufgaben geradezu prädestiniert.

Ein wirklich lesenswertes Buch, welches von Anfang an nicht den Eindruck tiefgreifender Literatur zu vermitteln versucht.

Christian Garburg

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen "Der Jäger" - eine detailgetreue Beschreibung einer Jagd, 16. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Jäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch beschreibt in ausgezeichneter Art und Form die Jagd auf ein bestimmtes Tier. Das es sich hierbei um den vermeintlich bereits ausgestorbenen tasmanischen Beutelwolf handelt, und sich daher der Schauplatz dieser Begebenheit in dem einsamen und schwer zugänglichen Hochland dieser Insel befindet, gibt der Geschichte ein gewisse Art des Abstandes zu unserer hochtechnischen Welt.

Das die Jagd auf dieses Tier im Auftrage eines weltweit agierenden Chemie- und Pharmaunternehmens stattfindet - damit genetische Besonderheiten dieses Tieres für die Erforschung und Entwicklung neuer medizinischer Produkte verwendet werden kann, gibt der Geschichte einen glaubhaften und realitätsbezogenen Hintergrund.

Viel interessanter ist der Einblick in die Gedankenwelt der Hauptfigur, des Jägers, und seines detailverliebten und erfolgsorientierten Seelenzustandes, welches ihn als Einzelgänger für solche Spezialaufgaben geradezu prädestiniert.

Ein wirklich lesenswertes Buch, welches von Anfang an nicht den Eindruck tiefgreifender Literatur zu vermitteln versucht.

Christian Garburg

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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Der Jäger" ist ein faszinierendes Werk, 8. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Jäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Julia Leigh vollbrachte mit diesem Buch eine sehr gute Gratwanderung durch die Beschreibung der Landschaft Tasmaniens, die Jagd auf den Beutelwolf sowie die Psyche des Jägers selbst.

Der Beutelwolf ist eines jener mysteriöser Wesen, auf dessen Spuren sich Kryptozoologen befinden. Die Autorin vermittelt mit Worten sehr gut die Arbeit eines Kryptozoologen, auch wenn sie hier einen Jäger auf eine wertvolle Trophäe ansetzt. Zudem vermittelt dieses Buch ein gutes Hintergrundwissen zu den Lebensgewohnheiten des Beutelwolfs.

Dieses spannende Buch sollte man unbedingt gelesen haben.

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