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Iwan, der Schreckliche, Teil I & II (2 DVDs)
 
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Iwan, der Schreckliche, Teil I & II (2 DVDs)

Nikolai Tscherkasow , Michail Naswanow , Sergei M. Eisenstein    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Nikolai Tscherkasow, Michail Naswanow, Pawel Kadotschnikow
  • Regisseur(e): Sergei M. Eisenstein
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 2. September 2004
  • Produktionsjahr: 1958
  • Spieldauer: 177 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0002LDM9S
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.839 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Iwan der Schreckliche Teil 1"
95 Min./1944 (s/w)
"Iwan der Schreckliche Teil 2"
82 Min./1945 (s/w)

Die historische Figur Iwan IV. lebte von 1530 bis 1584 und wurde bereits im Alter von 17 Jahren zum ersten Zaren von Russland gekrönt. Der als klug, weitsichtig, in der heiligen Schrift bewandert und launenhat geltende Herrscher befahl zwar vielen Tausend den Martertod, beeinflusste aber trotz seiner Gräueltaten wie kein anderer das zufünftige Schicksal Russlands. Eisenstein legte bei seiner inszenierung des jungen Großfürsten, auf dessen Kampf gegen die alteingesessene Feudalaristokratie der Bojaren sowie auf dessen Niederlage in Livländischen Krieg. Es entstand ein exoressionistischer Film, der nahezu opernhaft die Historie stilisiert, mit überwältigendem Pathos, einer an Üppigkeit überzeugenden Ausstattung sowie einer großartigen Filmmusik von Sergej Prokofiew, die noch heute einen festen Platz im Konzertsaal hat und auf zahlreichen Tonträgern vertreten ist. Für den ersten Teil bekam Eisenstein den Stalin-Preis, der zweite Teil des Films wurde verboten und erst 1958 öffentlich aufgeführt, ein geplanter dritter Teil blieb unvollendet.

Produktbeschreibungen

Inhalt:

Iwan der Schreckliche Teil 1 (ca. 95 Min. / 1944)

Iwan der Schreckliche Teil 2 (ca. 82 Min.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Düsteres Epos in Schwarzweiß 22. Dezember 2005
Von J. Hoss
Leitmotiv des Films: Zar Iwans Kampf für das Wohlergehen Rußlands gegen die Untreue und den Verrat von Rußlands altem Erbadel, der Bojaren. Spannend, aber nicht in erster Linie infolge von kriegerischen Massenszenen, die Kunst Eisensteins zeigt sich vielmehr darin, dass er in wenigen, aber dafür aber umso eindrucksvolleren Szenen eine von Intrigen und Verrat charakterisierte Spannung aufbaut, die den gesamten Film durchzieht. Dass der Film in Schwarzweiß gedreht wurde, unterstreicht noch zusätzlich das düstere Drama. Der Film fasziniert nicht zuletzt durch die Brillanz seiner Schauspieler, allen voran Tscherkassow, dem mit seiner Darstellung des zwischen Mißtrauen und Wahnsinn schwebenden Zaren ein Meisterstück gelungen ist. Nicht zu vergessen Prokofiews wunderbare Filmmusik. Das einzige Manko: die Ausstattung der DVDs ist doch recht enttäuschend. Keine Untertitel, außer deutsch keine weiteren Sprachen. Eine Bilderserie der "Highlights" und ein Exkurs zur Musik Prokofiews, das ist alles. Daher 1 Stern Abzug für einen an sich hervorragenden Film.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was den Film betrifft, schließe ich mich den Vorrednern an. Die hochstilisierte, sowohl am Stummfilm als auch an der Oper orientierte Bildersprache ist recht gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber erst auf diesen Stil eingelassen hat, stellt man rasch fest, was für ein meisterhaftes, an Mussorksys "Boris Godunow" erinnerndes Historiengemälde Eisenstein geschaffen hat. -

Doch auch hier noch ein paar Worte zur DVD: auf die Extras (die es nicht gibt) und notfalls auch auf die russische Originalfassung (die es auch nicht gibt) hätte ich gerne verzichtet, wenn mir dafür wenigstens die westdeutsche Synchronisation der 50er Jahre angeboten worden wäre. Stattdessen hört man die DEFA-Version aus den 70ern. Sie ist ein interessantes Dokument einer Zeit, in der man den einst von Stalin verbotenen Film als sozialistisches Kulturgut neu entdeckte - mehr aber auch nicht. Sicher, die Textfassung ist teilweise inhaltlich näher am russischen Original. Aber die moderne Diktion, das Sprechen der deutschen Schauspieler passt einfach nicht zum Stil des Films. Die Sprecher intonieren ihren Text, als handele es sich um einen modernen 70er Jahre Film der DEFA, was zu der theatralisch opernhaften Diktion des Films nun überhaupt nicht passt. Die 50er Jahre-Fassung der BRD hingegen war mit deutschen Theaterschauspielern - unter anderem dem jungen Klaus Kinski - durchsetzt, die ihre stilisierte Bühnendiktion der 50er in die deutsche Fassung mit einbrachten. Dadurch entstand eine höhere Stilebene, die zum Film hervorragend passte. (Sogar das Wiegenlied der Bojarenfürstin wurde von der deutschen Synchronsprecherin kongenial zu Prokovievs eindrucksvoller Filmmusik gesungen - hier hören wir nur einen fürchterlichen Stilbruch, weil der Filmton plötzlich in die russische Fassung springt.) Das alles geht in der DEFA-Fassung verloren, und mit ihm ein Großteil des exzentrischen Charmes von diesem Film. Ein großartiger Film - aber nachdem ich die westdeutsche Snchronfassung mit Klaus Kinski kenne, kann ich hier bei allem Respekt keine Kaufempfehlung aussprechen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Mager
Ivan Groszny (Originaltitel) ist einer der großartigsten, aber auch komplexesten Filme, die je gedreht wurden. Er polarisiert, denn er ist kein kommerzieller Film, sondern ein rein künstlerisch angelegtes, irrwitziges Experiment, in dem die Bildkomposition, Prokofjews Musik und die exzentrischen Bewegungsmuster des Manierismus' (16. Jhd.) und des von Eisenstein übernommenen japanischen Kabuki Theaters wichtiger sind als eine kontinuierliche Handlung. (Zitat Eisenstein: Wenn ich eine Geschichte erzählen will, dann schreibe ich einen Roman!') Historische Authentizität darf man erst recht nicht erwarten. Für den Film von mir 5 dicke Bewertungssterne.
Zur DVD:
Auf Anfrage zur unbegreiflicherweise fehlenden Farbsequenz in Teil II antwortete der Icestorm Verlag, dass sie den Film in dieser Form vom DDR Kino übernommen hätten. Mit eingekauft hat man damit aber auch die von der Sowjet-Zensur zurechtgebogene ideologische Interpretation des Films, die sich auch in der Synchronisation wiederspiegelt. (Hilmar Thate spricht vor allem den jungen Zaren viel zu diplomatisch und leutselig, was der grimmigen Mimik der Figur oft deutlich widerspricht.) Der von Eisenstein und seinem congenialen Hauptdarsteller Cherkasov ursprünglich machtgeil, rachsüchtig, und paranoid angelegte Zar mutiert in der offiziellen Sowjet-Filmwissenschaft zum heldenhaften Kämpfer, der sich (und seine geistige Gesundheit) opfert zum Wohle des russischen Staates. Eisenstein sollte mit seinem Film Stalin ein Denkmal setzen, tatsächlich ist Ivan Groszny ein Film über Macht, Machthunger und Selbstzerstörung (in einer Reihe zu nennen mit Coppolas Der Pate und Kurosawas Ran) Der interessierte Zuschauer sollte wissen, dass in Teil I die komplette Eingangssequenz über die von Gewalt und Korruption geprägte Kindheit Ivans, die seine spätere Tyrannenherrschaft zu erklären versucht, von der Sowjet-Zensur herausgeschnitten wurde (Ein Schnippsel davon wurde in Teil II als Rückblick integriert.). Teil II, der bis 1958 im Giftschrank des Kremls verschlossen war, ist eine Ruine; es fehlen u.a. Folterszenen, Ivans Angstzustände, Ivans Mord an seinem besten Freund, der menschenverachtende Eid der Oprichniki (Ivans Leibwache bzw. Terrorkommando). Teil III, in dem der Zar laut Eisensteins Aufzeichnungen als vereinsamtes, psychisches Wrack auf den Trümmern seines russischen Reiches geendet hätte, durfte erst gar nicht gedreht werden (allerdings starb Eisenstein auch schon 1948).
Mein Fazit:
Wahrscheinlich wird es nie eine überarbeitete Version nach Eisensteins ursprünglichem Konzept geben, darum ist die Icestorm DVD zumindest besser als gar nichts. (Die westdeutsche Version - mit Farbsequenz! - habe ich zwar irgendwann mal gesehen, kann sie aber aus der Erinnerung nicht beurteilen.) Weitere Punktabzüge gibt's von mir für die im sog. Bonusmaterial enthaltenen Bemerkungen von Prof Franz zur künstlerischen Realisierung des Films, die an Oberflächlichkeit und Banalität ihresgleichen suchen. Wer ernsthaft eintauchen will in die Materie und Englisch nicht scheut, dem sei die DVD Box Eisenstein - the sound years der US amerikanischen Criterion Collection empfohlen. Kostet zwar satte 69 Euro (US DVD Code!), hat aber neben der sprachlichen Originalversion in zudem stark verbesserter Bildqualität eine Fülle von wissenschaftlichem Material und wiedergefundene Filmsequenzen.
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