Googelt man "The Vaine" so erhäufen sich Begriffe wie Screamo, Australien und das die Band größtenteils aus weiblichen Mitgliedern besteht. So bekommt man leider wieder den ersten Eindruck, von einer Band die wahrscheinlich perfekt in die moderne Emo-Bewegung a la Escape The Fate, Chiodos oder Alesana passt.
Nach einem Durchlauf von "It's A Disease" wird man allerdings überrascht sein, was die im Schnitt gerade mal 19 Jahre alten Mädels und Jungs da fabrizieren. Ich will ehrlich sein, mir fällt keine Band ein die einen ähnlichen Stil ausübt, am ehesten würden mir da Avenged Sevenfold, Bullet For My Valentine oder eine softere und weniger thrashige Version von Trivium. Man merkt also schon es stehen vor allem Gitarrenmelodien im Vordergrund, begleitet von schleppenden Metal-Riffs der Marke frühe Metallica oder Iron Maiden. Dazu der anfangs gewöhnungsbedürftige Gesang von Frontfrau Steph, der sich durch fiese Screams irgendwo zwischen The Black Dahlia Murder, In Flames und Dissection, und melodischem Klargesang präsentiert. Die Einflüsse aus Hardcore machen sich eigentlich nur durch die Breakdowns, die in der Tat sehr Hardcore-lastig ausgefallen sind, bemerkbar. Die relativ langen Songs bauen sich größtenteils sehr episch auf (The Scarecrow Speaks In Rhyme), um dann heftig in moderne Metal-Songs zu explodieren, die insgesamt eine ordentliche Mixtur aus Schweden-Death, Metalcore und ein wenig Screamo ergeben. Einziger Makel ist die Produktion, die sehr poppig ausgefallen ist, was wohl einige Metalheads abstoßen wird, fest steht allerdings das The Vaine eindeutig mehr Metal als so manch andere Metalcore-Bands sind, leider hat ihre Plattenfirma wahrscheinlich etwas anderes mit der Band vor.
Fazit: Für alle Fans von modernem Pop-Hardcore, sowohl für alle aufgeschlossenen Metal-Fans ein Ohrenschmaus, denn nicht alle jungen Bands, die vorwiegend Seitenscheitel tragen spielen den achso verhassten Emocore. The Vaine sind meiner Meinung nach eine moderne Version von Iron Maiden mit Death-Einschlag.