Ich habe diese CD gekauft, weil ich "Feelin' Good" auf MTV gesehen habe und schon immer diesen Lieder im James-Bond-Stil verfallen war. (Das Lied ist übrigens von einem James-Bond-Titellied-Schreiber).
Ich war von diesem Lied begeistert, aber noch mehr hat mich der Rest der Platte begeistert.
Was Michael Bublè aus alten Liedern rausholt, ist schon phänomenal.
"Quando, Quando" zum Beispiel, ist ein grauenhaftes Lied im Original, aber sein Duett mit Nelly Furtado ist einfach zum dahinschmelzen.
Was beste an diesen Liedern sind zweifelsohne die Texte, aber das zeichnet alle Lieder der Swing- bzw. Rat-Pack-Ära aus.
Michael Bublé hat vielleicht keine Sinatra-Stimme, aber er hat wenigstens seinen eigenen Stil.
"You don't know me" singt er mit soviel Herz und Liebe, das man seine Verzweiflung hören kann, wenn er sieht, wie sein Mädchen, in das er heimlich verliebt ist, mit einem anderen weggeht...
"A Foggy Day", "The More I See You" und "Try A Little Tenderness" sind den Originalen weit überlegen, finde ich.
"Home", das er übrigens selbst mitgeschrieben hat, ist eine Gänsehaut-Nummer, wie auch der Titel "A Song for You".
Die Arrangements sind perfekt, David Foster (u. a. Bublé's erstes Album, Celine Dion etc) zeichnet hier verantwortlich und er hat ganze Arbeit geleistet.
Viele alte Hits hört man hier im neuen Gewand und ich muß gestehen, sie sind absolut gelungen.
Robbie Williams hat sie alle nur nachgesungen, deshalb klingen sie bei ihm nicht viel anders.
Michael Bublé hingegen verleiht jedem Song seinen eigenen Stil und das alleine ist es schon wert, reinzuhören.
Absoluter Anspieltip: Das von Stevie Wonder geschriebene, absolut geniale "You And I". Schöner kann man eine Liebe nicht besingen. Die Stimme kommt hier perfekt zum Einsatz, das Arrangement ist absolut klasse und wer hier keine Gänsehaut bekommt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Kurz: Ein Top-Album!