In meinen Augen Eazys bestes Album. Ein wenig kurz geraten, aber vielleicht macht das auch seine Klasse aus, hier wurde ausnahmsweise mal auf die üblichen Füll-Tracks verzichtet, ein Umstand der dem Album natürlich zu gute kommt. Wie vom meinen Rezensions-Kollegen bereits ausgiebig besprochen, handelt es sich hier um eine lupenreine Diss-Scheibe, bei der vor allem Dre und Snoop im speziellen - quasi als Antwort auf "Dre Day" / "The Chonic"- aber auch Death Row Records im allgemeinen ihr Fett weg bekommen. Durch den Erfolg von Dres Album beeinflusst versucht sich Eazy hier auch vorwiegend an G-Funk Beats, welche sich erstaunlicherweise sogar sehr ordentlich anhören. Im Gegensatz zu anderen hier getätigten Aussagen bin ich jedoch nicht der Meinung, das Eazy - wobei der wohl am wenigsten für die Beats kann, aber lassen wir das - Dre auf seinem eigenen Gebiet die Grenzen aufzeigt. Die Beats sind gut, an eine Dr. Dre Produktion kommen sie in teilen - dank Cold 187um / Yella als Produzenten - vielleicht sogar heran, im Gesamteindruck liegt Dre jedoch klar vorne und von überflügeln kann für mich mal gar keine Rede sein. Textlich lässt Eazy abermals den wilden Gangster raushängen und spart weder an derben Schimpfworten noch an sexuellen Fantasien oder Drogenerlebnissen, wobei wie gesagt die Platte - wie der Titel der Scheibe schon klar erkennen lässt - eindeutig als verbaler Angriff auf Dre und Co. anzusehen ist. Der gelungenste Track ist für mich ´"Real Muthaphuckkin Gs", Eazys direkte Antwort auf "Dre Day" - übrigens auch im visuell sehr nett wenn man sich die zugehörigen Videos anschaut. Ebenfalls sehr gut gelungen ist der "Boyz n the Hood" G-Mix, wobei wie bereits erwähnt das Album musikalisch Eazys bestes Werk ist. Wer G-Funk Gangsta Rap mag kann hier ruhig mal reinhören.
Mein Fazit: Knappe 4 Sterne für ein kurzes aber ordentliches Album