DMX' Debut ist für mich neben "The Great Depression" sein bestes Album, wobei ich "It's Dark And Hell Is Hot" noch eine Spur besser finde. Die Pluspunkte dieser CD sind die ruffen Beats der "Ruff Ryders" Producer, u.a. Swizz Beatz, und vor allem der hungrige, aggressive und energiegeladene Rap-Style von DMX, der jedes Lied zu einem Highlight werden lässt. "The Great Depression" dagegen ist etwas glatter und professioneller produziert, aber nichts ganz so neues wie es dieses Album damals war. Es gibt keinen schwachen Song, nur Single-taugliche Lieder (was nicht heißen soll, dass DMX Kommerz-Schrott wie etwa Nelly macht), wobei die bekanntesten wohl das "Ruff Ryders' Anthem" und "Get At Me Dog" sein sollten. Ersteres ist wohl jedem Rap-Hörer bekannt und mit seinem bis dato noch nicht so gehörten Synthies ein All-Time-Classic und das letztgenannte ist ebenfalls einer der bekanntesten DMX-Songs. Doch auch andere Songs wie etwa "X-Is Coming", "Damien" oder "Niggaz Done Started Something", bei dem The Lox und Mase gefeatured werden, sind absolute Über-Tracks. Nach dem Hören dieser Scheibe werden wohl selbst DMX-Hasser ihre Meinung ändern und es besteht kein Zweifel daran, dass Mr. Earl Simons einer der besten noch lebenden Rapper ist, auch wenn die beiden Nachfolger "Flesh Of My Flesh, Blood Of My Blood" und besonders "...And Then There Was X" (Trotz des Killer-Tracks "One More Road To Cross", einem meiner Lieblings-Tracks überhaupt) im Vergleich zum Debut deutlich schlechter waren. Erst auf dem 2001er "The Great Depression" und seinem, nach eigenen Angaben, letzten "Grand Champ" erreichte er wieder diese Qualität. Dies hier ist aber wohl eines der besten Alben der Ostküste und des gesamten Rap-Business'. Also, wenn Sie Rap lieben und endlich mal wieder eine CD mit mehr als einer Hand voll guter Tracks haben wollen oder einfach harte und ehrliche Texte und Styles lieben, greifen Sie zu! DMX-Fans werden "It's Dark..." wohl eh schon im Regal stehen haben...