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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Brachial,
Rezension bezieht sich auf: It's Blitz! (Audio CD)
Riot Girl Karen O geht wieder voll auf Konfrontation. Auf dem Cover zum dritten Album der YYYs zermalmt sie mit der Faust ein Ei. OK, Feministinnen werden darin ein Zeichen für weibliche Stärke und Trotz raus lesen. Würde zweifellos zur Attitude der guten Karen passen. Aber es nicht nur das. Es ist musikalisch gesehen ein Zeichen für die Brachialität von It's Blitz! Karen O sagte vor Jahren, dass es Ziel der Band sei sich niemals zu wiederholen. So zerlegen die Garagen Punker den Sound von Fever to tell und Show your bones und kombinieren ihn mit neuen Styles. Das elektrolastige Zero geht frontal auf den Hörer los. Breite Synthiwände und O's lasziver Gesang (Crying, Crying, Crying) eines an sich banalen Song schocken gleich zu Beginn die eingefleischte Fangemeinde. Synthies können auch rocken und die Electrosounds passen zu den YYYs wie die Faust aufs Auge. Schraubenförmig winden sich Karen O's Gesang und die Electroklänge aneinander bis zur Ekstase hoch. Heads Will Roll und Dragon Queen bestechen durch markante (Disco) Beats. Soft Shock beginnt mit einem Klingellaut ähnlichem Keyboard Thema und mündet in eine asiatisch anmutende Hymne. Skeletons und Runaway sind zerbrechliche wirkende Electroballaden. Sehr groovig durch Saxophon aufgewertet ist Hysteric. Ganz auf Gitarren können die YYYs natürlich nicht verzichten. Meistens sind Zinners typisch noisige Gitarrenriffs gleichwertig in perfektem Einklang mit den Synthies und den martialischen Drums von Brian Chase.Trotz des Soundwechsels haben sich die YYYs den markanten Kern ihres Schaffens bewahrt. Das liegt vor allem daran, dass breite Klangteppiche zu einer sehr impulsiven Sängerin passen. Verblüffend ist immer wieder wie ästhetisch, cool und lasziv Karen O die Songs aufschnappt und mit ihrer Stimme noch mal ein paar Level aufwertet. Minimalistisch gehalten in den Versen, banal im Refrain. Die YYYs sind und bleiben provokativ, brachial und auf Konfrontation aus. Ob nun mit Synthies oder ohne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Unverwechselbar. Ob nun mit Synthies oder ohne.,
Von Thalia1702 (Friedberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: It's Blitz! (Audio CD)
Zugegeben, mit Veränderungen ist es so eine Sache. "Stillstand ist Rückschritt", lamentieren die einen. "Warum fortschreiten, wenn das althergebrachte funktioniert", meinen die anderen. Wagt eine Band den stark hörbaren Weg der Weiterentwicklung, schreien dann doch erst ein Mal beide Lager laut Zeter und Mordio. Aber wie das mit allen Veränderungen so ist: erst beschwerlich und verhasst, dann geliebt und hochgeschätzt, schlussendlich sind sie unvermeidlich. Im Kosmos Yeah Yeah Yeahs bedeutet Veränderung außerdem nichts anderes als die Einlösung ihres Versprechens, sich niemals wiederholen zu wollen. Mit It's Blitz! ist dem New Yorker Trio genau das abermals gelungen.Die gravierendste Änderung dieses Mal: Nick Zinner hat die Gitarre gegen einen Vintage-Synthesizer eingetauscht. Wo auf Fever To Tell noch dreckiger, dahingerotzter Lo-Fi-Punk regierte und sich auf Show Your Bones die Akustikgitarren einschlichen, haben sich die Yeah Yeah Yeahs mittlerweile ein gemütliches Plätzchen unter der 80ies-Discorock-Kugel eingerichtet. Zu pumpenden Beats steuert Karen O. schnurstracks auf die Tanzfläche zu. Heads Will Roll formuliert in gewohnt lasziver Tonlage die Grundforderung der Band: "Off with the head, dance till you're dead". Doch Tanzen ist im Leben nicht alles. Zwischen anfänglicher Dance-Euphorie und konventionellen Gitarrennummern wie Shame And Fortune erlaubt das neue elektronische Gewand dem Trio sich hin zu einer Reihe von langsamen bis mittelschnellen Stücken zu öffnen. Karen O. klingt dabei angriffslustig wie eh und je und doch springt sie dem Hörer erstmals nicht direkt kratzbürstig ins Gesicht. Ohne etwas von ihrer einstigen Sexyness einzubüßen, zeigen sich die Yeah Yeah Yeahs von nachdenklicher, man möchte fast sagen: erwachsenerer, Seite. Das sphärisch dahin wabernde Hysteric oder das so effektlose wie verträumte Little Shadow seien nur als zwei Beispiele unter vielen genannt. Am Ende sind es diese zerbrechlichen Electro-Balladen samt großer Geste mit Hang zum Pathos, die das Drittwerk der Amerikaner prägen. It's Blitz! mag daher trotz des Titels nicht wie ein solcher einschlagen, doch die Yeah Yeah Yeahs haben sich ihre einstigen Wesenszüge bewahrt. Trotz ihres Soundwandels bleibt das Trio provokativ, brachial und auf Konfrontationen aus. Auch wenn sich diese Eigenschaften auf It's Blitz! vermehrt durch eine ungewohnte Liebe zu sanften Harmonien manifestieren. Was zählt: Es klingt immer noch unverwechselbar nach Yeah Yeah Yeahs. Ob nun mit Synthies oder ohne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Punkrock und mehr!,
Von
Rezension bezieht sich auf: It's Blitz! (Audio CD)
Karen Orzolek ist die Stimme der New Yorker Punkrockband Yeah Yeah Yeahs. Die sind bei weitem nicht so punkmäßig wie z.B. die Distillers aber noch immer weit jenseits von "normalem" Rock. Die Yeah Yeah Yeahs supporteten die Strokes und die White Stripes. Das sagt schon eine Menge über die Klasse der im Jahr 2000 unter dem Namen Unitard gegründeten Band.-It's Blitz- ist das dritte Album der Formation. Es besticht vor allem durch seine Bandbreite in den 10 Songs. Von der Ballade über den Rocksong bis hin zur Punkhymne ist auf -It's Blitz- alles vorhanden. Die Musik der Band lebt vor allem von einem treibenden Beat mit mächtiger Gitarrenunterstützung. Anspieltipps: -Little Shadows- das sich mit gewaltigem Keybordsound in eine Art sphärische Hymne steigert. -Runaway- ist eine Punkballade vom Allerfeinsten. -Skeletons- steht dem nicht viel nach, ist melodisch und wird von Orzoleks verträumter Stimme getragen. -Zero- ist für mich der punkigste Song des Albums. -Heads will roll- driftet zwischen Rock, Punk und Pop in unglaublichen Schleifen hin und her. Wer auf Punkmusik steht, die nicht absolut hart und konsequent ist und hier und da in Richtung Pop und Rock abdriftet, der wird von den Yeah Yeah Yeahs begeistert sein. Der Rest der Musikfreunde muss einfach mal ins Album reinhören, um festzustellen, ob Karen Orzolek und Co. vielleicht dem eigenen Musikgeschmack entsprechen. In jedem Fall erwartet einen keine handelsüblich 08/15 Musikkost. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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