Wir haben uns nach langer Suche nach einer Alternative für den Jakobsweg für den Franziskusweg in Italien entschieden. Wir sind den Weg im September 2009 gelaufen. Zu dieser Zeit handelte es sich um einen sehr ruhigen und einsamen Weg, was wir uns aber auch so gewünscht haben.
Gestartet sind wir, wie in diesem Buch beschrieben in S. Ellero. Andere Reiseführer für diese Strecke beginnen oftmals erst in La Verna. Es lohnt sich aber doch den Weg schon eher zu beginnen.
In diesem Buch werden die Wanderwege sehr genau beschrieben. Oftmals sind die Wege auch mit Zeichen ausgestattet, an denen man sich sehr gut orientieren kann. Obwohl wir eine Ausgabe aus 2005 hatten, haben wir den Weg sehr gut gefunden und hatten keinerlei Probleme. Es empfiehlt sich aber einen Kompass mit zunehmen. Die Zeitangaben stimmen eigentlich recht gut, sind aber natürlich vom persönilchen Wanderstil abhängig. Mit den Meterangaben hatten wir einige Probleme. Die waren manchmal in Wirklichkeit deutlich länger oder kürzer. Darauf sollte man sich nicht verlassen.
Ab La Verna sind wir teilweise auch nach einem anderen Reiseführer gegangen. Allerdings müssen wir sagen, dass wir dem Outdoorreiseführer lieber benutzt haben, weil der Autor einfach schönere Wege benutzt hat. Das Ziel des Autors ist, Routen zu beschreiben, die nicht auf normalen Straßen verlaufen. Das macht die Wanderwege sehr abenteuerlich mit unterm Zaun durch, über wilde Wiesen und Felder, durch Bäche und Flüsse. Die Wege sind teilweise sehr undeutlich, steinig und sehr steil. Dennoch hat es uns immer Spaß gemacht und nach spätestens 2 Tagen hat man auch das nötige Vertrauen in das Buch gefunden, dass man die Wege sehr sicher gehen kann.
Insgesamt handelt es sich beim Franziskusweg um einen recht schwierigen Weg. Wer auf diesem Weg pilgern möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man während des Wanderns kaum entspannen kann, weil man ständig auf das Buch mit der Wegbeschreibung und den Weg selbst, dass man nicht stolpert, konzentriert ist. Bei den einzelnen Tageszielorten handelt es sich durchgängig um mittelalterliche Städtchen, in denen man gut zur Ruhe kommen kann.
Übernachtungsprobleme hatten wir keine. Wir haben erst immer bei Zielerreichung nach Zimmern gefragt und hatten nie Schwierigkeiten ein Zimmer zu bekommen. Dies kann aber in der Hauptsaison im Frühjahr ganz anders aussehen. Wir haben mittlerweile schon Gruppenreiseangebote im Internet gesehen, die auf einen Schlag die meist nur sehr kleinen Hotels ausgebucht haben werden.
Wir haben es aus zeitlichen Gründen leider nur bis Assisi geschafft. Freuen uns aber schon darauf noch den 2. Teil bis nach Rom zu gehen. Und da wird der Outdoorreiseführer bestimmt nicht fehlen.