Zerklüftete Küsten, aktive Erholung, reichhaltige Kultur und Geschichte ' willkommen in Istrien. Der kleine Zipfel im Nordwesten Kroatiens ' nur ein kleiner Teil gehört Slowenien ' bietet dem Touristen so ziemlich alles, was das Erholungsherz begehrt.
Autorin Lore Marr-Bieger kennt Istrien wie kaum jemand anderes. Das spürt man aber der ersten Seite. Vollgepackt mit Geheimtipps lädt sie zum Umblättern ein. Zahlreiche Abbildungen und Karten untermalen das geschriebene Wort. Egal, ob man es wild und ungezügelt mag, oder lieber elegant und exquisit ' im Reiseband 'Istrien' aus dem Michael-Müller-Verlag wird jeder Geschmack aufs Vortrefflichste bedient.
Durch die Nähe zu Italien ist ein gewisses internationales Flair garantiert. Südliches Temperament und die Lebensfreude des Balkans schlagen dem Besucher von jedem der 200.000 Einwohner entgegen. Die 2820 km² warten nur darauf entdeckt zu werden. Obwohl die Region Istrien erst seit ein paar Jahren für jedermann besuchbar ist, so hat sie sich auf die Bedürfnisse der Touristen eingestellt. Und das ohne dabei den natürlichen Charme ihren aufzugeben.
Istrien kennt so mancher aus der gleichnamigen Erzählung über Matthias Sandorf von Jules Verne, einem Grafen, der dem Grafen von Monte Christo gleich einen Rachefeldzug gegen seine Widersacher führt. Dabei wird er in Istrien von der Erde verschluckt und sobald wieder ausgespuckt. Darin beschreibt er auch das Kastell von Pazin, das im 9. Jahrhundert erbaut wurde.
Ob nun Hinweise und Tipps für Wanderungen, Museen, Essen und Trinken, Übernachtungen, Nützliches über Flora und Fauna, Lore Marr-Bieger nimmt den Leser an die Hand und führt ihn durch eine (noch) fast unentdeckte Ecke Europas, die vielleicht bald zur EU gehören wird. Und dann wird es schwierig sein, einen unberührten Ort zu finden. Istrien ist sicherlich kein Geheimtipp mehr, und doch schafft die Autorin es Seite für Seite die Spannung auf dieses touristisch gut erschlossene Gebiet immer wieder nur zu entfachen.