Allein schon der Titel "Ist mein Hintern wirklich zu dick?" spricht wahrscheinlich vor allem jene Leser an, die sich schon mal Gedanken um ihre Figur machen. Mehr fiel mir zu dem Titel zunächst aber auch nicht ein. Das Buch gibt Aufschluss darüber. Der Roman besteht aus Tagebucheintragungen einer "gut gebauten" Frau, die sich aber nicht als solche betrachtet und mit sich selbst sehr kritisch und herzlos ins Gericht geht. Die Hauptfigur des Romans steckt voller Komplexe und Neurosen bezüglich ihrer Figur, sodass für sie alltägliche Situationen die reinste Katastrophe darstellen, die sie aber mit Humor und vielen Tricks zu meistern weiss. Die Figur ist etwas übertrieben dargestellt, aber gerade dies gibt dem Roman die Würze. Einige der Probleme, mit denen sie sich herum schlägt, sind wahrscheinlich vielen Leserinnen geläufig und man findet sich stellenweise wieder. Das Buch ist zwar in Form von Tagebucheintragungen geschrieben, diese bilden aber eine zusammenhängende amüsante Geschichte, welche die Komik des Buchtitels thematisiert und den Leser die ganze Zeit schmunzeln lässt. Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen, es verbreitet gute Laune, ist spritzig geschrieben und macht Lust aufs weiterlesen. Daher gehört dieser Roman auf jeden Fall zu den Büchern, die ich auch ein zweites Mal lesen werde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)