"Joe Cocker klingt rosa, Placido Domingo wie dunkelgelber Webstoff. Matthias Waldeck muss keine Pillen einwerfen, um Stimmen als farbig, rau oder zackig zu empfinden. Seine Erfahrungen rahmen Hinderk Emrichs Bericht über die eigentümlichste Hausgrille der menschlichen Wahrnehmung: die Synästhesie, das Farbenhören, Formenschmecken. Der Forscher blickt weit über den neurobiologischen Tellerrand hinaus. Wir empfinden es so: Emrichs Stimme klingt wie eine Lampe. Sie leuchtet hinab zur romantischen Naturphilosophie, und sogar Kants Bewusstseinsfrage kann sie erhellen!" (Wilhelm Trapp, DIE ZEIT) "Ein faszinierendes Wissenschaftshörbuch erkundet das Phänomen der Synästhesie." (Süddeutsche Zeitung) "In freier Rede breitet Hinderk M. Emrich auf dieser großartigen CD den Stand der neurobiologischen und psychologischen Forschung vor uns aus: ein Hörgenuß." (Knut Cordsen, Bayern 2 Hörbuch-Magazin) "In einer Gesamtspielzeit von 65 Minuten, die einem viel kurzweiliger erscheint, schildert und beschreibt Emrich in einer klaren und sehr verständlichen Sprache, als würde er einem gegenüber sitzen, Interessantes über die etwas andere Art, Dinge wahrzunehmen. Für mich brachte das Hörbuch viel Neues, das mir in dieser Form bisher nicht bekannt war: ein sehr interessantes und empfehlenswertes Werk." (Tagrid Yousef, spektrum direkt) "Verstärkt eingesetzt hatte das Interesse an den Phänomenen der Synästhesie vor rund hundert Jahren, gemeinsam mit der erhöhten Aufmerksamkeit für die subjektiven Eigenwelten jedes Menschen. Der Maler Wassily Kandinsky etwa unternahm mit befreundeten Künstlern, einem Komponisten und einem Dichter, das Experiment, ein gesehenes Bild in Musik zu übersetzen, diese in Worte, Letztere wieder in ein Bild. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie weit synästhetisches Empfinden übertragbar ist. Hört jeder eine Trompete als Gelb? Oder, wie Manuela Lube, das M des Mittwochs als Rot, das D des Donnerstags als Grau? In ruhigem Ton (warmes Braun) liefert Hinderk M. Emerich erste Grundlagen über den Stand der Synästhesie-Forschung." (Cornelia Niedermeier, Der Standard, Wien) "Eine höchst spannende Entdeckungsreise in die Neurobiologie. Emrichs ruhige Argumentationsketten entfalten sich zu einem interdisziplinären Wissenschaftskrimi." (Jürgen Sander, Büchergilde magazin) "Eine faszinierende CD, die spannend erzählt, was das ist: Synästhesie, und was wir daraus über uns und unser Bewusstsein lernen können. (Johannes Schröer, Domradio) "WORUM GEHT'S? Klaviermusik klinge für ihn wie eine rote Halbkugel, erzählt ein Synästhetiker - jemand, der mehrere Sinne miteinander verbindet. Diese Wahrnehmungsgabe hilft Wissenschaftlern, das Bewusstsein des Menschen besser zu verstehen. WAS BRINGT'S? Betroffene entführen die Hörer in ihre Sinneswelt, der Neurowissenschaftler Hinderk Emrich ordnet die Beschreibungen ein. WEN INTERESSIERT'S? Alle, die große Fragen mögen: Sind Synästhetiker die Ausnahme, oder nimmt jeder die Welt völlig anders wahr?" (ZEIT WISSEN) "Manuela Lube freut sich sonntags schon auf den Montag und den Mittwoch. Diese Tage erlebt sie als schön, weil sie den Anfangsbuchstaben 'M' als rot wahrnimmt. Rot ist eine gute Farbe und überstrahlt den ganzen Tag. Matthias Waldeck sieht einen weißen Strich mit ein bißchen Gelb, wenn José Carreras singt. Manuela Lube und Matthias Waldeck sind beide Synästhetiker, sie verbinden unwillkürlich eine Sinneswahrnehmung mit einer anderen, aber was sie erleben ist einzigartig. Jeder Synästhetiker hat seinen eigenen unverwechselbaren Wahrnehmungskosmos, jeder sein eigenes Gefühlslexikon. Manuela Lubes 'A' wird immer ein ganz genau definiertes Grün haben und für Matthias Waldeck klingen Geigentöne immer wie hellbraune Wollfäden. Aufklärung und neurophilosophische Überlegungen zur Synästhesie gibt es jetzt zum Anhören. Die CD 'Ist mein Blau dein Blau?' räumt auf mit dem Vorurteil: 'Die spinnen doch!' Nicht nur die Hirnforschung, auch andere wissenschaftliche Vorgehensweisen entlarven sowohl den echten Synästhetiker als auch den, der es nur gerne sein möchte..." (Regina Brands, WDR3 Resonanzen) "Die Hörbücher von supposé haben ein bestechend klares Konzept: Da fängt ein renommierter Forscher an zu erzählen, als sei er der nette Onkel auf Besuch. Dass er einem komplizierte Dinge erklärt, vergisst man leicht, wenn man der ruhigen Stimme von Hinderk Emrich zuhört, wie er in freier Rede den aktuellen Stand der neurobiologischen Forschung zum Phänomen der Synästhesie zusammenfasst. Dazwischen berichtet Matthias Waldeck, wie das ist, wenn man Stimmen wie die von Placido Domingo farbig wahrnimmt. Sie sei wie dunkelgelber Webstoff." (Süddeutsche Zeitung WISSEN) "Die Synästhesieforschung ist ein Strauß spannender Beiträge aus Psychologie, Neurobiologie, Anthropologie und Philosophie. Hinderk Emrich vermittelt verständlich die Grundlagen, die Geschichte und die aktuellen Erkenntnisse der Synästhesieforschung. Die beiden Synästhetiker Manuela Lube und Matthias Waldeck ergänzen seine wissenschaftlichen Erläuterungen und geben Einblicke in fremd anmutende Wahrnehmungsbilder." (Claudia Eberhard-Metzger, Bild der Wissenschaft) "Bestimmte Buchstaben sind rot, der September ist gelb, Geigen klingen wie 'hellbraune Wollfäden'. Jeder kann Klänge oder Begriffe auch mit Modellen aus anderen Bereichen beschreiben - für den Synästhetiker sind die Verknüpfungen aber festgelegt, eine 'untrennbare Einheit', wie der Wissenschaftler Hinderk M. Emrich erläutert. Welche Formen der Synästhesie es gibt und dass diese vererbt werden, wie die individuelle Wahrnehmungswelt mit der 'objektiven' korrespondiert und was das über unser Bewusstsein sagt - all das erfahren wir in diesem sehr hörenswerten Hörbuch." (Ulrich Rüdenauer, Falter)
Verstärkt eingesetzt hatte das Interesse an den Phänomenen der Synästhesie vor rund hundert Jahren, gemeinsam mit der erhöhten Aufmerksamkeit für die subjektiven Eigenwelten jedes Menschen. Der Maler Wassily Kandinsky etwa unternahm mit befreundeten Künstlern, einem Komponisten und einem Dichter, das Experiment, ein gesehenes Bild in Musik zu übersetzen, diese in Worte, Letztere wieder in ein Bild. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie weit synästhetisches Empfinden übertragbar ist. Hört jeder eine Trompete als Gelb? Oder, wie Manuela Lube, das M des Mittwochs als Rot, das D des Donnerstags als Grau? In ruhigem Ton (warmes Braun) liefert Hinderk M. Emerich erste Grundlagen über den Stand der Synästhesie-Forschung.