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George Bailey, gespielt von dem hier überragenden James Stewart, ist in der Kleinstadt Bedford Falls aufgewachsen und hat sich immer Träumen von großen Reisen und Abenteuern hingegeben. Doch die Umstände haben sich immer wieder gegen ihn verschworen, so dass er ein Gefangener seines Heimatortes geblieben ist. Aus Frust über sein Leben und aus Angst vor einem nahe bevorstehenden Skandal plant er, sich an Heiligabend umzubringen. Im entscheidenden Moment erscheint George ein Bote des Himmels und zeigt ihm in Form von einer Vision, wie die Welt sich entwickelt hätte, wenn er nie geboren worden wäre.
Diese Sequenz ist eine eindrucksvolle und äußerst lebendige Darstellung dessen, wie der amerikanische Traum sich in sein Gegenteil verkehren kann. Wahrscheinlich hat Capra nie etwas Wüsteres oder Härteres gedreht (vielleicht hat sich die optimistische Sicht dieses Regisseurs auf die Welt durch seine Erfahrungen verdüstert, die er während des Drehs von Armee-Filmen im Zweiten Weltkrieg gemacht hat). Capras Triumph liegt hier darin, dass er die Schwierigkeiten und Enttäuschungen nicht leugnet, während er gleichzeitig, besonders im tränenreichen letzten Akt des Films, noch einmal die von ihm so hochgeschätzten Werte der Freundschaft und der individuellen Bereitschaft zu großen Taten bestätigt. Als Ist das Leben nicht schön? herauskam, war er kein großer Erfolg. Obwohl man Capra und Stewart nominiert hatte, gewann er keinen Oscar. Aber dem zum Trotz geht immer noch ein ganz besonderer Zauber von diesem Film aus. --Robert Horton
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
105 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
George Bailey Forever!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ist das Leben nicht schön? (DVD)
Dieser Film gehört zu Weihnachten dazu wie die Faust aufs Auge!!!Aber leider nicht für jeden :( Immernoch spalet er die Gemüter. Von den negativen Kritikern hört man immer wieder, er sei spießig, kitschig, verlogen, altmodisch, konservativ etc., etc., etc. Besonders auf die konservativen Aspekte des Films wurde Frank Capra (der eher der linken Szene angehörte) oft angesprochen. Und er sagte immer, was ist konservativ oder verlogen daran, ein Märchen zu erfinden, das Leben eines "guten Menschen" zu zeigen, eines Menschen, dessen Leben wir uns vielleicht alle insgeheim wünschen. Würde nicht jeder ganz tief in sich drin gern ein George Bailey sein? Ich habe diesen Film vor 21 Jahren, als ich 9 war, zum ersten Mal gesehen. Und er hat mich geprägt. Ich hatte und habe den Wunsch, ein George Bailey zu werden, obschon das natürlich ein unerreichbares Ziel ist. Jedes Jahr schaue ich ihn aufs neue, mal allein, mal zu zweit, mal mit mehreren. Und jedesmal sage ich im stillen zu mir: "Mh, du hast es immernoch nicht geschafft." Natürlich gibt es keinen George Bailey in der Realität, und es gibt auch kein Bedford Falls, keine "Building & Loan". Alles ein Märchen! Frank Capra schenkte uns eine Story, die so berühmt geworden ist wie Dickens' Weihnachtsgeschichte. Man sollte deshalb nicht den Fehler machen und sich sagen: "Puh, was für 'ne naive Geschichte. Sowas gibts ja nich in der Realität!" Man sollte vielmehr davon träumen, und vielleicht wird es dann in einem selbst doch zur Realität. Aber nun zu den eiskalten Fakten! ALSO: EIN MEISTERWERK! PERFEKTE DARSTELLER, ALLEN VORAN NATÜRLICH JIMMY STEWART!!! Zwei Stunden wundervolle Unterhaltung ohne Leerlauf. Die DVD-Veröffentlichung ist nicht besonders toll, das Bild und der Ton kommen nicht über TV-Qualität hinweg und die Extras sind nebensächlich (eine angekündigte Special Edition wurde leider -zumindest für dieses Jahr- kurzfristig verschoben). Doch nicht so schlimm, das ist kein Film, wo man auf dolby 5.1 Ton oder was weiß ich, nicht verzichten kann. Es ist ein Film aus alten Zeiten, der heute noch so unterhält wie vor 59 Jahren. Und nun wünscht euch ein Glühwein-Berauschter Rezensent FROHE WEIHNACHTEN! Ach, und die, die das hier vielleicht im Sommer lesen: GUCKT DEN FILM AUF KEINEN FALL IM SOMMER. Denn, wie ich anfangs schon sagte: Dieser Film passt zu Weihnachten wie die Faust aufs Auge :) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
99 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der schönsten Filme aller Zeiten,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ist das Leben nicht schön? [VHS] (Videokassette)
Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs gedreht, wurde der Film zunächst von der Öffentlichkeit nicht angenommen - das breite Publikum wollte nach den Kriegsjahren eher belanglose Komödien sehen. Frank Capra jedoch, der bereits einige Jahre vorher mit James Stewart den Klassiker "Mr Smith geht nach Washington" gedreht hatte, wollte unbedingt die tragikomische Geschichte eines Mannes erzählen, der just am Heiligen Abend seinen beruflichen Ruin erleidet, seine Wut an der Familie ausläßt und, verzweifelt über sein Leben, beschließt, Selbstmord zu begehen. Nachdem er von seinem Schutzengel gerettet wird, erfüllt dieser ihm den Wunsch, er wäre nie geboren worden, und zeigt ihm die Welt, wie sie ohne ihn geworden wäre. In der Rolle des George Bailey brilliert James Stewart in einer seiner stärksten Rollen; die größte Stärke des Films liegt aber in Frank Capras wunderbarem Erzähltalent. In einigen Szenen, insbesondere beim großen Finale, schrammt der Film zwar haarscharf am Kitsch vorbei, aber genau dieses Verfehlen macht aus "Ist das Leben nicht schön" einen der hervorragendsten Filme aller Zeiten. Wahrlich, diejenige Person, welche diesen Film noch nicht gesehen hat, ist einerseits zu bedauern, da sie ein Meisterwerk nicht kennt, andererseits aber auch zu beneiden, da sie ein wundervolles Erlebnis noch vor sich hat. Meisterhaft !
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Hohelied der Liebe, des Lebens und der Hoffnung,
Von Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Ist das Leben nicht schön? [VHS] (Videokassette)
Wenn ich an Weihnachten wieder einmal in Sentimentalität verfalle, schalte ich gerne einmal den Fernseher ein, um mich an alten Schwarz-Weiß-Filmen zu erfreuen. So begab es sich auch zu der Zeit, als kein Schnee fiel, ich aber die Programmzeitschrift aufschlug und für den Film "Ist das Leben nicht schön?" die optimale Bewertung entdeckte. Zudem spielte James Stewart mit, einer meiner Lieblingsschauspieler, und der Film war in den 40ern gedreht, versprach also einen gewissen Charme.Ich gratuliere mir noch heute zu der Entscheidung, dieses Juwel entdeckt zu haben. Der Film vermittelt eine Atmosphäre, wie sie nur wenige Werke zustandebringen. Die Handlung verläuft nicht einfach stupide geradlinig und kommentarlos, sondern steht sozusagen unter der Beobachtung Gottes und eines Engels, die sich das bisherige Leben George Baileys anhand markanter Zeitpunkte anschauen. Dabei wird der Bogen zum Kern des Filmes schon am Anfang gesponnen, denn mehrere Menschen beten um Hilfe für George, der sich am Weihnachtsabend umbringen will. Es ist wunderschön zu sehen, wie der äußerst unengelhafte Engel Clarence George zeigt, wie das Leben seiner unmittelbaren Umgebung aussehen würde, wenn er, der vermeintlich Nutzlose, gar nicht existiert hätte. Dabei zeigt sich auf wunderbare, eindringliche Weise, welcher Segen von einem einzelnen Menschen ausgehen kann. In diesem Sinne stellt der Film die Kraft und Bedeutung des Lebens, der Individualität und der Güte jedem Zuschauer vor Augen und erfüllt zugleich einen Wunsch, den viele manchmal- oft ängstlich- hegen: Zu sehen, wie das Leben ohne ihn oder sie aussähe. Und jeder hofft irgendwie, dass es ohne ihn ein wenig weniger schön wäre, dass man selbst etwas bewirkt, dass man Liebe und Gemeinschaft weiterträgt. Gerade dies bejaht der Film kompromisslos- zwar auch kitschig, aber immer so, dass sein Zauber uns fest in seinen Bann zieht. Und wenn dann auch noch draußen leise der Schnee fällt und man mit einer warmen Schokolade vor dem Fernseher sitzt, fühlt man das große Glück, einfach nur da zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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