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Ist Deutschland noch zu retten?
 
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Ist Deutschland noch zu retten? [Gebundene Ausgabe]

Hans-Werner Sinn
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 572 Seiten
  • Verlag: Econ; Auflage: 7. aktual. (1. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430185335
  • ISBN-13: 978-3430185332
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 281.084 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans-Werner Sinn
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer sich gegenwärtig über den Zustand des deutschen Gemeinwesens mit den Worten "So darf es nicht weitergehen" äußert, braucht nicht zu befürchten, auf großen Widerspruch zu stoßen. Gewiss, unsere öffentlichen Kassen sind leer, und wir stehen vor einem minütlich in immer unermesslichere Dimensionen anwachsenden Schuldenberg. Unser Rentensystem ist nach dem Krieg auf Sand gebaut worden, jetzt steht es vor dem Zusammenbruch. Auch unser Bildungssystem ist ganz sicher alles andere als ein Erfolgsmodell. Ob man es gleich in Bausch und Bogen als "miserabel" verwerfen muss, sei dahingestellt. Unabweisbar jedenfalls ist, dass unsere Schüler im internationalen Vergleich keine besonders gute Figur machen. Die Liste unserer Unpässlichkeiten ließe sich fortsetzen.

"Wir müssen radikal umdenken", bringt Hans-Werner Sinn seine düstere Gegenwartsdiagnose auf den Punkt, und wieder nicken wir und heißen den Münchner Wirtschaftsprofessor willkommen in der großen Schar derer, die endlich Klartext reden wollen. Aber mit welchen Rezepten will er uns denn nun den Weg aus der Malaise weisen? Mit einem "6+1-Programm", das manches Richtige, aber nichts Neues enthält. "Weniger Macht für die Gewerkschaften", schallt der Ruf aus der Münchner Studierstube. Dem wollen wir gerne zustimmen. Wie aber soll man das erreichen? Und wieso sollte nach Jahrzehnten gleichlautender Forderungen ausgerechnet jetzt eine wirklich radikale, also an die Wurzel gehende Steuerreform gelingen?

Und wieso, so fragen wir, sollten die Deutschen der Sinn'schen Aufforderung folgen, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen? Nur um die Richtigkeit seiner Gleichung "Mehr Kinder, mehr Rente mehr Fortschritt" in der Praxis zu beweisen? Oder um sich ohne Not dem Risiko der Verarmung auszusetzen, währenddessen sich die Kinderlosen in all dem Schlamassel weiterhin recht behaglich einrichten? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist keine leichte Aufgabe; sie müssen wahrscheinlich sogar immer spekulativ bleiben. Der wirtschaftswissenschaftliche Ansatz bietet sicherlich interessante Anregungen, kann aber wohl für dieses komplexe Thema leider auch keinen Königsweg aufzeigen. --Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Deutschland ist zum kranken Mann Europas geworden. Das Bildungssystem ist miserabel, die Wettbewerbsfähigkeit katastrophal. Die demografische Entwicklung lässt uns einknicken, die sozialen Sicherungssysteme sind marode und produzieren noch mehr Arbeitslosigkeit. Politiker, Wirtschaft und Gewerkschaften schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Wie konnte es so weit kommen? Hans-Werner Sinn gibt aufrüttelnde Antworten und zeigt in einem wegweisenden »Zehn-Punkte-Programm für die Erneuerung der Wirtschaft«, was sofort getan werden muss, um Deutschland zu retten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wissenschaft statt Ideologie 30. Dezember 2011
Format:Taschenbuch
Da es schon viele Rezensionen zu diesem Buch gibt, brauche ich nicht ausführlich zu werden. Aber ich möchte doch meine "fünf Sterne" hinterlassen, die eigentlich viereinhalb sind, weil mich das Rentenkonzept des dreifachen Vaters nicht ganz überzeugt. Hier meine ich, dass die Renten völlig von der demographischen Entwicklung abgekoppelt werden müssten. Sonst aber ist es ein ausgezeichnetes, verständlich geschriebenes Buch, das sich ideologiefrei schlicht an den Fakten und an der Realität orientiert - im Gegensatz zu den Rezensenten, die hier nur einen Stern vergeben haben. Aber es polarisiert eben nichts so sehr wie die Wahrheit.
Die Wirtschaftswissenschaft hat Antworten, aber die wenigsten Politiker wollen sie zur Kenntnis nehmen. Seit dem Erscheinen des Buches sind einige Jahre vergangen, und mit Ausnahme der Arbeitslosigkeit hat sich die schon damals katastrophale Lage noch weiter verschlechtert. In unserem Staat regieren nicht Fachleute, sondern Ideologen. Völlig zu Recht konstatiert Prof. Sinn, dass unser System näher beim Sozialismus als bei der Marktwirtschaft steht.
Die Krise des Kapitalismus ist keine Krise der Marktwirtschaft; man darf das nicht in einen Topf werfen. Es gibt nun einmal Gesetzmäßigkeiten wie die, dass ein Staat, der fürs Nichtstun bezahlt und die weltweit höchsten Arbeitskosten hat, Arbeitslosigkeit erntet. Dass ein Staat, der Ausländern von Anfang an Sozialleistungen zukommen lässt, Leute ins Land holt, die Kosten verursachen anstatt produktiv etwas beizutragen. Dass die permanenten Milliardengeschenke an den Osten den Westen ausbluten, und dass eine europäische Sozialunion ganz Deutschland ruinieren würde. Und natürlich, dass man nicht permanent über seine Verhältnisse leben kann.
Die Tatsache, dass mittlerweile fast die Hälfte der deutschen Wähler von Sozialleistungen lebt, macht wenig Hoffnung auf einen Wandel dieses Systems. Die meisten Wähler schauen nur auf ihren kurzfristigen persönlichen Vorteil, und den meisten Politikern scheint die Wiederwahl wichtiger zu sein als das Wohl des Staates.
Die BRD ist, wie Prof. Sinn Arnulf Baring zitiert, eine "DDR light". Deshalb haben wir die DDR überlebt. Wir sterben langsamer.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
55 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In „Wer ist John Galt?" („Atlas Shrugged") schildert Ayn Rand einen Staat, der alle kreativen Kräfte immer stärker drangsaliert und die Gewinne der Unternehmen sozial umverteilt. Die Unternehmer fliehen schließlich nacheinander alle in ein entlegenes Gebirgstal, dorthin - wo nur noch die Leistung zählt. Das führt zum Zusammenbruch des Sozialstaats. - Der Rezensent hat im Osten 15 bis 20 Jahre lang den wirtschaftlichen Niedergang erlebt, die ersten 5 Jahre fast unmerklich, dann immer fühlbarer und schließlich mit dem Untergang des staatswirtschaftlichen Systems endend. Nach der Wiedervereinigung kann er seit etwa 10 Jahren erneut alle Zeichen des Niedergangs beobachten, die ersten fünf Jahre fast unmerklich, inzwischen schon für jedermann erkennbar. Die kreativen Kräfte verlassen das Land. Oder sie haben sich, wie in den neuen Bundesländern, gar nicht erst ausreichend angesiedelt. Das Kapital flieht den Standort Deutschland. „Nicht weniger als 59% der mittelständischen Unternehmen haben bereits Standorte in anderen EU-Ländern errichtet ... 40% des ungarischen Bruttoinlandsprodukts werden mittlerweile in Unternehmen mit deutschen Eigentümern erarbeitet.", lesen wir bei Sinn.
Die Ursachen macht der Verfasser in der Hochlohnpolitik der Gewerkschaften, in einem überzogenen Sozialstaat und einer ausufernden Steuerbelastung fest. Die Höhe der deutschen Sozialleistungen lockt Einwanderer und Familiennachzug an und drängt im Niedriglohnsektor geringqualifizierte und ältere deutsche Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit. Das Rentensystem vollbringt eine gigantische Umverteilung der Leistungen der Familien mit Kindern zugunsten der Kinderlosen. Deshalb ist ein dringender Reformvorschlag von Sinn, die Kinderlosen aus der Rentenversicherung weitgehend herauszunehmen und zu einer Kapitalansparung zu veranlassen. Noch dürfte es dem Durchschnitts-Westdeutschen schwer fallen zu begreifen, wohin die Reise längst geht, noch geht es ihm viel zu gut. Noch. Jahrzehntelang hatte man sich daran gewöhnt, in Europa Spitze zu sein. So wird möglicherweise ein politisches Umsteuern schwer oder unmöglich sein. (Jetzt müßte man sich z.B. auch weigern, weiterhin der Hauptzahlmeister der EU zu sein.) Es ist zu befürchten, daß das deutsche Einzelkind erst in den Brunnen gefallen sein muß, ehe diese Sinn-Botschaft verstanden wird. - Das Buch ist in einfachen und verständlichen Worten geschrieben und vom Verlag gut aufgemacht, mit farbigen Diagrammen, Sachregister und Quellenhinweisen. Es ist so gut, daß es zur Pflichtlektüre eines jeden Politikers gehören und von Studenten und politisch Interessierten aller Richtungen diskutiert werden sollte. Als ergänzende Literatur können „totgedacht" von Baader, „Die IQ-Falle" und „Die demographische Zeitenwende" empfohlen werden.
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74 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich mich nun tagelang durch das 500seitige Buch gequält habe frage ich mich, warum eigentlich? Habe ich etwas Neues erfahren? Eigentlich nicht! Sinn spricht auch nur das aus, was seit Jahren durch die Medien geistert, egal, ob es nun richtig oder falsch ist. Dass ein gutsituierter Wohlstandsmensch das Heil im Sozialabau sieht, kann auch nicht wirklich verwundern. Dass Sinn immer noch meint, ein „reformiertes" Deutschland kann im freien Markt auf Dauer mit den Billiglohnländern konkurrieren, sollte auch den letzten Leser stutzig machen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Gefährlich!
Urteil:

Sinn's Buch ist ein unfundiertes, eines Wissenschaftlers nicht ansatzweise würdiges und dazu auch noch sprachlich krudes Machwerk. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Lars veröffentlicht
wegweisende analyse für die nächsten jahre und jahrzehnte
Wer Hans Werner Sinn in Talkshows erleben durfte, wird ihn nicht unbedingt sympathisch finden. Da kommt er eher oberlehrerhaft und humorfrei rüber, manchmal auch etwas... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2009 von helmut seeger
Sinnkrise
Haha, ein Buch vom Lobbyisten Nr.1 für die Wiedereinführung der Sklaverei - das muss man gar nicht unbedingt gelesen haben, um es runterzumachen!
Veröffentlicht am 5. Januar 2009 von Amazonas
Prof. Unrat
Jaja, so ist er, der Prof. Hans-Werner Sinn.
Klar sind die Gewerkschaften die Bösen. Natürlich hauen die Unternehmen ins Ausland ab, wegen der völlig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2008 von HHarlekin
Brilliant und wegweisend
Prof. Sinn, einer der renommiertesten und brilliantesten Wirtschaftswissenschaftler unserer Tage, zeigt in diesem Buch Lösungen aus der deutschen Krise auf. Prof. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 von Malente69
(Un-)Sinn
...hätte man den Titel lieber nennen sollen. So ein professoraler Unsinn gehört in die Tonne. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2007 von G. Busch
Vernünftige Situationsbeschreibung
Neoliberalität hat bei vielen einen schlechten Geruch weil die Politik diesen Begriff fast bis zur Unkenntlichkeit verbogen hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2006 von Berthold Grabe
20 Jahre Monetarismus
Da merkt die Unter- bis Mittel„schicht” seit Jahren, dass das Rezept der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik für sie alles andere als bessere... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Mai 2006 von Claus Gmeiner
Verständlich Deutschlands Probleme auf den Punkt gebracht
Hans-Werner Sinn ist hier ein großes Werk gelungen, das Deutschlands Probleme sehr treffend beschreibt und eigene Lösungen aufzeigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2005 von N. Afflatet
Grundwissen für Wähler und Gewählte
Endlich!!! Befreiender Ausbruch aus dem Turm der verquasten Sozialstaatsscholastik in die Aufklärung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2005 von "caspar170"
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