Pressestimmen
Dieses Buch eignet sich hervorragend als Orientierungsrahmen für eine Debatte, in der die Schwarzweissmalerei überwiegt; Grautöne findet der Leser bei Rolf Verleger. --Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2008
Süddeutsche Zeitung, 23.03.2009
Sein Ansatz schlägt Brücken zum palästinensischen Volk, in einer Zeit, in der das bitternötig ist. Und vielleicht sogar erhalten deutsche Politiker hier Anstöße für eine ausgewogenere Nahostpolitik.
Kurzbeschreibung
»Das Judentum, meine Heimat, ist in die Hände von Leuten gefallen, denen Volk und Nation höhere Werte sind als Gerechtigkeit und Nächstenliebe.« Mit seinem Buch möchte Rolf Verleger dazu beitragen, dass sich dies ändert. Er beschreibt seine jüdischen Wurzeln als persönlichen Hintergrund und umreißt die Geschichte des Zionismus. Sodann diskutiert er die Frage, was es heute angesichts der schwindenden Bedeutung von Religiosität heißt, Jude zu sein. Problematische Ersatzidentitäten sieht er im Nationalismus und im bloßen Anti-Antisemitismus. Er setzt sich mit dem Vorwurf auseinander, Kritik an Israel habe von vornherein als »antisemitisch« zu gelten, und dokumentiert exemplarisch einige Auseinandersetzungen, die er über diese Fragen zu führen hatte. Die Neuauflage enthält eine aktuelle Ergänzung zum Krieg gegen Gaza, kritisiert die Stellungnahmen deutscher Politiker mit ihrer bedingungslosen Unterstützung der israelischen Politik und fordert die Bundesregierung zum Umdenken in der Palästinafrage auf.
Über den Autor
Rolf Verleger, Prof. Dr., *1951. Psychologe am Universitätsklinikum in Lübeck. Zahlreiche Artikel in wissenschaftlichenZeitschriften über Gehirnprozesse beim Wahrnehmen und Handeln. Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland, von dessen vorbehaltloser Unterstützung der israelischen Gewaltpolitik er sich während des Libanonkriegs 2006 in einem Offenen Brief distanzierte.