Giordano wurde als Halbjude im Dritten Reich groß. Nach Verfolgung und Flucht bleibt er nach Kriegsende in Deutschland und arbeitet erfolgreich als Fernsehjournalist.
Obwohl er und seine Familie nicht ausgewandert sind, fühlt er sich zu Israel hingezogen.
Er besucht das Land, um für ein Buch über Israel zu recherchieren. Seine Bekanntheit durch den autobiographischen und verfilmten Roman 'Die Bertinis', der auch in Israel gezeigt wurde, öffnet ihm viele Türen. Sein Bild über Israel gewinnt er durch private Gespräche mit Israelis, Palästinensern und Arabern. Er beschreibt die unterschiedlichen Ansichten der Israelis, wie man mit dem Palästinenserproblem umgehen soll. Es wird deutlich, dass die Hardliner auf beiden Seiten und die kulturellen Unterschiede zu den arabischen Völkern das eigentliche Problem sind.
Obwohl von der israelischen Sache überzeugt, äußert sich Giordano auch kritisch insbesondere wenn es um Gewalt und Folter von Seiten der israelischen Armee oder den unhaltbaren Zuständen in den palästinensischen Flüchtlingslagern geht.
Das Bild, das Giordano von Israel zeichnet, ist das Resultat von persönlichen Gesprächen und Eindrücken, die er in monatelangen Fahrten durch das Land gewinnt.
Freunde findet er überall: bei den Siedlern, den Kibbuzim, bei der Armee und sogar bei den Palästinensern im Gaza-Streifen.
Im Gegensatz zu anderen Nahost-Journalisten, wie z.B. Scholl-Latour, versucht er keine exakte politische Analyse. Das Buch liefert eher ein Stimmungsbild, gewonnen aus persönlichen Eindrücken und etwas verklärt durch die Liebe des Autors zu Israel. Konkrete Lösungsvorschläge gibt es nicht und kann es bei der festgefahrenen Situation wohl auch nicht geben.