- Taschenbuch: 370 Seiten
- Verlag: Stieglitz-Verlag (1996)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3798703310
- ISBN-13: 978-3798703315
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.726.263 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Dieser Verbindung entsprießen vier Söhne - Edgar (1853-1904) und Alfred (1855-1905) werden Ärzte; Erwin (1857-1931), Bildhauer und Akademieprofessor in München, hinterläßt eine Reihe Skulpturen auf Münchens öffentlichen Plätzen; der seit seiner Kindheit kränkliche Balde (1860-1882) - und die Tochter Isolde (1853-1944), die den Traumberuf von Vater und Mutter ergreift: den einer erfolgreichen Dichterin. Unvergeßlich sind die Novellen von Isolde Kurz aus der Zeit der Renaissance in Florenz ("Florentiner Novellen"), ihre Erzählungen ("Vom Strande"), ihre Romane ("Vanadis") und ihre wortgewaltigen Gedichte.
Lebensstationen der unkonventionellen Familie Kurz sind Stuttgart, Oberesslingen, Kirchheim/Teck, Tübingen, Florenz und München.
Wie weit geht man zurück in einer Familiengeschichte? Wie weit holt man aus, muß man ausholen, um die familiären Bindungen und Traditionen zu begreifen? Bei Marie von Brunnow genügt wohl der Rückgriff auf zwei Generationen. Ihre mütterliche Linie ist württembergisch, während die Familie ihres Vaters aus Kurland stammt.
Maries Großvater Siegfried von Brunnow wanderte nach Deutschland aus, ließ sich in Sachsen-Meiningen nieder und zeugte drei Söhne. Sohn August Anton, 1781 geboren, wird auf die Kadettenanstalt nach Berlin geschickt. Als junger Leutnant kommt er nach Württemberg, wo ihn König Friedrich "seines alten Adels wegen" in die Garde einreiht. Während des Rußland-Feldzuges erhält er von Napoleon persönlich den Auftrag, ein russisches Dörflein zu besetzen, und rettet den Popen vor der Gewalt seiner Soldaten. Er gerät in russische Gefangenschaft, wird mit seinem Diener nach Sibirien verschleppt. Beim Gefangenenaustausch werden die beiden vergessen, haben es aber gut getroffen: In nobler Gefangenschaft leben sie im Haus des Gouverneurs, dessen Tochter dem schönen jungen Offizier, den sie für einen Franzosen hält, die Gefangenschaft zu erleichtern sucht. Eine List macht eine Flucht möglich. Die junge Russin läßt sich von ihm malen und verschafft ihm einen Passierschein, um in der weit entfernten Stadt Farben zu kaufen: Ein Porträt in den schönsten Farben auf einem Goldgrund soll es werden - fast wie eine Ikone. In Begleitung seines Dieners entkommt er. Sie kehren, meist zu Fuß, nach Württemberg zurück. Dort erhält der junge Offizier eine Beförderung, Auszeichnungen aller Art, darunter einen hohen, geldtragenden Orden und später den Kammerherrenschlüssel.... .
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