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Produktinformation

  • Audio CD (18. Juli 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Century Me (EMI)
  • ASIN: B001B10TLW
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
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1. Isolation
2. The Blind Walk Over The Edge
3. The Hunted
4. Numbered By The Beast
5. Bound And Weakened
6. Through The Eyes Of God
7. Death Chamber
8. Pitch Black
9. Creeping Lord
10. Dumb, Deaf And Blinded
11. Burning The Lamb / The Sacrifice
12. Keine Titelinformation (Data Track)

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fast perfekt, 31. Juli 2008
Von Sascha (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Fear My Thoughts setzen das um, was sie groß angekündigt haben: Das Material soll anders klingen als zuvor. Ob das an dem neuen Sänger liegt, welchen schon einige live gesehen oder gehört haben, konnte man zur Ankündigung kaum sagen.

Ein halbes Jahr später wird das neue Werk als Stream zur Verfügung gestellt und sorgt für offene Münder oder für einige, nach dem ersten Vollzeit-Song abzuschalten:

Isolation, das Intro, erzeugt schonmal eine leicht abgefahrene Atmosphäre mit Songfragmenten, die man später in den entsprechenden Lieder hören wird. Das geht nahtlos zu The Blind Walk Over The Edge über, dem ersten ganzen Track, der erstmal die volle Schlagseite Rock und einige metallische Schlagseiten zu bieten hat. Dabei fällt einem am meißten noch die neue Stime auf, Martin Fischer singt durchweg clean und klingt dabei wie eine Mischung aus Troy Sanders (Mastodon), John Bush (ex-Anthrax) und... Chad Kroeger (Nickelback). Hier haben einige aufgehört, der Musik zu lauschen. Selbst Schuld!

Es folgt der Kracher The Hunted, der einen Death/Thrash Mix bietet, nur um dann wieder rockigere Züge anzunehmen. Wow, ein echter Hammer Track, kombiniert mit Clean und Schrei Gesang: Martin Fischer hört sich beim Schreien an wie eine Mischung aus Dez Fafara (ex Coal Chamber, DevilDriver) und Nagash/Lex Icon (Troll, The Kovenant).

Numbered By The Beast ist verdammt groovig und bietet auch wieder einige Stoner Rock Huldigungen. Geil.

Bound & Weakened ist ein astreiner softerer Song, der nicht nur ein wenig an Faith No More erinnert.

Through The Eyes Of God ist eine in der Tat progressive Nummer: der Song steigert sich immer weiter und weiter und führt einen Spannungsbogen mit sich.

Wider erwarten böllert der Track Death Chamber im Meshuggah Stil alles nieder, im Midtempo.

Pitch Black ist der einzige Song, der an Vulcanus erinnert und böllert ganz ordentlich.

Creeping Lord ist eine Verbeugung vor Pantera und das abschließende Burning The Lamb / The Sacrifice schließt das Album progressiv ab.

Wer zur Erstauflage greift, erhält noch einen weiteren Song: Dumb, Deaf & Blinded.

Ich ziehe meinen Hut, was Fear My Thoughts hier abliefern, kann in keine Schublade gesteckt werden, vor allem nicht in die Metalcore Schublade. Stoner Rock /Alternative trifft auf komplexere Songstrukturen und Death/Thrash Metal Riffs; äußerst variabler Clean Gesang trifft auf bestialisches Screaming.
Hier wird echt was geboten, was ich von den Vorgängeralben nicht behaupten kann...
Dennoch hat das Album ein Makel: So geil die Songs auch sind, soviele mehr als eindeutige Einflüsse wurden kopiert, gerade ab der härtere letzten Hälfte werden einem sehr oft Pantera, Mastodon und Meshuggah ins Gedächtnis gerufen.

Nichtsdestotrotz ein saustarkes Album, beim nächsten Mal könnte man noch versuchen, eigenständiger zu klingen, dann wäre es in der tat perfekt.
Man kann ihnen aber nicht absprechen, dass sie mehr als großen Mut aufbringen, das Album wird vielen alten Fans nicht schmecken, aber auch nur, weil ihr Horizont nicht über 08/15 Metalcore mit Melodic Death Anleihen reicht.

Wer die Erstauflage kauft, erhält nicht nur einen Bonussong, sondern auch einen Enhanced Part, mit MySpace Vorlage für's Profil, einem kurzen, aber doch informativem Making Of und Gitarrentabs zu The Hunted und Bound & Weakened.
In der Tat sehr geile Goodies, die den Kauf noch lohnenswerter machen.

Ich vergebe 4,5 Punkte, mit starker Tendenz nach oben!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Raus aus der Metalcore Einbahnstrasse, 5. Juli 2008
Als Metalcore Combo waren Fear My Thoughts eine unter vielen. Nachdem sich die Band frei gemacht hat von Klischees, einen äußerst fähigen und vielseitigen Sänger ans Mikro gestellt haben und die grenzen zwischen Genres sprengen, ist den Freiburgern mit "Isolation" ein absolutes Klassealbum gelungen! Nicht zu unrecht bekommen die Jungs Höchstwertungen in der Presse und konnten sogar als "Album des Monats" im Metal-Hammer abräumen. Der Mut sich neuen Klängen zu öffnen geht auf und zahlt sich sowohl für die Band wie den Hörer aus!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ?...!, 20. Juli 2008
Von gen239 (Bad Sassendorf, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Nun, was hat so eine Überschrift zu bedeuten? Um es aufzulösen: Meine Geschichte mit diesem Album begann mit einem riesigen Fragezeichen. War ich doch erst mit "Vulcanus" so richtig warm mit "Fear My Thoughts" geworden und erwartete dementsprechend eine ordentliche Melodic Deathmetal-Schelle mit Hardcore-Schlagseite.
Und was tönt mir da nach dem atmosphärischen Intro entgegen? Durchgehend rauer Cleangesang. Thrashriffs. Lnagsames Ruhiges Songtempo.

Ich war maßlos enttäuscht. Waren jetzt nach "Trivium" und "Bullet For My Valentine" auch "Fear My Thoughts" auf die Lasst-uns-wie-Metallica-klingen Welle aufgesprungen?
Meine anfängliche Antwort war "Ja". Und ich ließ die Scheibe links liegen.
Doch irgendwie schallte mir der Refrain von "Number By The Beast" ständig durch den Kopf und ich konnte nicht anders, als mir den Silberling noch mal anzuhören. Diesmal ohne festgesteckte Erwartungen.

Und was sich mir offenbarte war ein Klanguniversum, dass ich von dieser Band niemals erwartet hätte.
Schon das Cover mit seiner düsteren Melancholie und dem leichten Anklang an "Opeth"s "Damnation" verdeutlicht vorweg, in welcher Richtung hier musiziert wird. Bleischwere, doomige Elemente dominieren die Melodien. Angereichert mit einem sanften Tupfer Gothic. Doch ohne in Klischees abzudriften.
Der neue Sänger ist dabei das tragende Glied. Hat man erstmal überwunden, dass dieser fast nur seinen rauen Klargesang benutzt, fallen einem schnell seine immensen Qualitäten ins Ohr. Seine Stimme ist markant, eindringlich und vibriert stets ein bisschen, doch ohne den Ton zu verlieren. Die klangliche Wirkung dieses Organs ist beruhigend, tief und trotz des traurigen Untertons nie weinerlich. Die häufigen Varianzen in Hetfieldsche Shouts und die klare, offene Artikulation und Betonung bringen nicht nur die nötige Aggression ins Spiel, sondern machen auch klar, dass hier ein Könner am Werk ist. Und die schneidenden Screams in Songs wie "Pitch Black" sind wohl das fieseste, was in den letzten Jahren zu hören war. Gerade die Tatsache, dass sie so selten eingesetzt werden, macht sie unheimlich intensiv.
Die stimmliche Flexibilität und Eindringlichkeit des Sängers befördert zudem einfach jeden der Refrains direkt ins Ohr.
Und doch, bei all der Eingängigkeit geht die Tiefe hier nie verloren.

Das ist nicht zuletzt der hervorragenden Instrumentierung geschuldet, denn was die Gitarren hier ablassen ist jenseits aller Konventionen. Den Schema F Metalcore Riff lassen sie weit hinter sich. Dafür wird irgendwo zwischen Thrash und Melodic Death Metal gerifft, oft werden langsame, doomige, mal fast akustische, Melodien eingestreut. Hier und dort werden gewaltige Riff-Wände aufgebaut, dezent von Synthies vergrößert. Die Melodien und Grooves bleiben dabei stets bleischwer aber dennoch variabel und detailverliebt in Tempo und Rhythmus. Und wenn die Band dann gar in "Death Chamber" einen brachialen Ausflug in Richtung Meshuggah unternimmt, bleibt einem schon mal der Mund überrascht offen stehen.
Daran hat natürlich auch das satte Rhythmussegment seinen gehörigen Anteil. Der ruhige, prägnante Bass hat definitiv seine Momente. Und das dynamische Schlagzeug stellt sich vollkommen in den Dienst der Atmosphäre, zeigt aber eine ebenso große Bandbreite, wie der Rest der Band. Da wird in "The Hunted" auch einfach mal die Blastbeat-Harke rausgeholt, nur um fließend in getragenere Techniken überzuschwenken.

All diese Bandbreite und Varianz erlauben der Band ein hervorragendes Songwriting. Die Songs bestehen stets aus recht vielen Parts, doch die Strukturen sind recht nachvollziehbar gehalten und sind stets mit deutlichen Melodiebögen zusammengeschnürt. Doch trotz der Zugänglichkeit der Strukturen wird genügend variiert und modifiziert, um stets offen zu lassen, was als nächstes kommt. Das gibt den Liedern eine sehr präsente, teils zerrende aber nie unangenehme Dramatik, die die düsteren Melodien angenehm unterstreicht.
Auch das Sequencing ist extrem gelungen. Obschon die meisten Songs eher im Midtempo angesiedelt sind, sind die schnelleren Passagen so gleichmäßig über das Album verteilt, dass dieser Aspekt nie negativ auffällt.
Die erdige, tiefe aber sehr differenzierte Produktion stellt dabei alles ins richtige Licht.

Und so wich das Fragezeichen recht schnell einem großen Ausrufungszeichen. "Fear My Thoughts" spielen hier keinen Metalcore mehr, tendieren klar in Richtung Thrash und sind definitiv sehr relaxt geworden.
Aber das alles machen sie so dermaßen gut und inszenieren es so großartig, dass man kaum anders kann, als ihnen zu applaudierend zuzugestehen, dass sie sich mit diesem Album endgültig zu einer eigenständigen Instanz im deutschen Metal emanzipiert haben
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