Zum Inhalt: siehe Rezensionen der vorigen Rezensenten.
Zur Idee: Eine gespaltene oder multiple Persönlichkeit mit paranormalem Touch zum zentralen Gegenstand eines Films zu machen ist zwar nicht sehr originell, hat aber Potenzial. Wurde dieses hier aber ausgeschöpft? Ja, sicher: Die Handlung ist sehr nett aufgebaut, das Wesen der Isola nicht allzu schnell und nicht allzu plump enthüllt. Die typisch japanische Machart des Films ist sehr angenehm, aber nicht ganz so befremdend und skurril wie in manch anderem Film.
Zu den Minuspunkten: Ist man atmosphärische Japan-Kultshocker wie "Ring- Das Original", "Dark Water" oder "The Eye" gewohnt, die über eine grandiose visuelle Kraft verfügen, wird man dieses Machwerk des japanischen Kinos allzuleicht verschmähen... vielleicht zurecht. Denn von dem einzigartigem mystischen wie skurrilen Charme der typischen J-Horror-Meisterwerke ist hier nichts zu vernehmen. (Übrigens: Das Cover könnte sehr irreführend sein, denn das seltsame Schreckgespenst, welches darauf abgebildet ist, taucht in dieser Form zu keinem Zeitpunkt im Film auf!!! Wollte man zynisch sein, könnte man sagen: Das Cover ist auch schon das größte Highlight des Films.)
Trotzdem: Spannend ist der Film allemal, denn er ist nicht sehr leicht vorhersagbar. Atmosphärisch gut oder richtig beängstigend oder gar kultig ist er aber nicht. J-Horror-Jünger können ihn sich kaufen, versäumen aber nicht viel, wenn sie es lassen...