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Es hat bestimmt 5 - 10 Durchgänge gebraucht, bis ich anfing die etwas schief klingenden, verschrobenen und exzentrischen Songs schätzen zu lernen. Zugegebenermaßen macht es der Gitarrenlärm und häufig auftretende Breaks, in denen der komplette Songs kurzerhand einfach mal eine ganz andere Richtung einschlägt, nicht einfach „Isn't Anything" zu lieben und genießen.
Aber tatsächlich steckt MBVs Erstling voller Melodie und Melancholie, man muss sich nur in den lärmdurchtränkten, vor sich hin wabernden, unberechenbaren Stil von Kevin Shields und Bilinda Butcher reinhören und auch ein kleines Faible für ausgebleichte Fotos, Staub auf Platten, Lärm und Hintergrundrauschen haben.
Denn genauso wirkt „Isn't Anything". So wie ein schönes Landschafts-Polaroid verblasst und einen Rotstich bekommt, verstecken sich hier Melodie und lyrisch Perlen hinter Gitarrenlärm und polternden Drums.
Dabei erzählen Shields und Butcher von naiven Alltagsgeschichten („Soft as Snow but warm Inside"), Liebe („Feed Me with your Kiss") und persönlichen Erlebnissen, bleiben meist aber schüchtern im Hintergrund, scheinen sich sogar fast hinter den Gitarren verstecken zu wollen.
... Lesen Sie weiter... ›vielleicht das beste album aller zeiten!
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