- Unbekannter Einband
- Verlag: Goldmann, 1992 (1992)
- ASIN: B004AC4IK2
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.261.046 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktinformation
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Erst regt er sich über die Anzeige auf, aber dann geht er doch aus Neugier hin, trifft den Lehrer und ein ziemlich ungewöhnlicher Philosophieunterricht nimmt seinen Lauf...
Autor Daniel Quinn ist ehemaliger Trappistenmönch und kennt sich bestens aus in der christlichen Philosophie. Er hat mit "Ismael" ein Querdenkerbuch geschrieben, das gerade Christen neue Einsichten eröffnen kann. Wir nehmen unsere wesentlichen kulturellen Werte und das Zerstörerische daran oft garnicht mehr wahr, weil uns unsere Weltanschauung so selbstverständlich ist. Aber genau diese "Betriebsblindheit" verhindert neue Lösungen für viele Probleme unserer Zeit. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger weist Quinn auf die Ursache vieler Probleme unseres Wirtschaftssystems hin. Auch wird eine Lösung angedeutet: Es braucht eine begeisternde und mitreißende Vision, um das Verhalten der Menschen nachhaltig zu ändern. Quinn macht deutlich, wie nutzlos es ist, die Menschen für ihre Einstellung einfach nur anzuprangern, auszuschimpfen und per Erlaß "Moral" anzuordnen ohne inspirierende Alternativen zu bieten. Eine Gesellschaft formt man nur um, indem man den Menschen ein neues Drehbuch für ihre Zukunft liefert.
Dabei liest sich das Buch unterhaltsam, denn Quinn hat seine Philosophie in eine spannende, leicht surrealistische Handlung eingepackt. Man lernt außerdem ganz nebenbei etwas über die Entstehung der alttestamentarischen Schöpfungsmythen, das Paradies, Kain und Abel sowie den Sündenfall.
Dieses schon etwa zehn Jahre alte Buch ist immer noch aktuell, und ich möchte es hier zum Wiederlesen empfehlen zusammen mit Jared Diamonds "Kollaps", das von untergegangenen Gesellschaften und Kulturen handelt. Was in "Ismael" nur in wenigen Beispielen angedeutet wird, hat Diamond in seinen weltweiten wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen können. Wo Diamond warnend die Finger erhebt, weist Quinn verschmitzt auf die Lösung hin.
Wer einen dicken wissenschaftlichen Wälzer wie "Kollaps" nicht durchackern mag, kann mit diesem amüsanten schlanken Taschenbuch auf unterhaltsame Weise zu neuen Einsichten über unsere Kultur kommen.
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