Eine Serie von Überfällen auf Trucker erschüttert Virginia. Das bisher letzte Opfer Moses Custer war der Fall von Trooper Andy Brazil. Mit Erlaubnis seiner Vorgesetzten Superindentend Judy Hammer nutzt Brazil seinen Blog "Trooper Truth" zur kontrollierten Öffentlichkeitsarbeit, obwohl Gouverneur Bedford Crimm IV. Hammer eigentlich verboten hätte auch nur irgendetwas an die Presse durchsickern zu lassen. Als Troubleshooterin des Justizministeriums, die immer dann entstand wird wenn es schwierige Dienststellen zum Funktionieren zu bringen gilt, nimmt sich Hammer jedoch einige Freiheiten heraus. Als auf Tangier Island das Geschwindigkeitsüberwachungssystem VASCAR ans Netz gehen soll, sind Proteste vorprogrammiert und der Gouverneur versucht Hammer die Schuld in die Schuhe zu schieben. Doch die gelungene Ablenkung von den Highwaypiraten schlägt höhere Welle als erwartet und die Insulaner nehmen trotz Trooper Brazils Anwesenheit den örtlichen Zahnarzt als Geisel. Auch wird eine Frauenleiche aufgefunden in welche Trooper Truth geritzt ist. Die Lage kompliziert sich noch mehr als sich Tangier Island und seine paar hundert Bewohner für unabhängig erklären...
Und warum der ganze Aufstand? Weil die Insulaner glauben das Radarsystem VASCAR wäre die NASCAR und die will hier keiner haben. Aha. Nicht so lustig? Dann ist man als Leser bei "Insel der Rebellen" zweifellos falsch. Zugegeben ich bin kein Patricia Cornwell-Fan, weshalb mir Andy Brazil oder Kay Scarpetta ziemlich wenig sagen und ich kann daher auch nicht beurteilen wie das Buch in Cornwells Gesamtwerk passt. Insel der Rebellen allerdings hat mich zutiefst irritiert. Der Klappentext klang ja schon interessant, wenngleich man den kuriosen Hintergrund hätte erahnen können. Eine Insel die sich unabhängig erklärt, Highwaypiraten und das alles natürlich in den USA, da kann man sich allerdings durchaus etwas spannenderes drunter vorstellen.
Tatsächlich verfügt Isle of Dogs über einige zunächst zusammenhanglos wirkende Handlungsstränge, von denen man vielleicht hofft dass sich nach 100-200 Seiten Sinn ergeben würden, aber so ganz will sich dieser Effekt nicht einstellen, auch wenn sich alles gegen Ende auflöst. Zu abstrus verläuft die Handlung und zu seltsam wirken die Charaktere. Ein halbblinder Gouverneur etwa, der von Verdauungsstörungen geplagt Amtsgeschäfte via Telefon vom stillen Örtchen aus regelt, ringt dem Leser zwar durchaus ein Schmunzeln ab, aber gibt Plot und Charaktere umso mehr der Lächerlichkeit preis.
Fazit:
Sehr kurios und zynisch, doch leider eindeutig zu verworren und spannungslos.