"Islands" ist das 2. Album der Mary Onettes aus Schweden ,das wiederum auf dem Indie-Qualitätslabel Labrador erscheint und es ist ....phantastisch, mehr fällt mir dazu nicht ein. Die Mary Onettes spielen eine stimmige Mischung aus Indiepop,Dreampop und Shoegazersounds, aber irgendwie ist es auch ganz klassischer Pop in der Tradition der Früh80er, so um 1982-1984 angesiedelt. Ich persönlich (Jahrgang 1965) fühlte mich jedenfalls wieder sofort in diese Zeit zurückversetzt und erinnerte mich an The Cure,The Chameleons,Echo and the Bunnymen oder auch die ätherischen Klänge der Cocteau Twins. Und diese Songs....himmlisch melodisch. Nummern wie "Dare", "Puzzles", "Once is was pretty" oder "Bricks" gehören für mich jetzt schon zu den besten Popsongs der letzten Jahre. Das Album klingt stimmig, vom Sound her ein wenig vernebelt, aber das wahrscheinlich auch gewollt. Die Stimmen stehen nicht so im Vordergrund , eher dieser bombastischer Keyboardteppich vermischt mit dezenter Gitarrenarbeit bestimmt das Klangbild. Nörgler würden jetzt wieder sagen,das sich alle Songs irgendwie ähnlich anhören, aber gerade deswegen klingt das Album wie aus einem Guß.
Wer erinnert sich nicht gerne an die goldenen Jahre des Pop (die Früh80er)? So ein schönes Deja Vu Erlebnis habe ich 2009 nicht mehr erwartet. Alles andere als die Höchstwertung würde den Mary Onettes Unrecht tun.
Schwedenpop, der schillert ,wie ein Kaleidoskop.