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Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration
 
 
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Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration [Gebundene Ausgabe]

Bassam Tibi
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (12. März 2002)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3421056331
  • ISBN-13: 978-3421056337
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 541.976 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bassam Tibi
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Kurzbeschreibung

Können wir nach dem 11. September weiterhin friedlich mit islamischen Glaubensanhängern zusammenleben? Die Debatte um ein neues Einwanderungsgesetz wurde stets von neuem vertagt. Jetzt findet sie unter anderen Vorzeichen statt, weil die in Deutschland lebenden Muslime ins Kreuzfeuer geraten sind. Ein Plädoyer für eine Politik mit Augenmaß ist überfällig.

Im Zuge der Globalisierung hat die Thematik der islamischen Zuwanderung ein neues Ausmaß erreicht. Aus armen, überbevölkerten Regionen hat sich eine Wanderungsbewegung in Gang gesetzt, die auch Vertreter politischer Bewegungen nach Deutschland bringt. Von solchen Gruppen ging in Deutschland die Vorbereitung für die Terrorattentate in den USA aus.

Bassam Tibi plädiert für eine Einwanderungspolitik, die Ausländer auch mittels einer demokratischen Bürgeridentität integriert. Die Attentäter, die den Anschlag auf das World Trade Center verübt haben, waren nicht integriert, sonst hätten sie keine anti-westlichen Einstellungen ausgebildet. Integration ist, so Tibi, mehr als eine verordnete Rhetorik der Fremdenliebe.

Über den Autor

Bassam Tibi, geboren 1944 in Damaskus, studierte Sozialwissenschaften,Geschichte und Philosophie in Frankfurt am Main. Seit 1973 Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen und seit 1998 Bosch Fellow in Harvard. Jüngste Veröffentlichungen: "Krieg der Zivilisationen. Politik und Religion zwischen Vernunft und Fundamentalismus" (1995), "Der wahre Imam. Der Islam von Mohammed bis zur Gegenwart" (1996) sowie "Political Islam and the New World Disorder" (1998).

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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein überfälliges Buch, 22. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration (Gebundene Ausgabe)
Warum schreibt das eigentlich keiner, habe ich mich nach dem 11. September gefragt. Warum weist kein Kommentator darauf hin, daß die Drahtzieher des Attentats Einwanderer waren. Es waren Einwanderer nach Deutschland, nicht in die USA, wohlgemerkt, die Tausende ermordeten.
Eine Antwort auf die Frage gibt das neue Buch von Professor Tibi, das sich mit der gescheiterten Integration der islamischen Immigranten in Deutschland beschäftigt.
Der Göttinger Professor, selbst Moslem syrischer Herkunft, schildert zu Beginn einen Vorfall:
Als er einen Doktoranden auf die Frage nach dem islamischen Antisemitismus ansetzen wollte, antwortete dieser: "Sie sind ein Muslim und können frei sprechen; wenn ich dieselben Worte wie Sie verwende, werde ich von diesen Leuten als 'Nazi-Schwein' beschimpft".

Tibi sieht im 11. September die Chance, offener über die Probleme der Zuwanderung zu reden. Tibi unterscheidet zwischen Zuwanderung und Einwanderung. Zuwanderung sei der unkontrollierte Zustrom von Ausländern im Gegensatz zur kontrollierten Einwanderung, die sich in erster Linie an den Bedürfnissen der bereits im Land Lebenden orientiere. Deutschland sei somit kein Einwanderungsland, sondern bisher ein Zuwanderungsland.
Wenn die Integration ein Chance haben solle, müsse die Zuwanderung gestoppt und durch Einwanderung ersetzt werden. Die Integration wiederum sei notwendig, um das Entstehen von Parallelgesellschaften zu verhindern. In den islamisch dominierten Ghettos der Städte bilde sich sonst das Refugium eines orthodoxen oder gar fundamentalistischen Islam. Dieser würde zu weiterer Gewalt führen. Als Beispiel, das sich durch das ganze Buch zieht, dient die Hamburger Zelle der Bin Laden Attentäter. Nur durch die multikulturelle Beliebigkeit und falsche Toleranz hätten diese Extremisten sich in Deutschland so frei bewegen, sich organisieren und agitieren können.
Tibi hingegen versteht sich selbst als Anhänger eines liberalen aufgeklärten Euro-Islam, der aber bisher leider nur eine Minderheit der islamischen Einwanderer erreicht habe. Der Euro-Islam, so Bassam Tibi, müsse sich an der europäischen Leitkultur orientieren, und so eine demokratische Integration gewährleisten.

Insgesamt ein Buch, das ein heißes Eisen anpackt, dabei aber nicht in Schwarz-Weiß-Malerei verfällt. Dem Autor ist für seine klare Sprache und für die Offenheit zu danken, mit der er auch seine eigenen Interessen als Immigrant kenntlich macht. Da das Ganze zusätzlich noch leicht zu lesen ist, bleibt nur ein Fazit: Bestnote, fünf Sterne!

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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Welche Sprache ist die europäische?, 5. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration (Gebundene Ausgabe)
Tibi meint, daß trotz aller Demokratisierung der Begriff „deutsch" weiterhin ethnisch beladen sei. Deutsch ist man durch Herkunft und Geburt, oder man ist es nicht, so wird Tibi oft entgegenhalten. Ein Türke, der in Deutschland geboren ist und besser Deutsch als Türkisch spricht, ist und bleibt ein Ausländer, bestenfalls einer mit „einem deutschen Paß". Tibi versucht, diesen Auffassungen eine europäische Leitkultur entgegenzusetzen. Er sieht eine derartige Leitkultur als die einzige Möglichkeit an, den muslimischen Zuwanderern eine Bürgeridentität anzubieten. Kommt es nicht zu einem derartigen Angebot, „dann dürfen sich die Deutschen nicht wundern, wenn Teile dieser Migranten von fundamentalistischen Organisationen rekrutiert werden können", meint Tibi. Eine europäische Leitkultur wäre nicht nur ein Schutz für Juden und Fremde, sondern auch für die Deutschen „vor sich selbst". Wichtig dabei wäre, daß die Deutschen sich selbst nicht als ein Sonderfall der Geschichte, sondern als eine ganz normale Nation mit ganz normalen Problemen begreifen müßten. Das deutsche Bürgerverständnis müsse ein europäisches werden, frei von jedem Bezug auf Sprache und Herkunft und ohne jeden unterschwelligen Bezug auf Aussehen oder gar Rasse. Schluß mit der neurotischen Nation, fordert Tibi. Wenn parallel zu einem Paß keine entsprechende kulturelle Identität als Gefühl der Zugehörigkeit vermittel wird, ist eine Integration der Zuwanderer nicht möglich, schlußfolgert Tibi. Wenn man ihm bis zu diesem Punkte in seinen Argumenten gefolgt ist, stellt man als naiver Leser die Frage, in welcher Schulsprache die europäische Identität vermittelt werden soll. Denn nur ein sehr intelligenter Teil der Menschen ist in der Lage, sich in einer mehrsprachigen Welt wohlzufühlen. Was ist mit den anderen? Der Zentralrat der Muslime z.B. lehnt das Konzept eines Euroislam als Leitkultur für islamische Einwanderer entschieden ab, schreibt Tibi selbst.
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wichtiges Buch, redundante Darlegungen, 1. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein wichtiges Buch. Wenn man bereits einige Tibi-Bücher gelesen hat, ist einem der redundante und teils selbstgerechte und -gefällige Stil vertraut und schreckt einen nicht ab. Es werden wichtige Informationen gegeben und einiges gegen den Strich gebürstet, was in der politischen Debatte zu selten angesprochen wird. Abstriche muss man bei der Aktualität machen. Bei dem im Febr. 02 verfassten Vorwort hätte man hier mehr erwarten können: so ist z.B. das Zuwanderungsgesetz von Rot-Grün entweder kurz und verzerrend dargestellt oder es wird schlicht ignoriert. Ebenfalls übersieht der Autor, dass die öffentliche Diskussion sich längst von Multi-Kulti-Rhetorik gelöst hat. Von diesen ärgerlichen Schwächen abgesehen aber ein insgesamt erkenntnisbringendes Buch.
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